Ein weiteres Mehrfamilienhaus steht schon lange leer
Leerstand in Buxtehude hat viele Leser beschäftigt

Auch dieses Haus steht schon länger leer und soll einem Neubau weichen
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tk. Buxtehude. Der WOCHENBLATT-Artikel über die leerstehenden Wohnungen, die dem Bund gehören, hat bei Leserinnen und Lesern ein sehr großes Echo gefunden. In Mails und Telefonaten war die Reaktion unisono: "Das geht gar nicht."

Ein Buxtehuder hat die Redaktion zudem auf einen weiteren Leerstand hingewiesen. An der Ecke Giselbertstraße/Brüningstraße steht seit längerer Zeit ein Mehrparteienhaus leer, das der Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft gehört. Auf den ersten Blick wirkt das Rotklinkerhaus wie eine der schönen Immobilien in diesem Viertel, die mitunter zu sehr hohen Preisen verkauft werden. Die Nachfrage bei Stefan Conath, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsbaugenossenschaft, bringt Klarheit: "Wir lassen Wohnraum nur sehr ungern leerstehen", betont er. Die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft werde öfter gefragt, was mit dieser Immobilie sei.

"Wir planen
dort einen Neubau"

Was auf den ersten Blick nicht deutlich werde: Das Haus sei in einem Zustand, dass es nicht mehr vermietbar sei. Um die vier Wohnungen zu vermieten, wären jeweils Investitionen von mehreren Zehntausend Euro erforderlich. Eine komplette Sanierung des Gebäudes läge um ein Vielfaches höher. "Das ist wirtschaftlich nicht machbar", sagt Conath.

 "Bei uns ist dieses Grundstück im Fokus", betont er. Es laufen bereits Planungen, dort einen Neubau zu errichten. Vorteil: Wenn neu gebaut wird, könne in dieser sehr attraktiven Citylage, der Bahnhof ist fast gegenüber, ein Objekt entstehen, das über mehr Platz als vier Wohnungen verfüge. Die Genossenschaft wickele derzeit noch zwei andere Bauprojekte ab. Danach werde das Grundstück an der Brüningstraße angegangen.


Linke will BImA-
Häuser kaufen


(tk). Die Buxtehuder Ratsfraktion der Linken hat den Antrag gestellt, dass Buxtehude die leerstehenden Wohnungen des Bundes kaufen sollte. Die gehören, wie berichtet, der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), die die Verwaltung aber an einen externen Dienstleister übergeben hat. Das soll sich zum Jahresende ändern und die BImA will wieder selbst die Verwaltung übernehmen. Laut BImA stehen derzeit acht Wohnungen in der Hansestadt leer.

Was aus dieser Tatsache ein Politikum macht: Der Leerstand dauert Monate, mitunter sogar zweieinhalb Jahre - und das in einer Stadt, in der bezahlbarer Wohnraum fehlt. Diese Immobilien  sollen nach den Vorstellungen der Linken-Fraktion gekauft werden. In ihrem Eilantrag fordert die Fraktion zudem, dass über die Bundestagsabgeordneten aus der Region Druck auf die BImA ausgeübt werden sollte. Außerdem müsse die Bundesanstalt verpflichtet werden, leerstehende Wohnungen den Kommunen, in denen Wohnraumangel herrscht, zum Kauf für einen angemessenen Preis anzubieten. 

Lesen Sie auch "Der Bund lässt Häuser leerstehen"

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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