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Technologie- und Innovationspark: Acht Partner stehen fest

Der Technologie- und Innovationspark reicht vom Gewerbegebiet Vaenser Heide II im Süden bis zur B75 neu im Norden (Foto: WLH)

Buchholz: Großes Interesse für die Kooperation im Technologie-Transferzentrum / Aus "Niedersachsen-Campus" wird "Nordheide-Campus"

os. Buchholz. Die letzten Hürden für die Entwicklung des Technologie- und Innovationspark (TIP) sind genommen. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause im nichtöffentlichen Teil einem Grundstücksverkauf an die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH) zugestimmt. "Wir können jetzt die nötigen Grundstückskäufe für das Projekt tätigen", sagte WLH-Geschäftsführer Wilfried Seyer dem WOCHENBLATT. Er sieht den weiteren Planschritten für das TIP optimistisch entgegen: "Alles ist sehr gut vorbereitet."
Wie berichtet, plant die WLH auf einem rund 18 Hektar großen Areal in Verlängerung des bestehenden Gewerbegebiets Vaenser Heide II zwischen der B75 und der Kreisstraße nach Dibbersen die Ansiedlung hochinnovativer Unternehmen, klassischen Gewerbes sowie den Bau eines TIP-Campus.
"Das Projekt hat das Potenzial zu einem neuen niedersächsischen Schwerpunkt für Technologietransfer mit anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung sowie exzellenter Start-up-Förderung zu werden", erklärt Wilfried Seyer. Durch das erwartete Angebot wissenschaftlicher Dienstleistungen sei wahrscheinlich, dass das Angebot an wissensbasierten Arbeitsplätzen im Landkreis Harburg erkennbar zunimmt. Seyer hatte stets betont, dass das TIP kein Buchholzer Projekt ist, sondern Strahlkraft weit über den Landkreis Harburg hinaus haben soll.
Seyer liegen mittlerweile verbindliche Zusagen von acht Institutionen für die Zusammenarbeit auf dem Campus vor: Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig, Offis Institut für Informatik der Universität Oldenburg, Hochschule 21 Buxtehude, Matching Innovations Network und Machining Innovations Network, Steinbeis Transferzentren Niedersachsen GmbH, Logistik Portal Niedersachsen e.V., TUTech Innovation GmbH der Technischen Universität Hamburg sowie Northern Institut of Technologie Hamburg.
Die WLH hat sich entschlossen, die Fläche für Büro- und Veranstaltungsgebäude im TIP "Nordheide-Campus" und nicht wie angedacht "Niedersachsen-Campus" zu nennen. "Der Begriff 'Niedersachsen-Campus' kommt uns etwas überzogen vor und würde auch die angestrebte Zusammenarbeit mit Hamburger Hochschulen nicht wirklich erleichtern", begründet Seyer die Entscheidung. In dem zentralen Teil des TIP soll der Austausch zwischen den universitären Einrichtungen selbst, aber insbesondere der Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen stattfinden, also eine typische fakultätsübergreifende Campussituation entstehen.
Die städtebauliche Planung und die immobilienwirtschaftliche Entwicklung des "Nordheide-Campus" wird durch einen studentischen Wettbewerb an der Hochschule 21 in Buxtehude im Sommersemester begleitet. Für die Freiflächenplanung hat die Hochschule Osnabrück, Bereich Agrarwissenschaften und Landschaftsbau, für das kommende Wintersemester ebenfalls einen studentischen Wettbewerb zugesagt.
Die weiteren Schritte sehen u.a. auch den Grünausgleich für die umfangreiche Baumaßnahme vor. Wie berichtet, hatte es u.a. von den Grünen Kritik gegeben, dass eine Streuobstwiese, die als Ausgleich für den Bau der Erweiterung des benachbarten Gewerbegebietes Vaenser Heide II angelegt wurde, zu großen Teilen wieder verschwindet. "Wir sprechen gerade mit unserer Grünplanerin durch, ob nicht Bäume dieser Wiese umgepflanzt werden können. Aus meiner Sicht müsste das möglich sein", erklärt Wilfried Seyer. Er verspricht, dass auch auf den Baufeldern reichlich Grünflächen eingeplant werden.
Der Bebauungsplan für den TIP soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, sodass die WLH im kommenden Jahr mit den Erschließungs- und 2020 mit den Hochbau-Arbeiten beginnen könnte. Die Aufsicht wird dann nicht mehr Wilfried Seyer haben: Er scheidet Ende dieses Jahres aus Altersgründen aus der WLH aus. Sein Nachfolger wird, wie berichtet, zum 1. Januar 2019 Jens Wrede.