Handball Buxtehude
Ein letztes legendäres Spiel in der Halle Nord
- Christina Haurum beim Wurf aufs Tor, Torwart war zeitweise das Maskottchen Hasi
- Foto: Mats Bratke
- hochgeladen von Nicola Dultz
Es war ein Abschied voller Emotionen, Erinnerungen und bewegender Momente: Mit einem spektakulären Spiel zwischen der aktuellen Bundesliga-Mannschaft des BSV und einem All-Star-Team ehemaliger Spielerinnen verabschiedete sich der Buxtehuder SV am vergangenen Wochenende von seiner legendären Heimspielstätte – der Halle Nord. Nach 48 Jahren und unzähligen sportlichen Höhepunkten wird das Kapitel dieser altehrwürdigen Sportstätte nun geschlossen.
Mehr als 1.000 Zuschauer kamen, um gemeinsam ein letztes Mal Handballgeschichte zu feiern. BSV-Manager Peter Prior eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf glorreiche Momente – unter anderem den Challenge-Cup-Sieg 2005, als die Halle aus allen Nähten platzte. Auf der Tribüne saß auch eine ganz besondere Legende: Jara Ivancikova (68), die den BSV vor 36 Jahren mit ihren Toren in die 1. Liga warf. Stehende Ovationen begleiteten ihren Auftritt – die Freude und Rührung standen ihr ins Gesicht geschrieben.
Stars von einst kehren zurück aufs Spielfeld
22 All-Stars liefen in die Halle ein, viele mit ihren Kindern an der Hand. Mit dabei unter anderem Stefanie Melbeck, traditionsgemäß mit der Rückennummer 77 und Sohn Kjell. Auch Jessica Inacio und Jana Podpolinski zeigten, dass sie nichts von ihrem Spielverständnis eingebüßt haben. „Die Spielzüge kannten wir noch – nur die Beine waren nicht mehr so schnell“, sagte Inacio lachend, die mit vier Treffern überzeugte.
Selbst Maskottchen Hasi stand zeitweise im Tor, Trainerin Heike Axmann wechselte sich selbst ein und traf per Heber. Höhepunkte waren auch die Einwechslungen von Andrea Bölk und Christin Becking, die für ihre Verdienste um den Verein geehrt wurde – Becking mit einem Trikot für „20 Jahre gute Seele der Geschäftsstelle“.
Ein Spiel voller Spaß – und Symbolkraft
Die Zuschauer erlebten nicht nur ein mitreißendes 37:37-Unentschieden, sondern vor allem ein Fest des Handballs. Tänze auf dem Spielfeld, Seitenwechsel, ein Siebenmeter-Special – das Spiel stand ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Rückblick und Dankbarkeit. „Lasst uns die Begeisterung und die Werte mit in die neue Halle nehmen“, so Prior zum Abschluss.
Mit stehenden Ovationen endete ein legendärer Abend – der letzte in der Halle Nord, aber der Beginn eines neuen Kapitels für den BSV.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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