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Änderungen in der niedersächsischen Corona-Verordnung

Tüdelig - na und?

Leni ist 90 Jahre alt. Sie lebt seit vier Jahren im Hüsselhuus. Das weiß sie selbst zwar nicht mehr, zeigt sich beim WOCHENBLATT-Termin aber sehr lebensfroh. Vereins-Vorsitzende Regina Fleck-Gutmann und Betreuerin Josephine Kaiser nehmen Leni in die Mitte
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  • Leni ist 90 Jahre alt. Sie lebt seit vier Jahren im Hüsselhuus. Das weiß sie selbst zwar nicht mehr, zeigt sich beim WOCHENBLATT-Termin aber sehr lebensfroh. Vereins-Vorsitzende Regina Fleck-Gutmann und Betreuerin Josephine Kaiser nehmen Leni in die Mitte
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

(nw/tw). Manchmal ist das Leben schneller, als man Pläne schmieden kann. Als Konstantin Keuneke (40) vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz übernommen hatte, stand eines ganz oben auf der To-do-Liste: zu prüfen, in welchen Bereichen und durch welche Projekte Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschutz weiter gestärkt werden können. „Dabei kam auch der Gedanke auf, den bestehenden Pandemie-Plan zu erneuern“, erinnert...

Panorama

Aus der Weihnachts- wird eine Winterruhe
Änderungen in der niedersächsischen Corona-Verordnung

(as/nw). Die ursprünglich bis zum 15. Januar 2022 befristete „Weihnachts- und Neujahrsruhe“ muss verlängert werden: Es wird daraus eine „Winterruhe“ – zunächst bis zum 2. Februar 2022. Das ist die wesentliche Änderung in der Corona-Verordnung, die heute verkündet worden ist und morgen in Kraft tritt. Die Niedersächsische Landesregierung folgt damit dem MPK-Beschluss vom 7. Januar 2022. Insbesondere die Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Menschen (ein Haushalt plus zwei Personen), die...

Blaulicht
Die Täter schlugen das Fenster eines Kita-Schuppens ein und entwendeten eines der rund 15 Go-Karts, das sie später schwer beschädigt auf dem Spielplatz liegen ließen
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ASC/Kita in Estebrügge
Unbekannte brettern mit Pkw und Go-Kart über Kunstrasen

sv. Estebrügge. In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 15. auf 16. Januar, verschafften sich Unbekannte Zutritt auf den Sportplatz des Altländer Sportclubs Cranz (ASC) in Estebrügge und drehten dort einige Runden mit dem Auto auf dem Kunstrasen. Trotz der bisherigen Hinweise bittet der ASC um weitere Zeugenaussagen per E-Mail an info@asccranz-estebruegge.de. Vermutlich dieselben Täter brachen in der Nacht auch in einen Schuppen der benachbarten Kita "AN DER ESTE" ein, schlugen dabei ein Fenster...

Service

Mehr als 1.600 aktuell Infizierte
Inzidenz im Landkreis Stade liegt im niedersächsischen Durchschnitt

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade liegt den fünften Tag in Folge jenseits der 400er-Schwelle. Zum Wochenbeginn ist der Wert allerdings wieder leicht gesunken: Für Montag, 17. Januar, gibt das Robert Koch-Institut (RKI) im Landkreis Stade einen Inzidenzwert von 422,2 an. Aktuelle Zahlen des Kreis-Gesundheitsamtes zur Corona-Lage lagen am Montagmorgen noch nicht vor. Mit Stand vom Freitag, 14. Januar, befanden sich 1.615 Personen wegen eines positiven Corona-Tests in...

