Neuer Verein gegründet
"Stadttauben Buchholz": Trio zeigt Herz für Stadttauben

Maren Schmidt (Vorsitzende, v. re.), Magdalena Dec (Schatzmeisterin) und Angelika Bergemann (Vize-Vorsitzende) haben den Verein "Stadttauben Buchholz" ins Leben gerufen
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  • Maren Schmidt (Vorsitzende, v. re.), Magdalena Dec (Schatzmeisterin) und Angelika Bergemann (Vize-Vorsitzende) haben den Verein "Stadttauben Buchholz" ins Leben gerufen
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Buchholzerinnen gründen Verein, um die Tiere besser zu versorgen / Unterstützer sind gern gesehen.

mum. Buchholz. Die Stadt Buchholz ist um einen Verein reicher: Kürzlich wurde der Verein "Stadttauben Buchholz" gegründet. "Wir möchten das Problem der Haustaube beziehungsweise Stadttaube angehen", sagt Vorsitzende Maren Schmidt. Gemeinsam mit Angelika Bergemann (Vize-Vorsitzende) und Magdalena Dec (Schatzmeisterin) bildet sie das Vorstandsteam.
Über Jahrhunderte machte der Mensch mit Hilfe von Zuchtprogrammen Wildtiere zu Haus- oder Nutztieren. "Die Haustaube entstand, ähnlich unseren Hunden und Katzen. Sie wurden als Fleisch- oder Eierlieferant, als Brieftaube und später als Sporttaube gehalten", so Maren Schmidt. Stadttauben sind Nachkommen entflogener Haustauben, die aus der wilden Felsentaube gezüchtet wurden. Der natürliche Lebensraum der Felsentaube sind Klippen, denn sie bevorzugen Felsenhöhlen und Felsspalten als Nistgelegenheit. "Damit erklärt sich zum Teil auch die Vorliebe unserer Stadttauben für die Innenstädte", erläutert Schmidt. "Sie bevorzugen instinktiv flache Untergründe zum Brüten, ähnlich kleiner Höhlen in Felsen. Parkhäuser und Gebäude sind daher ideal." Entgegen ihrer "Vorfahrin", der Felsentaube, die bis zu dreimal im Jahr zwischen März und Oktober brütet, ist der Haustaube das ganzjährige Brüten angezüchtet worden. "Das können bis zu acht Bruten werden. Es handelt sich um einen sogenannten Brutzwang und dieser ist unabhängig davon, ob es genügend Futter gibt oder nicht."
Nicht nur entflogene Haustauben siedeln sich in den Städten an, sondern auch Sporttauben, deren Kräfte den langen Distanzflügen oftmals nicht gewachsen sind. Sie schaffen es nicht zurück zu ihrem Schlag und schließen sich den verwilderten Haustauben an.
Aufgrund der Domestizierung ist die Haustaube beziehungsweise Stadttaube auf den Menschen angewiesen. Tauben sind Körnerfresser. "Da sie in den Innenstädten keine geeignete Nahrung finden, leiden sie unter Fehlernährung, sind häufig unterernährt und haben meist noch Küken zu versorgen", erklärt Maren Schmidt. "Auf der Suche nach Futter verfangen sich Haare, Fäden oder Sonstiges an ihren schuppigen Füßen. Die Folge sind sehr schwere Verletzungen."
Die einzige tierschutzgerechte Lösung ist aus Sicht des gerade gegründeten Vereins ein betreuter Taubenschlag. "Dort werden sie artgerecht mit Futter und Wasser versorgt sowie medizinisch betreut." Den Stadttauben werden Nistplätze angeboten und die Eier gegen Attrappen ausgetauscht. Somit entsteht ein kleinerer, gesunder Taubenbestand. Die Stadttauben halten sich überwiegend im Taubenschlag auf und die Innenstadt wird von dem Kot der Tiere befreit. "Eine gute Lösung für die Tiere und die Bürger der Stadt Buchholz", so Schmidt. "Wir setzen uns für so einen Taubenschlag ein, vorzugsweise in Kooperation mit der Stadt Buchholz."
Zurzeit tauschen die Mitglieder Eier an den bekannten und erreichbaren Nistplätzen aus und kümmern sich um kranke oder verletzte Tauben. "Wir bitten die Bürger, uns zu kontaktieren, wenn sie eine Stadttaube in Not sehen", so Schmidt. Dafür wurde eine Notfallnummer geschaltet. Der Verein ist unter Nummer 0163-8721809 zu erreichen.
"Wir suchen noch ehrenamtliche Helfer, insbesondere Menschen, die Lust haben, aktiv zu helfen und keine Scheu vor dem Kontakt mit Tauben haben." Wer Interesse hat, meldet sich unter der Rufnummer 0151-64109268 oder via E-Mail an info@stadttauben-buchholz.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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