Neue Fernwärme für Buxtehude
Stadtwerke planen Wärmenetz für 3.600 Wohnungen

Wollen  gemeinsam ein großflächiges Wärmenetz aufbauen:  Sascha Brandt (Geschäftsführer Buxtehuder StadtWärme GmbH und Leiter Vertrieb Nord enercity Contracting Nord GmbH), Stefan Babis (Geschäftsführer Stadtwerke Buxtehude GmbH), Dr. Manfred Schüle (Vorsitzender der Geschäftsführung enercity Contracting Nord GmbH), Marco Lunden (Geschäftsführer Buxtehuder StadtWärme GmbH und Projektleiter für Wärmeanlagen und Wärmenetze der Stadtwerke Buxtehude GmbH) und 
Dr. Bastian Droese (Geschäftsführer der enercity Contracting Nord GmbH) | Foto: Stadtwerke Buxtehude
  • Wollen gemeinsam ein großflächiges Wärmenetz aufbauen: Sascha Brandt (Geschäftsführer Buxtehuder StadtWärme GmbH und Leiter Vertrieb Nord enercity Contracting Nord GmbH), Stefan Babis (Geschäftsführer Stadtwerke Buxtehude GmbH), Dr. Manfred Schüle (Vorsitzender der Geschäftsführung enercity Contracting Nord GmbH), Marco Lunden (Geschäftsführer Buxtehuder StadtWärme GmbH und Projektleiter für Wärmeanlagen und Wärmenetze der Stadtwerke Buxtehude GmbH) und
    Dr. Bastian Droese (Geschäftsführer der enercity Contracting Nord GmbH)
  • Foto: Stadtwerke Buxtehude
  • hochgeladen von Nicola Dultz

Die Stadtwerke Buxtehude und enercity contracting haben eine gemeinsame Gesellschaft gegründet. Mit Großwärmepumpen und einer neuen Heizzentrale am Melkerstieg soll künftig klimafreundliche Wärme für Buxtehude Nord-West und Teile der Innenstadt bereitgestellt werden.

Wärme aus Abwasser und Umgebungsluft statt aus herkömmlichen Heizkesseln: In Buxtehude nimmt die Wärmewende konkrete Formen an. Die Stadtwerke Buxtehude und die enercity Contracting Nord GmbH wollen gemeinsam ein großflächiges Wärmenetz aufbauen. Dafür haben sie die Buxtehuder StadtWärme GmbH gegründet. Die geplante Anlage soll in ihrer ersten Ausbaustufe eine Leistung erreichen, die rechnerisch ausreicht, um rund 3.600 Wohnungen in durchschnittlich gedämmten Mehrfamilienhäusern mit Wärme zu versorgen.

Die neue Gesellschaft soll die Planung, Finanzierung, den Bau und den späteren Betrieb des Wärmenetzes übernehmen. Im Mittelpunkt steht das Gebiet Buxtehude Nord-West, insbesondere auch der Bereich der Innenstadt.

Den Gesellschaftsvertrag unterzeichneten Vertreter beider Unternehmen am 14. September 2026 in Bremen. Am 29. September gab das Bundeskartellamt grünes Licht. Die Stadtwerke Buxtehude und enercity contracting halten jeweils 50 Prozent der Anteile.

Großwärmepumpen sollen 90 Prozent des Wärmebedarfs decken

Das Herzstück des geplanten Wärmenetzes wird eine neue Heizzentrale am Melkerstieg. Dort sollen leistungsstarke Wärmepumpen zum Einsatz kommen, die Energie aus dem Abwasser und der Umgebungsluft gewinnen.

Das Prinzip: Die Wärmepumpen entziehen ihrer Umgebung Wärme und bringen diese mithilfe von Strom auf ein Temperaturniveau, das für die Versorgung von Gebäuden geeignet ist. Über das Wärmenetz kann die Energie anschließend an angeschlossene Haushalte und Gebäude verteilt werden.

Nach den Planungen sollen die Großwärmepumpen zusammen mit einem großen Wärmespeicher künftig mindestens 90 Prozent des Wärmebedarfs im Versorgungsgebiet decken. Biomethankessel ergänzen die Anlage und sollen die Versorgung insbesondere dann absichern, wenn zusätzliche Wärme benötigt wird.

Für die erste Ausbaustufe ist eine gesamte Wärmeerzeugungsleistung von 18 Megawatt vorgesehen. Die Anlagen sollen schrittweise parallel zum Ausbau des Leitungsnetzes entstehen.

