Gleisarbeiten erfordern Sonderfahrpläne
Lautstarkes Gleisbaumonster zwischen Neu Wulmstorf und Buxtehude

Die Gleisbaumonster RPMW 2002-2 "frisst" sich durch das Gleisbett zwischen Neugraben und Buxtehude Fotos: sla
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sla. Neu Wulmstorf. Über 140 Meter lang, knapp fünf Meter hoch und gute 560 Tonnen schwer – die Gleisbaumaschine RPMW 2002-2, die zu den größten der Welt zählt, arbeitet sich durch das Gleisbett zwischen Neugraben und Buxtehude. Lautstarke Warntöne an der Strecke, dröhende Dieselmotoren und eingeschränkte Fahrtzeiten nerven momentan Anwohner und Fahrgäste gleichermaßen.
Aufgrund der Gleisarbeiten fahren die Züge der S-Bahn 3 und des RE5 noch bis zum 31. Juli lediglich eingeschränkt. Daher verkehren zusätzlich Busse. Fahrgäste von und nach Neu Wulmstorf können die Stadtbuslinie 440 bis und von der Haltestelle Meisterweg nutzen, der Fußweg bis zur Ersatzhaltestelle an der B73 beträgt zirka 250 Meter. Der HVV rät dazu, frühere Verbindungen zu nutzen, um die Anschlüsse zu erreichen. Die Reisezeit kann sich um bis zu 20 Minuten verlängern.
"Gleisanlagen unterliegen, genau wie Straßenbeläge, einem ständigen Verschleiß. Dieser variiert, da er stark abhängig von den gefahrenen Geschwindigkeiten und den Zuggewichten ist. Daher werden die Gleise stets kontrolliert und entsprechend gewartet", erläutert eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG die Notwendigkeit der Gleisarbeiten. "Auf der Strecke Neugraben-Buxtehude stammen die Gleise zum größten Teil aus dem Jahr 1981. Sie haben nun das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht. Rund 4.500 Meter Gleise müssen erneuert werden. Gleichzeitig wird während einer sogenannten Bettungsreinigung das Schotterbett aufgearbeitet. Rund 1.200 Meter Planumsschutzschicht werden unter dem Schotter maschinell erneuert. Insgesamt werden rund 5.600 Tonnen Neuschotter und rund 7.600 Schwellen verbaut. Bei den Arbeiten kommen ausschließlich moderne und lärmgedämpfte Geräte und Maschinen zum Einsatz. Leider lassen sich Beeinträchtigungen durch Lärm und Staub nicht vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffen um Verständnis", so die Bahnsprecherin.
Bei umfänglichen Gleisbau- und Sanierungsprojekten ist es heutzutage nahezu undenkbar, verschiedene Maschinen für die einzelnen Arbeitsschritte zu verwenden, erklärt zudem die ausführende Firma Wiebe zur Realisierung der aktuellen Gleisarbeiten. Aus diesem Grund greife sie auf die RPMW 2002-2 zurück, die Altes aufnimmt, aufbereitet und daraus eine neue Planumsschutzschicht sowie ein neues Schotterbett formt. Die Recycling-Planumsverbesserungsmaschine führt verschiedene Gleisbauarbeiten durch – und das mit einer Motorengesamtleistung von über 2.400 Kilowatt. Diese Kraft kommt bei Totalsanierungen zum Tragen, bei denen die RPMW 2002-2 mehrere Arbeitsschritte simultan ausführt: Die verschmutzte Schotterbettung wird ausgebaut, das abgetragene Bettungsmaterial aufbereitet, Schotter recycelt und die Unterbauplanumsschicht erneuert. Infos zu den HVV-Sonderfahrplänen: www.s-bahn.hamburg, www.start-unterelbe.de, www.hvv.de, ( 040 - 39 18 4385.

Die Gleisbaumonster RPMW 2002-2 "frisst" sich durch das Gleisbett zwischen Neugraben und Buxtehude Fotos: sla
Rund 1.200 Meter Planumschutzschicht werden unter dem Schotter maschinell erneuert - dafür werden  5.600 Tonnen 
Neuschotter und 7.600 Schwellen benötigt | Foto: sla
Die rund 140 Meter lange Gleisbaumaschine hat eine Motorengesamtleistung von über 2.400 Kilowatt | Foto: sla
Redakteur:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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