Handball: Aus der SGH wird HL

Wollen gemeinsam den Handballsport voranbringen: (v. li.) Christiane Wetzel-Recht, Lothar Hillmann (beide Buchholz 08), Detlef Kortstegge (HV Rosengarten) und Sven Dubau (SGH)
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Zweitliga-Frauen kooperieren künftig mit dem TSV Buchholz 08 / Alle Teams firmieren unter einem Namen

os. Buchholz. Der Handballsport in Buchholz wird auf neue Beine gestellt: Die Kooperation zwischen der SGH Rosengarten und Blau-Weiss Buchholz endet zum 30. Juni. Sie wird ab dem 1. Juli ersetzt durch den Zusammenschluss von den kürzlich gegründeten Handballvereinen (HV) Rosengarten und dem TSV Buchholz 08, sodass alle Handballteams künftig als HL Buchholz 08-Rosengarten antreten. Das „HL“ steht für Handball-Luchse, den in ganz Deutschland bekannten Spitznamen des Zweitliga-Teams der SGH, das in der Buchholzer Nordheidehalle seine Heimspiele bestreitet. Das Topteam wird auch künftig als eigenständige GmbH innerhalb der Kooperation geführt und wird auch seine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Erstligisten Buxtehuder SV fortsetzen.
„Die neue Spielgemeinschaft soll es ermöglichen, den Handballsport in der Region als Breitensport auszubreiten und durch viele Jugendteams engagierten Jugendspielern eine durchlässige Entwicklung bis hin zum Bundesliga-Handball zu ermöglichen“, erklärte 08-Vorsitzender Lothar Hillmann bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Buchholz. Rund 350 Mitglieder wird HL Buchholz 08-Rosengarten künftig haben, 17 Mannschaften im Männer-, Frauen- und Jugendbereich sollen für den Spielbetrieb angemeldet werden.
„Für uns ergibt das Projekt Sinn, da wir künftig unsere besten Spielerinnen und Spieler halten können“, erklärte Christiane Wetzel-Recht, Handball-Abteilungsleiterin bei Buchholz 08. Bislang seien viele Talente wegen fehlender Perspektiven häufig gewechselt. Künftig soll die zweite Frauenmannschaft der HL in der Hamburger Verbandsliga spielen, zudem soll der Männerhandball in Buchholz reaktiviert werden. Hintergrund: Die SGH-Mannschaft war vom Spielbetrieb abgemeldet worden.
„Wir gehen einen Schritt zurück, um aus einer breiten Basis mittelfristig eine gute Spitze zu bekommen“, erklärte SGH-Geschäftsführer Sven Dubau. Die künftigen Strukturen mit einem funktionierenden Unterbau seien für den Hochleistungs-Handball in Buchholz, wie ihn die SGH derzeit betreibe, überlebensnotwendig. „Ansonsten könnten wir den Bundesliga-Spielbetrieb nicht aufrecht erhalten“, sagte Dubau. Er betonte, dass man die Kooperation mit Blau-Weiss Buchholz nicht im Bösen beende, sondern sich freundschaftlich trenne. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten die Verantwortlichen von Blau-Weiss mitgeteilt, dass sie die Zusammenarbeit nicht verlängern wollen, da Handball nicht zum Kerngeschäft von Buchholz‘ größtem Sportverein gehöre.
Sven Dubau hofft, dass die Handball-Luchse in fünf Jahren das Jugendzertifikat des Deutschen Handball-Bundes im weiblichen Bereich erhalten. Voraussetzung ist u.a., dass die erste Mannschaft des Vereins in der ersten oder zweiten Bundesliga spielt, die zweite Mannschaft mindestens in der Oberliga.
Übrigens: Die Heimspiele der Zweitliga-Handballerinnen werden auch künftig in der Nordheidehalle am Holzweg ausgetragen. Die Fans müssen sich aber an neue Farben gewöhnen: Durch die Kooperation mit dem TSV Buchholz 08 werden die HL-Frauen zur neuen Saison in roten Trikots antreten.

Wollen gemeinsam den Handballsport voranbringen: (v. li.) Christiane Wetzel-Recht, Lothar Hillmann (beide Buchholz 08), Detlef Kortstegge (HV Rosengarten) und Sven Dubau (SGH)
Freuen sich auf die Kooperation: 08-Vorsitzender Lothar Hillmann und Sven Dubau, Geschäftsführer der SGH
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Oliver Sander aus Buchholz

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