Ausgezeichnetes Behindertensportangebot
BW Buchholz erhält den Werner-Otto-Preis

Beliebter Treffpunkt: die frei zugängliche Behindertensportanlage im Sportzentrum von 
Blau-Weiss Buchholz am Holzweg
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    Blau-Weiss Buchholz am Holzweg
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os. Buchholz. Als er in der vergangenen Woche den Anruf aus Hamburg erhielt, sei er "aus allen Wolken gefallen", erinnert sich Arno Reglitzky, Vorsitzender von Blau-Weiss Buchholz (BW). Für sein herausragendes Engagement und Angebot im Behindertensport erhielt der Sportverein jetzt den Werner-Otto-Preis der Alexander-Otto-Sportstiftung. Der Hamburger Unternehmer und Mäzen hat mit seiner Stiftung seit deren Gründung im Jahr 2006 Projekte in einem Umfang von mehr als 17 Millionen Euro gefördert. Insgesamt schüttete Otto in diesem Jahr 30.000 Euro aus, 15.000 Euro davon gewann BW Buchholz.
BW hatte sich bereits vor zwei Jahren um den Preis beworben, war damals aber nicht berücksichtigt worden, weil dieser Hamburger Vereinen vorbehalten ist. Jetzt wurde offenbar berücksichtigt, dass die Buchholzer durch ihre Rollstuhlbasketballer gute Kontakte nach Hamburg haben und fest verzahnt mit dem dortigen Behindertensportverband sind.
Die Alexander-Otto-Stiftung würdigte das umfassende Angebot von BW Buchholz für Menschen mit Handicap. Dieses reicht von Ligamannschaften im Rollstuhlbasketball über Kegeln und Klettern bis zur Teilnahme am Buchholzer Stadtlauf. Besondere Erwähnung fand der behindertengerechte Spielplatz im BW-Sportzentrum am Holzweg, der unabhängig von der Vereinszugehörigkeit und kostenfrei genutzt werden kann.
Weitere Preise - jeweils mit 5.000 Euro honoriert - gingen an den Bramfelder SV für sein Engagement für eine Inklusions-Fußballmannschaft der Lebenshilfe Hamburg, den Verein Downlaufen für Menschen mit Trisomie 21 und die Norderstedter Werkstätten, deren Mitarbeiter mit geistigen Einschränkungen regelmäßig gemeinsam mit Dritt- und Viertklässlern der benachbarten Ganztagsgrundschule Heidberg Floorball spielen.
Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, lobte das Engagement der Preisträger: "Unser Preis deckt jedes Jahr in beeindruckender Weise auf, welche hervorragende Arbeit in den Vereinen und Organisationen in Bezug auf den Behindertensport geleistet wird." Hamburgs Sportsenator Andy Grote ergänzte: "Die heute ausgezeichneten Projekte sind leuchtende Beispiele dafür, wie man erfolgreich Barrieren abbaut, um auch Menschen mit Behinderung an Sport teilhaben zu lassen."
Derweil plant BW Buchholz weitere Angebote für Sportler mit Handicap. Einer der sechs Tennisplätze am Sportheim soll so umgebaut werden, dass dort Rollstuhlfahrer Tennis spielen können. Zudem ist ein Parkourplatz geplant, auf dem Rollstuhlfahrer sportlich Hindernisse wie Bordsteinkanten oder Schrägen bewältigen können. "Gerade für junge Menschen ist dieses Angebot attraktiv", ist sich BW-Vorsitzender Reglitzky sicher. Allerdings, so schränkt er ein: Wegen der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Finanzmittelknappheit des Vereins sind beide Projekte erst einmal zurückgestellt. Sie seien aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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