Schüler sämtlicher Altersstufen stellen Projekte auf die Beine
In der Schule für den Umweltschutz aktiv

UNESCO-Landeskoordinatorin Nina Kossak (Mitte) am Trinkbrunnen der Halepaghen-Schule und den Teilnehmern der UNESCO-Gruppe Svewa Rheder (v.li.), Sofie Glauß, Elias Jenicke, Aysun Kutay und Hannah Köpcke
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  • UNESCO-Landeskoordinatorin Nina Kossak (Mitte) am Trinkbrunnen der Halepaghen-Schule und den Teilnehmern der UNESCO-Gruppe Svewa Rheder (v.li.), Sofie Glauß, Elias Jenicke, Aysun Kutay und Hannah Köpcke
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(ab). Sie sammeln und trennen Müll, klären an Projekttagen über Umweltthemen auf oder machen sich an ihrer Schule für den Klimaschutz stark: Wie man sich mit vollem Einsatz und tollen Ideen für den Umweltschutz engagieren kann, leben im Landkreis Stade Schüler ab dem Grundschulalter den Erwachsenen vor - und das nicht erst seit "Fridays for Future".

Ein Beispiel, das sich Erwachsene als Vorbild nehmen können, ist das Engagement der Schülerinnen und Schüler aus dem UNESCO-Arbeitskreis der Buxtehuder Halepaghen-Schule (HPS). An dem Arbeitskreis nehmen neben einigen Lehrern überwiegend Schüler sowie der Schülerrat teil.

Alle zwei Jahre findet ein UNESCO-Projekt mit einem Schwerpunktthema statt. "Wir haben uns mit den Themen Nachhaltigkeit, Welterbestätten, moderne Sklaverei und Plastik befasst", erzählt Hannah Köpcke (15). "Für die Projekttage haben wir uns externe Referenten geholt", ergänzt Aysun Kutay (15). "Alles andere haben wir organisiert. Die Lehrer hatten nur eine Betreuer-Funktion."

Durch den Einsatz des Arbeitskreises wurde vor einem dreiviertel Jahr ein Trinkbrunnen angeschafft. Im nächsten Schritt sollen jetzt Glasflaschen erworben werden, die die Schüler der HPS kaufen und am Brunnen auffüllen können. Zur Anschaffung der ca. 150 Euro teuren Flaschen haben die Schüler einen Kuchenverkauf gestartet und rund die Hälfte der Summe bereits zusammengetragen. "Wir planen, die Flaschen für ungefähr vier Euro anzubieten", sagt Aysun Kutay. Aber schon jetzt werde so oft danach gefragt, dass die angedachte Menge wahrscheinlich nicht ausreichen wird.

Das Projekt "bedruckter Stoffbeutel", das von der UNESCO-Gruppe ebenfalls initiiert wurde, kam so gut an, dass nahezu alle Beutel gekauft wurden. "Auch da werden wir nachlegen", meint Aysun Kutay.  

Gerade war die UNESCO-Landeskoordinatorin Nina Kossak aus Hannover an der Schule. Sie wollte prüfen, ob die HPS, die sich derzeit als "interessierte UNESCO-Schule" in der dritten der drei Statusstufen befindet, in die nächste Stufe "mitarbeitende UNESCO-Schule" aufsteigen kann. "Ich glaube nicht, dass es da Probleme gibt", sagt sie lächelnd.

Denn die schon jetzt umweltaktiven Schülerinnen und Schüler haben noch viel vor. Hannah Köpcke: "Wir nehmen mit zwei weiteren Schulen an einer Energy-Challenge teil", berichtet sie. "Wir möchten in der Schule mehr Energie sparen, zum Beispiel durch die Isolierung der Pausenhalle. Und wir möchten in unserer Tee-Küche einen Veggie-Day einführen." Aysun Kutay fügt hinzu: "Außerdem soll es Klimawächter in allen Klassen geben, die beispielsweise darauf achten, dass das Licht ausgemacht und Heizungen runtergedreht werden."

Doch nicht nur ältere Schüler leisten ihren Beitrag zum Klimaschutz: Die "Grundschule Am Westerminnerweg" in Jork bringt sich seit Jahren ein, beispielsweise mit Klimawächtern und Umwelttagen. Kürzlich hat die Klima-AG der Schule eine umweltfreundliche Idee umgesetzt: Drei Wochen lang sollten alle Kinder möglichst mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Dafür erhielt das Kind zwei weiße Aufkleber. Wer mit dem Bus kam, durfte einen Aufkleber nehmen. Wer aber mit dem Auto gebracht wurde, erhielt nichts. Die Aufkleber wurden auf einem Plakat mit einem Eisbären befestigt, der am Ende des Projekts durch die Menge der Aufkleber auf einer "Eisscholle" stand. Für die Kinder war das ein schönes Erlebnis: Sie konnten etwas dazu beitragen, dass der Eisbär aufgrund der schmelzenden Eisschollen nicht ertrinken musste - zumindest auf dem Plakat.

UNESCO-Landeskoordinatorin Nina Kossak (Mitte) am Trinkbrunnen der Halepaghen-Schule und den Teilnehmern der UNESCO-Gruppe Svewa Rheder (v.li.), Sofie Glauß, Elias Jenicke, Aysun Kutay und Hannah Köpcke
Die Kinder der Klim-AG aus der Jorker Grundschule "Am Westerminnerweg" mit ihrem Eisbärenplakat

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