Buxtehude: Die maritime Vergangenheit

Sie möchten mit Rödings Werken noch mehr Menschen begeistern: Bernd Utermöhlen (v. li.), Christiane Niemann, zuständig für den Tourismus der Stadt, Archivarin Eva Drechsler und Dieter Klar
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Ausstellung über Buxtehuder Autoren-Legende Johann Hinrich Röding geplant 

ab. Buxtehude. Er ist Autor des vierbändigen "Allgemeinen Wörterbuchs der Marine", das bis heute gelesen wird. Außerdem brachte er wunderschöne filigrane und nahezu legendäre maritime Zeichnungen zu Papier. Und trotzdem wäre der Buxtehuder Johann Hinrich Röding (1763 - 1815) beinahe vergessen worden, wäre nicht in der ehemaligen DDR im Jahr 1978 ein Buch über ihn erschienen. Auch ein türkischer Architekt und eine polnische Sprachwissenschaftlerin sorgten dafür, dass das Wirken des Buxtehuder Teehändlers heute noch präsent ist. Am 3. Mai wird im Bernsteinmuseum in Buxtehudes Partnerstadt Ribnitz-Damgarten eine Wanderausstellung eröffnet.

Im Buxtehuder Stadthaus war im Jahr 2013 anlässlich des 250. Geburtstags des Autors eine Geschichtsinstallation zu sehen. Dafür gesorgt hatte ein türkischer Freund, erinnert sich Dieter Klar vom Kulturforum. "Mete Canitez war als Architekt in Buxtehude und hat sich sehr für Röding interessiert", erzählt Dieter Klar. Er habe Pläne zum 250. Geburtstag entwickelt und diese Buxtehudes Stadtarchivar Bernd Utermöhlen gezeigt. "Die Pläne waren unglaublich. Er hatte als Gäste hohe Politiker von Rang und Namen vorgesehen", so der Archivar.

Sowohl Dieter Klar als auch Bernd Utermöhlen waren von den Zeichnungen Rödings fasziniert und so kam eine Kooperation zwischen ihnen zustande. Das Wirken Rödings beleuchte die maritime Vergangenheit Buxtehudes, sagen sie. Gemeinsam stellten Utermöhlen und Klar im Jahr 2015 zum 200. Todestag des Künstlers eine Ausstellung auf die Beine. "Die wurde im Ratskeller, im Kulturforum und im Buxtehude Museum gezeigt", sagt Klar. Zu beiden sei die polnische Germanistin Magdalena Lisiecka-Czop gekommen und hätte beide Männer überrascht. Dieter Klar: "Wir haben gestaunt: Da kommt eine Polin nach Buxtehude und hält uns einen Vortrag über Johann Hinrich Röding."

Die Polin fragte, ob die Ausstellung auch in Stettin gezeigt werden könne. Gesagt, getan: Die Ausstellung wurde im März 2017 zur Wanderausstellung, wurde in der Pommerschen Bibliothek in Stettin gezeigt und von April bis November 2017 im Kehdinger Küstenschiffahrtsmuseum Wischhafen. Von Februar bis Anfang April 2018 war sie dann im Harsefeld Museum in Harsefeld zu sehen. Ab 3. Mai bis Mitte August befinden sich die Werke Rödings im Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, bevor sie ab 3. August bis 9. September auf dem Museums-Frachtschiff Cap San Diego ausgestellt werden.

Mitverantwortlich für die Wanderausstellung sind auch Buxtehudes neue Stadtarchivarin Eva Drechsler und Christiane Niemann, zuständig für den Tourismus der Stadt, die in der Ausstellung auch einen Tourismusmagneten für die Region sieht.

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