Infiziert vom Mythos Hawaii

Geschafft: Sven Papendorf beim Zieleinlauf
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Sven Papendorf (44) trotzt den Naturgewalten und beendet die Ironman-WM in etwas über zehn Stunden

os. Jesteburg. Zwei Wochen nach seiner Rückkehr ist Sven Papendorf (44) immer noch total euphorisch. „Ich bin infiziert vom Mythos Hawaii“, sagt der Produktmanager aus Jesteburg. Auf der US-amerikanischen Inselgruppe trotzte der Ausdauerathlet bei der Triathlon-WM den heißen Temperaturen von bis zu 45 Grad in den Lavawüsten und unberechenbaren, drehenden Winden. Bei seinem erst zweiten Lang-Triathlon benötigte Papendorf für 3,8 Kilometer Schwimmen im Pazifik, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathonlauf (42,195 Kilometer) 10:14:59 Stunden.
Der Jesteburger reiste bereits zwei Wochen vor dem Wettkampf an, kombinierte in den folgenden Tagen Ausflüge zu atemberaubend schönen Naturkulissen mit ausgedehnten Trainingseinheiten. „Es ist der Hammer, was einen auf Hawaii erwartet. Man ist überwältigt von den Eindrücken“, berichtet Papendorf. Spätestens zwei Tage vor dem Wettkampf lag sein Fokus voll auf dem Sport. Was auch daran lag, dass der Triathlon das Leben in Kailua-Kona bestimmte: „Aus dem verschlafenen Dorf wurde in Rekordzeit eine Sportstadt aufgebaut“, sagt Papendorf. Leerstehende Geschäfte wurden von Radfirmen angemietet, die Dächer mit gigantischen Werbebannern zugepflastert - für die TV-Aufnahmen aus den Hubschraubern.
Der Wettkampftag selbst begann mit dem Aufstehen bereits um 3 Uhr. Auf die Schwimmstrecke ging es um kurz vor sieben Uhr - rund eine Dreiviertelstunde nach den Profis und zusammen mit 1.500 Jedermann-Sportlern. „Das ist ein einziges Hauen und Stechen“, beschreibt Papendorf den Kampf um die beste Linie im Wasser.
Nach etwas über einer Stunde stieg Papendorf aus dem Meer und begab sich auf die 180-km-Radstrecke. „Weil sich der Wind drehte, mussten wir leider 140 Kilometer gegen Wind fahren“, sagt er. 5:19 Stunden saß Papendorf auf dem Rad - ein Klasse-Durchschnitt von fast 34 Stundenkilometern. Den abschließenden Marathon teilte sich der durchtrainierte Athlet gut ein: Er lief immer die Teilstrecken zwischen den Verpflegungsstationen - jeweils eine Meile (rd. 1,6 Kilometer). Während der Aufnahme von Wasser, Cola und Eiswürfeln ging der Sportler, um dann wieder anzutraben. „Bei Kilometer 30 war ich mental am Ende“, räumt Papendorf ein. „Das war aber der einzige Tiefpunkt auf der gesamten Strecke.“ Er überwand den Tiefpunkt und lief nach etwas über zehn Stunden ins Ziel: „Das Gefühl auf den letzten Metern ist unbeschreiblich. So emotional war ich bisher selten.“
Nach einer Dusche im Hotel klang der aufregende Tag mit einer gigantischen Party aller Teilnehmer aus. Papendorf traf dort auch auf Weltmeister Jan Frodeno, der seinen Titel in 8:06:30 Stunden verteidigt hatte. „Jan Frodeno ist auf dem Boden geblieben und hat sich für uns Jedermänner viel Zeit genommen“, sagt Papendorf. Auf der Party gab es zum ersten Mal nach vielen Monaten Fastfood. „Der Körper verlangt nach dieser Tortur nach allen Kalorien, die er bekommen kann.“
Ob Sven Papendorf noch einmal in Hawaii antritt, weiß er noch nicht. „Zunächst müsste ich mich ja qualifizieren. Ich lasse alles auf mich zukommen“, sagt er. In Kürze beginnt er wieder mit leichtem Lauftraining, im Februar 2017 steht ein Rad-Trainingslager auf Zypern auf dem Programm, im April ein 56-km-Lauf in Südafrika. Im August 2017 steht mit der Premiere des Ironman in Hamburg der Saisonhöhepunkt an. Wer weiß: Wenn Sven Papendorf dort gut drauf ist, könnte er schneller wieder auf Hawaii landen, als er jetzt denkt.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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