TÜV-Station in Buchholz: Tablet-TÜV statt eines Datenblatts

Bei der TÜV-Untersuchung kommt ein digitales Auslesegerät zum Einsatz
  • Bei der TÜV-Untersuchung kommt ein digitales Auslesegerät zum Einsatz
  • Foto: TÜV-Nord
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Prüfgerät liest elektronische und sicherheitsrelevante Daten aus. 

mum. Buchholz. Künstliche Intelligenz (KI) und autonomes Fahren sind in der Automobilindustrie längst keine Science-Fiction-Begriffe mehr. Die Digitalisierung hat dort bereits viele Veränderungen mit sich gebracht: Neue Entwicklungen und Gadgets erhöhen zunehmend den Komfort ebenso wie die Komplexität der Fahrzeuge. Doch nicht nur die Fahrzeuge selbst werden digitaler. Auch die Fahrzeugprüfung durch den TÜV verändert sich durch neue Möglichkeiten. Der Anteil der mechanischen Arbeiten beziehungsweise Prüfungsbestandteile am Fahrzeug während der Hauptuntersuchung (HU) ist in den vergangenen Jahren geringer geworden.
"Der Prüfalltag an den TÜV-Stationen hat sich gewandelt. Immer mehr manuelle Arbeitsschritte werden mittlerweile durch neue Techniken digital erledigt", sagt Heiko Tamke, Leiter der TÜV-Station in Buchholz-Steinbeck. "So stellt etwa das elektronische Prüfinstrument HU-Adapter, das seit 2015 im Einsatz ist, eine große Erleichterung dar." Das Prüfgerät wird mit dem Fahrzeug verbunden, um alle elektronischen und auch sicherheitsrelevanten Daten auszulesen. Auf diese Weise können etwa elektronische Sicherheitsassistenten über die Onboard-Diagnoseschnittstelle überprüft werden. Die Ergebnisse werden dann über Funkverbindung auf ein mobiles Bediengerät (Tablet-PC) übertragen. Besonders in Hinblick auf die immer stärker vorhandenen Assistenzsysteme haben die Experten von TÜV Nord die Zukunft der HU im Blick. "Derzeit wird beispielsweise an einer Weiterentwicklung des aktuellen HU-Adapters gearbeitet, mit dem Ziel, dass das Gerät auch die Fahrassistenzsysteme prüft, statt sich wie bisher auf die vom System bereitgestellten Daten zu verlassen", so Tamke. Um die eingebauten Systeme auch unter realen Bedingungen testen zu können, wird es in Zukunft mehr Probefahrten geben.
Über die verpflichtenden Fahrzeuguntersuchungen hinaus bietet TÜV Nord auch unterschiedliche Gutachten an, bei denen digitale Tools zu schnelleren und besseren Ergebnissen verhelfen. So ermöglicht beispielsweise das sogenannte Sofortgutachten eine Schadenbegutachtung nach einem Unfall im Vieraugenprinzip: Der Schaden wird vom Sachverständigen vor Ort digital per Video dokumentiert und zeitgleich an den Schadengutachter übermittelt. So kann die Schadenaufnahme und -bewertung innerhalb einer Stunde erledigt und somit kurzfristig eine rechtssichere Grundlage für eventuelle Schadensansprüche geschaffen werden.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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