Blaulicht
3 Bilder

Verheerendes Feuer in Ritschermoor
Reetdachhaus brennt komplett nieder

nw/tk. Ritschermoor: Ein Reetdachhaus ist am Sonntagabend in Ritschermoor niedergebrannt. Das Haueigentümer wurde beim Versuch, das Feuer einzudämmen verletzt. Mit Brandverletzungen kam er in eine Hamburger Klinik. Auch seine Frau Frau kam ins Krankenhaus, weil sie Rauchgase eingeatmet hatte. Der Alarm ging gegen 19 Uhr ein: Aus bisher ungeklärter Ursache war das Dach des Hauses in Brand geraten und das Feuer hatte sich schnell auf das gesamte Gebäude ausgebreitet. Als die ersten Feuerwehrleute...

bc. Himmelpforten. Entglitten in die Welt des Vergessens. In Deutschland leben laut Schätzungen weit mehr als eine Million Demenzkranke. Tendenz steigend. Immer wieder werden Angehörige mit der Frage konfrontiert: Wie lange können Betroffene in den vertrauten vier Wänden wohnen bleiben? Wann ist der Gang in ein Pflegeheim unabwendbar? In Himmelpforten hat der Verein „Herbstzeitlose“ einen Mittelweg gefunden.
Im „Hüsselhuus“ leben bis zu acht Demenzkranke gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Das Besondere: Träger des Hauses ist kein Pflegedienst. Das Prinzip ist stattdessen: Angehörige pflegen selbst oder organisieren die Pflege. „Wir wollen den Bewohnern eine familiäre Atmosphäre wie zu Hause bieten“, sagt die Vereins-Vorsitzende Regina Fleck-Gutmann aus Bliedersdorf.
Beim WOCHENBLATT-Besuch am Mittwochnachmittag essen die Bewohnerinnen Erika Brandt, Lisa Höft, Ulla Müller und Anna Nickel an einem großen Tisch selbstgebackenen Kuchen. Gemütlich ist es, adventlich geschmückt, ein Angehöriger ist zu Besuch, zwei Betreuungskräfte sind da. Auf die Frage, ob sie denn der Reporter fotografieren dürfe, antwortet Anna Nickel im Brustton der Überzeugung: „Warum denn nicht?“
Schnell wird klar: Hier gilt das Normalitätsprinzip. Schwerstkranken Demenzpatienten soll ein menschenwürdiges, vor allem selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden - in der Seniorenpflege ein durchaus strittig diskutiertes Thema.
Schon ein Aufkleber an der Eingangstür des „Hüsselhuus“ dokumentiert das Motto. Darauf steht: Tüdelig - na und? „Aufgrund unserer Erfahrungen sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass auch Demenzkranke selbstbestimmt leben sollten. Sie wissen oft ganz genau, was sie wollen und was nicht“, sagt Regina Fleck-Gutmann.
Es ist ein neuer Weg in der Pflege, den sich das Projekt Hüsselhuus seit 2003 auf die Fahne geschrieben hat. Das Modell basiert auf drei Säulen: Zum einen ist da der gemeinnützige Verein, der das Haus angemietet hat, an die Bewohner untervermietet und der mit vier hauptamtlichen und weiteren ehrenamtlichen Kräften den Alltag organisiert. Dann gibt es die Angehörigen, die ihrerseits für eine Betreuung sorgen, sowie der Pflegedienst, der bei allen pflegerischen Fragen die Qualität sichert. Grundsätzlich haben alle etwa 20 Betreuungskräfte, die im Hüsselhuus beschäftigt sind, eine pflegerische Zusatzausbildung absolviert. Egal, wie sich der Gesundheitszustand der Bewohner im Laufe der Zeit verschlechtert. Hier können sie bis zu ihrem Lebensende bleiben. „Jede Mitarbeiterin hat eine Qualifizierung als Sterbebegleiterin“, erläutert Regina Fleck-Gutmann.
Der Vorteil im Hüsselhuus - 2011 wurde die Einrichtung von Niedersachsens damaliger Sozialministerin Aygül Özkan als herausragendes Beispiel guter Pflege ausgezeichnet - ist vor allem der: Bei derzeit sieben Bewohnern, fünf Frauen und zwei Männer, haben die Betreuerinnen viel Zeit, sich individuell um die Menschen zu kümmern. Regina Fleck-Gutmann: „Wir haben die Chance, persönliche Beziehungen aufzubauen.“
• Ein Zimmer ist derzeit noch frei. Infos unter Tel. 04163-824835.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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