Bitte keine Laubbläser
BUND Stade weist auf Schädlichkeit der Geräte hin

Laubbläser schaden der Umwelt | Foto:  volurol/adobe stock
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Nachdem die letzten Sturmtage zu starkem Laubfall geführt, lärmen jetzt verstärkt die Laubsauger und Laubbläser. Der BUND Stade weist darauf hin, dass diese Gartengeräte nicht nur Mensch und Naturhaushalt empfindlich stören, sondern gleichzeitig Umwelt und Gesundheit durch Lärm und Schadstoffe schädigen.

Der BUND bittet deshalb erneut Bürgerinnen und Bürger sowie Städte und Gemeinden, auf den Einsatz dieser Geräte zu verzichten. Grundsätzlich sollte das Laub unter Büschen und auf Beeten liegen bleiben, und nur dort, wo nötig, mit Harke oder Rechen zusammengekehrt werden.
„Das Bodenleben wird durch diese Geräte massiv beeinträchtigt“, warnt Heiner Baumgarten, Gärtner und Vorsitzender des BUND Stade. „Die lauten Geräte saugen mit den welken Blättern auch wichtige Kleintiere wie Spinnen, Würmer, Insekten und Amphibien auf und töten sie. Diese Kleintiere sind aber wichtig für ein gesundes Bodenleben und die gesamte Bodenbiologie.“

Die abgesaugten, aber auch die mit einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 220 Kilometer pro Stunde „nur“
weggeblasenen Blätter und Äste verrotten nicht mehr am Boden, wodurch die Humus- und Nährstoffbildung behindert wird. Die am Boden lebenden Kleintiere verlieren Nahrung und Lebensraum, und der Boden wird der
schützenden Deckschicht vor Austrocknung und extremer Kälte beraubt.
„Außerdem wird mit den Geräten die Nahrung für Vögel und Säugetiere wie Igel beseitigt“, so Heiner Baumgarten weiter.
Laubbeseitigung von Gehwegen und Straßen ist aus Sicherheitsgründen erforderlich und die Beseitigung vom Rasen sinnvoll, um den Rasen nicht zu schädigen. „Allerdings beobachten wir immer wieder, dass Beete und auch Bereiche unter Büschen geradezu klinisch reingepustet oder gesaugt werden“, kritisiert Baumgarten. „Angesichts der damit verbundenen Schäden an der Natur absolut überflüssig.“

Viele Geräte verursachen darüber hinaus einen Lärm von über 100 Dezibel, was ungefähr so laut ist wie ein Presslufthammer. Quellmalz: „Dieser Lärm ist für die Gesundheit der Benutzer selbst und die Anwohner
gesundheitsschädlich, denn schon ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel kann es bei Dauerbelastungen zu Hörschäden kommen.“ Geräte mit Verbrennungsmotor stoßen darüber hinaus gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. „Elektrische Geräte sind zwar deutlich leiser, aber wir lehnen deren Einsatz dennoch ab, da sie gleichwohl die Tierwelt am Boden töten“, betont Heiner Baumgarten.

Der BUND empfiehlt deshalb, zur Laubbeseitigung Rechen und Harke zu nutzen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. „Das welke Laub sollte am besten auf Beete und unter Gehölze verteilt oder auch mit den übrigen Gartenabfällen werden“, rät der BUND-Sprecher. „Dort verrottet es langsam, schützt sowohl den Boden als auch Kleintiere oder ergibt einen guten Kompost, der dann später als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann.“

Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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