Gottesdienst, Ausstellung und Vortrag
"Who cares?" — Sorgearbeit in den Fokus
Wer hält den Alltag am Laufen, organisiert, tröstet, pflegt und denkt an alles – oft ganz selbstverständlich und im Hintergrund? Und warum sind es noch immer überwiegend Frauen, die diese Verantwortung tragen? Der zehnte "Equal Care Day" rückt genau diese Frage in den Mittelpunkt.
Pastorin Carmen Hoffmann und ihr Team laden am Sonntag, 1. März, um 10 Uhr zu einem Gottesdienst in die St.-Paulus-Kirche, Finkenstraße 53 in Buxtehude, ein. Musikalisch gestaltet wird der Vormittag vom Gospelchor „St. Paul’s Gospel Voices“, der dem Thema mit Klang und Kraft Ausdruck verleiht.
Mit dem Gottesdienst beginnt im Landkreis Stade die Aktionswoche „Who cares?“, die sich für eine faire Vereinbarkeit von Fürsorge- und Erwerbsarbeit starkmacht. Verschiedene Initiativen, Organisationen und Vereine beteiligen sich daran. Ziel ist es, die tägliche, oft selbstverständliche Sorgearbeit sichtbarer zu machen, ihr mehr Wertschätzung zu geben und sie gerechter zu verteilen. Noch immer übernehmen rund 80 Prozent dieser Care-Arbeit Frauen – im privaten Umfeld ebenso wie im Ehrenamt und im Berufsleben.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird gegen 11 Uhr im Paulz Café die Ausstellung „Frauen-Portraits“ von Rika Stadler eröffnet. Das „Paulz“ ist das Mehrgenerationen-Café der St.-Paulus-Gemeinde in der Finkenstraße.
Am 4. März um 19.30 Uhr folgt dort ein Vortrag mit Diskussion. Kurz vor dem Weltfrauentag laden die OMAS GEGEN RECHTS Buxtehude gemeinsam mit der St.-Paulus-Gemeinde ein. Unter dem Titel „Wenn Gleichberechtigung zur Gefahr erklärt wird – Zur Entstehung und Wirkung der Anti-Gender-Bewegung“ spricht die Theologin und Sozialwissenschaftlerin Dr. Ruth Heß. Anhand konkreter Beispiele zeigt sie, wie aus dem ursprünglich sachlichen Begriff „Gender“ ein politisch aufgeladener Streitbegriff geworden ist – und wie dies die Debatten über Gleichberechtigung und Vielfalt bis heute prägt.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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