Handball Buxtehude
BSV gegen VfL Oldenburg- dramatisches 28:28
- Johanna Andresen in Sprungwurf
- Foto: Felix Schlikis
- hochgeladen von Nicola Dultz
BSV gibt Derby-Sieg in den Schlusssekunden aus der Hand
Es war ein Handball-Krimi, der die 1.319 Zuschauer in der Halle Nord bis zur letzten Sekunde fesselte: Der Buxtehuder SV hat im Nord-Derby gegen den VfL Oldenburg einen scheinbar sicheren Sieg noch aus der Hand gegeben und sich am Ende mit einem 28:28 (14:12) begnügen müssen. Trotz der späten Enttäuschung überwog bei Trainer Nicolaj Andersson auch die Erkenntnis, dass sein Team über weite Strecken eine starke Leistung zeigte.
BSV überzeugt lange als spielbestimmende Mannschaft
Der Buxtehuder SV erwischte einen guten Start in die Partie. Mit Treffern von Teresa von Prittwitz und Maj Nielsen setzten die Gastgeberinnen früh ein Zeichen und gingen mit 3:1 in Führung. Doch der VfL Oldenburg fand nach einer Zeitstrafe gegen den BSV besser ins Spiel und drehte zwischenzeitlich die Partie auf 4:5.
In einer intensiv geführten Begegnung entwickelte sich ein taktisch geprägtes Duell. Besonders die BSV-Abwehr präsentierte sich erneut als stabiler Rückhalt, während es im Angriff zeitweise an Durchschlagskraft fehlte. Nach 22 Minuten stand es 8:7 – Ausdruck einer zähen, aber spannenden Phase.
Starke Phase vor und nach der Halbzeit
Kurz vor der Pause setzte sich Buxtehude mit einem 3:0-Lauf ab und ging mit einer 14:12-Führung in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der BSV das aktivere Team: Ein Tempogegenstoß von Teresa von Prittwitz sorgte in der 42. Minute für das 20:15 und ließ die Hoffnung auf einen Heimsieg weiter wachsen.
Selbst als Oldenburg rund zehn Minuten vor Schluss auf zwei Tore verkürzte, behielt Buxtehude zunächst die Kontrolle. Johanna Andresen und erneut von Prittwitz stellten den alten Abstand wieder her – beim Stand von 28:25 drei Minuten vor dem Ende schien der Derby-Sieg greifbar.
Taktische Umstellung bringt die Wende
Doch der VfL Oldenburg reagierte entscheidend: Trainer Niels Bötel stellte auf eine offensive 5:1-Deckung sowie ein Sieben-gegen-Sechs im Angriff um. Diese Maßnahme brachte den Spielfluss des BSV ins Stocken.
In der Schlussphase fehlte den Gastgeberinnen die nötige Klarheit im Angriff, während Oldenburg die Überzahlsituationen konsequent nutzte. 49 Sekunden vor Schluss nahm Andersson beim Stand von 28:27 eine Auszeit, doch der geplante Spielzug konnte nicht umgesetzt werden.
Später Ausgleich sorgt für gemischte Gefühle
Nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung und einem missglückten Abschluss des BSV nutzte Oldenburg die letzte Chance: Nationalspielerin Jenny Behrend traf wenige Sekunden vor der Sirene zum 28:28-Ausgleich.
Trotz des verpassten Sieges zog Trainer Nicolaj Andersson ein differenziertes Fazit:
„Über lange Zeit machen wir ein richtig gutes Spiel. Hätte uns vorher jemand einen Punkt angeboten, hätten wir ihn genommen. Natürlich überwiegt nach dem Spielverlauf zunächst die Enttäuschung, aber wir haben gezeigt, dass wir auf diesem Niveau absolut mithalten können.“
Blick nach vorn: Wichtiges Duell steht bevor
Mit dem Punktgewinn unterstreicht der BSV seine positive Entwicklung, auch wenn der Befreiungsschlag im Abstiegskampf noch aussteht. Bereits in der kommenden Woche wartet mit dem Auswärtsspiel in Halle-Neustadt ein richtungsweisendes Duell.
BSV-Spielerinnen im Überblick
Für den Buxtehuder SV spielten:
Oliwia Kaminska, Annie Linder – Maj Nielsen (4), Anika Hampel (6/6), Johanna Andresen (5), Teresa von Prittwitz (4), Isabelle Dölle (3), Maja Schönefeld (3), Jolina Huhnstock (3) sowie weitere eingesetzte Spielerinnen.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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