Dammhausen
Feierliche Freigabe der Ortsdurchfahrt K51
- Martin Bohrmann (v. li.), Jens Stehmeier von der Baufirma Winkler, Landrat Kai Seefried, Ortsvorsteher Heinrich Bröhan, Erster Stadtrat Ralf Dessel und Kreisbaurätin Madeleine Pönitz geben die Straße offiziell frei
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Bei der Durchfahrt durch Dammhausen habe er immer ein schlechtes Gewissen gehabt, erklärt Stades Landrat Kai Seefried bei der feierlichen Freigabe der Ortsdurchfahrt K51 nach der erfolgreichen Sanierung. Rund 50 Anwohnerinnen und Anwohner waren der Einladung gefolgt, das Ende der Baumaßnahmen bei Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus zu feiern. Die Belastung für sie sei unzumutbar gewesen, erklärt Kai Seefried. Nicht nur, weil alle Autofahrerinnen und Autofahrer, die von der A26 nach Buxtehude fahren, den Ort durchqueren, sondern auch durch die Lärmbelästigung und Verschmutzung, weil die Straße in einem extrem schlechten Zustand und schließlich auch noch mit Rollsplitt ausgebessert worden war.
Ganz abgesehen von der deutlichen Verbesserung der Situation bleibe die Notwendigkeit, dass Buxtehude einen eigenen Autobahnanschluss bekommt, so dass sich der Verkehr besser verteilt, erklärte Seefried und erntete dafür lauten Applaus.
Innerhalb von eineinhalb Monaten hat die 2.220 Meter lange Fahrbahn, von der es ursprünglich hieß, dass sie aufgrund schlechten Baugrundes nicht sanierungsfähig sei, eine Asphaltfläche erhalten. Dafür dankte Kai Seefried nicht nur der Baufirma F Winkler, sondern auch den verantwortlichen Mitarbeitern im eigenen Haus, die Straßenmeisterei des Landkreises sowie dem Ortsvorsteher Heinrich Bröhan, der die Kommunikation übernommen und die Interessen der Anwohner transportiert hatte.
Gleich zu Anfang der Feier hatte Kreisbaurätin Madeleine Pönitz erklärt, dass einige Restarbeiten, wie z.B. die Fahrbahnmarkierungen in Kürze erledigt würden und bereits ein Gutachtertermin geplant sei, um das Problem Stauraumkanal zu lösen. Darüber hinaus machen sich die Dammhausener jedoch auch Sorgen um die Geschwindigkeit, mit der auf der sanierten Fahrbahn gefahren werde. Eine Tempo-30-Zone, die ganztags zumindest vor dem Kindergarten und dem Spielplatz sowie ein Blitzer stehen ganz oben auf der Wunschliste der Anwohner. Des Weiteren würden sie gerne den Seitenstreifen zum Fußweg bepflanzen, wie der Ortsvorsteher Heinrich Bröhan erklärte.
Da eine stationärer Geschwindigkeitsmessung 200.000 Euro kostet und die Installation von der jeweiligen Gefahrenlage, den Unfallzahlen, abhängt, sei die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass in Dammhausen häufiger mobile Blitzer zum Einsatz kommen, erklärte Arne Kramer, Leiter des Straßenverkehrsamts. Nichtdestotrotz würden in Kürze, sobald sich der Verkehr nach der wochenlangen Sperrung der Straße wieder normalisiert habe, Messungen durchgeführt, um sich ein Bild von der Verkehrssituation zu machen. Für die Anordnung einer 30-Zone und auch die Seitenbegrenzung ist wiederum die Hansestadt Buxtehude zuständig. "Die Seitenbegrenzung wird kommen und auch bei der Tempo-30-Zone vor der Kita justieren wir nach, so dass sie auch für die Zeiten, in denen der Spielplatz besucht wird, gilt", verspricht der Erste Stadtrat Ralf Dessel. Ob eine 30-Zone für den ganzen Ort gelten kann, werden Landkreis und Hansestadt Buxtehude gemeinsam prüfen. "Die Rahmenbedingungen haben sich u. a. aus Gründen des Emissionsschutzes geändert - wir werden sehen, was möglich ist", so Ralf Dessel.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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