Omas gegen Rechts in Buxtehude
Infostand zum Jahrestag der Bücherverbrennung
- Foto: Omas gegen Rechts
- hochgeladen von Nicola Dultz
Die Omas gegen Rechts in Buxtehude erinnern an Bücherverbrennung und warnen vor aktueller Zensur: Am 10. Mai 2025, dem Jahrestag der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen im Jahr 1933, setzen die Omas gegen Rechts in Buxtehude ein klares Zeichen gegen das Vergessen und für Meinungsfreiheit. Von 12 bis 14 Uhr informieren sie in der Ritterstraße vor dem Buchladen "Schwarz auf Weiß" über die historische Bedeutung dieses Tages und ziehen Parallelen zu aktuellen Entwicklungen weltweit.
Erinnerung an 1933 – und ein Blick in die Gegenwart
„Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“, zitieren die Aktivistinnen Heinrich Heine – ein Zitat, das erschreckend aktuell erscheint. Vor 92 Jahren wurden unter dem Applaus von Studierenden und nationalsozialistischen Sympathisanten Bücher von Autorinnen und Autoren verbrannt, die sich für Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit einsetzten.
Damals wie heute warnen die Omas gegen Rechts: Zensur beginnt oft schleichend – mit dem Verbot von Gedanken, Ideen und Stimmen, die nicht ins herrschende Weltbild passen.
„Banned Books“ – aktuelle Beispiele aus aller Welt
Nicht nur in der Rückschau, auch mit Blick auf die Gegenwart schlägt die Gruppe Alarm: In den USA werden Bücher aus Schul- und Bibliotheksbeständen entfernt, wenn sie sich mit Themen wie Rassismus, queerer Identität oder kritischer Geschichtsschreibung beschäftigen. In Italien gerieten jüngst Kinderbücher über Regenbogenfamilien ins Visier der Regierung. Und auch in anderen Ländern zeigt sich ein bedenklicher Trend zu Zensur und Ausgrenzung.
Aufruf zum Mitmachen: „Nie wieder ist jetzt“
Die Omas gegen Rechts rufen die Bürgerinnen und Bürger von Buxtehude dazu auf, am 10. Mai vorbeizukommen, sich zu informieren und gemeinsam Haltung zu zeigen. „Nie wieder ist jetzt“, lautet ihr Appell. Sie setzen sich ein für Bildung, Meinungsfreiheit und demokratische Werte – und für eine Gesellschaft, in der Vielfalt und kritisches Denken nicht unterdrückt, sondern gefördert werden.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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