Stadtwerke Buxtehude setzen auf erfahrenen Partner

Mit der neuen Gesellschaft bündeln zwei Unternehmen ihre Kompetenzen. Die Stadtwerke bringen ihre Kenntnisse der örtlichen Infrastruktur ein, während enercity contracting auf Erfahrungen bei der Entwicklung und dem Betrieb von Wärmenetzen zurückgreifen kann.

Die Geschäftsführung übernehmen Marco Lunden und Sascha Brandt. Lunden ist bei den Stadtwerken Buxtehude als Projektleiter für Wärmeanlagen und Wärmenetze tätig. Brandt leitet bei enercity contracting den Vertrieb Nord sowie die Niederlassung Hamburg.

„Die Wärmewende ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für unsere Stadt“, betont Marco Lunden. Mit der neuen Gesellschaft würden die Voraussetzungen geschaffen, um eine moderne Wärmeversorgung in Buxtehude Nord-West aufzubauen.

Auch Sascha Brandt unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Ein Wärmenetz dieser Größenordnung braucht eine langfristige Perspektive, eine sorgfältige Planung und verlässliche Partner.“

Wie geht es mit dem Wärmenetz in Buxtehude weiter?

Die Vorbereitungen für das Projekt laufen bereits seit einiger Zeit. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Zudem haben die Projektpartner den Standort am Melkerstieg ausgewählt und einen Umsetzungsplan erarbeitet.

Mit der Gründung der Buxtehuder StadtWärme GmbH beginnt nun die nächste Phase. Dazu gehören die Vorvermarktung der Wärmelieferung, die Genehmigungsplanung, die Beantragung von Fördermitteln und die weitere Finanzierung.

Für Hauseigentümer und Bewohner im geplanten Versorgungsgebiet könnte das Wärmenetz künftig eine Alternative zur eigenen Heizungsanlage bieten. Wann die ersten Gebäude angeschlossen werden können, welche Straßen konkret erschlossen werden und mit welchen Anschluss- und Wärmepreisen zu rechnen ist, geht aus den bisherigen Projektangaben allerdings noch nicht hervor.

Fest steht: Mit der neuen Gesellschaft haben die Stadtwerke Buxtehude und enercity contracting einen wichtigen organisatorischen Schritt für den Aufbau einer langfristigen Wärmeversorgung in der Hansestadt gemacht.

Was ist die Buxtehuder StadtWärme GmbH?

Die Buxtehuder StadtWärme GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Buxtehude und der enercity Contracting Nord GmbH. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent der Anteile. Die Gesellschaft plant, finanziert, baut und betreibt künftig ein klimafreundliches Wärmenetz für Buxtehude Nord-West und Teile der Innenstadt.

Wie soll das neue Wärmenetz in Buxtehude funktionieren?

Das Wärmenetz wird von einer neuen Heizzentrale am Melkerstieg versorgt. Dort erzeugen Großwärmepumpen Wärme aus Abwasser und Umgebungsluft. Ein großer Wärmespeicher und Biomethankessel ergänzen die Versorgung. Ziel ist es, mindestens 90 Prozent des Wärmebedarfs im Versorgungsgebiet klimafreundlich zu decken.

Wie viele Gebäude kann das Wärmenetz in der ersten Ausbaustufe versorgen?

Die erste Ausbaustufe ist auf eine Wärmeerzeugungsleistung von 18 Megawatt ausgelegt. Damit können rechnerisch rund 3.600 Wohnungen in durchschnittlich gedämmten Mehrfamilienhäusern mit Wärme versorgt werden.

Wer leitet die Buxtehuder StadtWärme GmbH?

Die Geschäftsführung übernehmen Marco Lunden von den Stadtwerken Buxtehude und Sascha Brandt von der enercity Contracting Nord GmbH. Die neue Gesellschaft verbindet die regionale Infrastrukturkompetenz der Stadtwerke mit der Erfahrung von enercity beim Aufbau und Betrieb großer Wärmenetze.

Welche nächsten Schritte sind für das Wärmenetz in Buxtehude geplant?

Nach der Gründung der Buxtehuder StadtWärme GmbH folgen die Vorvermarktung der Wärmelieferung, die Genehmigungsplanung, die Beantragung von Fördermitteln sowie die weitere Finanzierung. Die Anlagen und das Leitungsnetz sollen schrittweise aufgebaut werden.

Wann können die ersten Haushalte an das Wärmenetz in Buxtehude angeschlossen werden?

Ein konkreter Zeitplan für die ersten Hausanschlüsse liegt bislang nicht vor. Auch welche Straßen erschlossen werden sowie die späteren Anschluss- und Wärmepreise haben die Projektpartner bisher noch nicht bekanntgegeben.

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

Webseite von Nicola Dultz
Nicola Dultz auf Facebook
Nicola Dultz auf Instagram
Nicola Dultz auf YouTube

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