Schon wieder ein Schockanruf
Staderin fällt auf perfiden Betrug herein
- Die Betrüger setzen ihre Opfer mit furchtbaren Geschichten in einen psychischen Ausnahmezustand
- Foto: Prostock-studio/Adobe Stock
- hochgeladen von Nicola Dultz
Diese Betrugsmasche funktioniert noch immer: Am Freitag, 19. Dezember, ist eine Staderin (54) auf einen Schockanruf hereingefallen und hat Unbekannten in der Innenstadt mehrere Tausend Euro Bargeld übergeben.
Die Täter gaben sich als Polizei- und Gerichtsmitarbeiter aus und setzten ihr mit einer dramatischen Lügengeschichte massiv zu.
Gegen 13 Uhr erhielt die Frau in der Neuen Straße einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Am anderen Ende meldete sich eine angebliche Kriminaloberkommissarin der Polizei Osnabrück. Die schockierende Nachricht: Ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich in Untersuchungshaft. Nur eine Kaution in bar könne sie vor der Haft bewahren.
Die Staderin wurde daraufhin mit einem vermeintlichen Gerichtsdiener verbunden. Dieser kündigte an, dass ein Mitarbeiter unterwegs sei, um das geforderte Geld persönlich abzuholen. Gegen 15.30 Uhr erschien schließlich ein unbekannter Mann vor ihrer Haustür. Auf ihre Nachfrage, ob er vom Gericht sei, nahm er wortlos den Umschlag mit dem Bargeld an sich und verschwand in Richtung Hökerstraße.
Die Polizei bittet nun dringend um Hinweise. Der Täter wird wie folgt beschrieben:
etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß
schlanke Statur
dunkle Haare und dunkler Bart
hellhäutig
trug einen dunklen Mantel
Zeugen gesucht
Insbesondere Gäste des griechischen Restaurants an der Ecke Neue Straße/Hökerstraße, die sich zum Zeitpunkt der Tat im Außenbereich aufgehalten haben könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei Stade unter der Tel. 04141-102215 zu melden.
Polizei warnt eindringlich vor Schockanrufen
Polizeisprecher Rainer Bohmbach mahnt zur Vorsicht: „"Keinesfalls melden sich Polizeibeamte oder Mitarbeiter der Staatsanwaltschaften
und Gerichte telefonisch und fordern die Herausgabe von Geld oder Schmuck. Die
Täter üben dabei immer wieder psychischen Druck aus und fordern, das Telefonat
nicht zu beenden, damit keine Rückfragen bei den betroffenen Verwandten möglich
sind.
Fallen Sie nicht auf derartige Schockanrufe von falschen Polizeibeamten rein und
legen sie einfach auf. Informieren sie sofort die örtliche Polizei auch über den
Notruf 110.
Informieren sie auch ihre Angehörigen, Freunde und Nachbarn über diese
Betrugsmasche."
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
|
| Webseite von Nicola Dultz | |
| Nicola Dultz auf Facebook | |
| Nicola Dultz auf Instagram | |
| Nicola Dultz auf YouTube | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.