Stadt Buchholz bereitet klimaresilienten Wald vor
Wald wird fit für den Klimawandel
- Die Stadt Buchholz lässt die Wälder klimaresilienter werden
- Foto: Stadt Buchholz
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Im Auftrag der Stadt Buchholz hat die Durchforstung einer städtischen Waldfläche begonnen, die Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband (FBG) Jesteburg koordiniert und beaufsichtigt die Umsetzung. Die Fläche an der Kreuzung Lohbergenstraße / Seppenser Mühlenweg war durch Sturmschäden und Borkenkäferbefall stark geschädigt worden und musste damals in weiten Teilen geräumt werden. Die jetzige Maßnahme bereitet den Umbau des Waldes zu einem widerstandsfähigeren Mischwald vor.
Die betroffene Waldfläche liegt gegenüber der Otto-Koch-Kampfbahn mitten im Siedlungsgebiet. Der frühere, dichte Fichtenbestand war besonders anfällig für die Sturmschäden und den Borkenkäferbefall, weshalb die Stadt Buchholz gemeinsam mit der FBG Jesteburg einen widerstandsfähigeren Mischwald an dieser Stelle aufbauen will.
Es soll nun eine Durchforstung erfolgen, das heißt, ein Teil der Bäume wird mit einem Harvester entfernt, um für ausreichend Platz, Licht und Nährstoffe für den im Herbst anzupflanzenden Laubmischwald zu sorgen. So wird die Fläche für den Waldumbau vorbereitet. Die Arbeiten starten bewusst nach der Brut- und Setzzeit, die Mitte Juli endete, um Vögel und Wildtiere beim Aufziehen ihres Nachwuchses nicht zu stören. In der freien Landschaft gilt vom 1. März bis 30. September üblicherweise ein Verbot, Bäume zu fällen. Dies gilt gemäß Bundesnaturschutzgesetz jedoch nicht für Bäume im Wald.
Im Bereich der angrenzenden Bebauung am Starenweg müssen zusätzlich einige Bäume am Waldrand gefällt werden, um langfristig die Sicherheit für die Häuser und Gärten dort herzustellen. Entlang der Bebauung entsteht außerdem, ähnlich wie bereits am Finkenweg, ein bewuchsfreier Schutzstreifen. Er verringert entlang der Bebauung die Gefahr durch umstürzende Bäume bei Windböen und wirkt zugleich vorbeugend gegen die zunehmende Gefahr von Waldbränden durch den Klimawandel.
Nachdem das Holz abtransportiert und verkauft wurde, wird die Fläche mit einem Forstmulcher von Ästen und Resten befreit. Im Herbst und Winter legt der Forstverband dort einen Laub-Mischwald aus Rotbuche, Stieleiche, Hainbuche, Bergahorn und Winterlinde an, dessen Baumartenwahl sich nach den Gegebenheiten vor Ort richtet und einen Mischwald entstehen lassen soll, der künftigen Wetterextremen besser standhält. Der frühe Start im Herbst ist wichtig, damit die neuen Bäume noch vor dem nächsten Sommer ausreichend Wurzeln bilden können und so besser für Trockenperioden gerüstet sind. Damit die jungen Bäume nicht von Rehen oder anderem Wild abgefressen werden, schützt sie ein Wildschutzzaun für voraussichtlich acht Jahre. Die Wanderwege rund um die Fläche bleiben währenddessen weiterhin passierbar.
Mit dem Waldumbau macht die Stadt Buchholz den Wald gezielt fit für den Klimawandel, denn ein artenreicher Mischwald bietet mehr Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum als die frühere Fichtenfläche und ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Trockenheit.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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