Beirat der K&S-Gruppe tagt in Buxtehude: "Die Pflege nicht schlechtreden"

Vorstands- und Beiratsmitglieder der K&S-Unternehmensgruppe trafen sich in der Buxtehuder Seniorenresidenz (v.li.): Manuela Jähn, Rudolf Priemer, Dr. Ulrich Krantz, Georg Krantz, Ole von Beust, Ulla Schmidt, und Peter Zippler Foto: tk
  • Vorstands- und Beiratsmitglieder der K&S-Unternehmensgruppe trafen sich in der Buxtehuder Seniorenresidenz (v.li.): Manuela Jähn, Rudolf Priemer, Dr. Ulrich Krantz, Georg Krantz, Ole von Beust, Ulla Schmidt, und Peter Zippler Foto: tk
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Beirat der K&S-Gruppe mit Ole von Beust und Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt tagte in Buxtehude

tk. Buxtehude. An dem Begriff "Pflegenotstand" stört sich Dr. Ulrich Krantz, Vorsitzender des Vorstands der K&S Unternehmensgruppe, die unter anderem die K&S-Seniorenresidenz in Buxtehude betreibt. "Wir haben in Deutschland eine gute Versorgungsstruktur", sagt er. Das Wort "Notstand" zeichne ein negatives Bild, das so nicht zutreffe. Weder generell und schon gar nicht auf die Einrichtungen der K&S-Gruppe. 

Am Dienstag trafen sich Mitglieder des K&S-Vorstands mit dem Beirat, der mit Ole von Beust (CDU) sowie Ex-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) prominente Mitglieder hat.
Ulla Schmidt betonte dabei, dass das Interesse an Themen rund um die Pflege stark zugenommen habe. Der Grund: Die mittlere Generation, altersmäßig selbst noch weit weg von der eigenen Pflegebedürftigkeit, sei in steigendem Maße mit der Betreuung der eigenen Eltern konfrontiert. Ähnlich wie Ulrich Krantz will die SPD-Bundestagsabgeordnete die Gesamtsituation der Pflege in Deutschland nicht schlechtreden. "Es ist schon viel Positives passiert und wir haben noch viel vor."  Der Fachkräftemangel sei ihrer Ansicht nach das derzeit größte Problem. Hier sieht sie aber durch die generalisierte Ausbildung (Kranken-, Kinder und Altenpfleger werden gemeinsam geschult) Chancen auf eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Berufs des Altenpflegers. "Der Job wird aufgewertet."

Die Ex-Ministerin geht auch davon aus, dass es beim Thema Gehalt Bewegung geben werde. Bei dieser Aussagen hakte Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Ole von Beust nach und stellte die entscheidende Frage: "Wer soll das bezahlen?" Der Grundgedanke für die Zukunft müsse die Frage sein, ob Pflege im Alter als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werde. Das hätte weitreichende Folgen. Denn ein Teil der notwendigen Mittel müsste dann aus Steuereinnahmen finanziert werden. Das sei eine unpopuläre Wahrheit, die aber deutlich ausgesprochen werden müsse.

K&S-Vorstandschef Dr. Ulrich Krantz hob mit Blick auf das eigene Unternehmen hervor, dass dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegengetreten werden können. "Etwa durch die Gestaltung von Dienstplänen, die die Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Bewohner einbeziehen."  Bei K&S gebe es 40 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege. Was für ihn die Arbeit in der Pflege positiv auszeichnet und von anderen Jobs unterscheidet, ist die unmittelbare Reaktion der Menschen, wenn sie gut betreut werden: "Ein Lächeln zeigt, dass wir einen guten Job machen!"

Die K&S-Unternehmensgruppe hat ihren Sitz in Sottrum (Kreis Rotenburg). Aktuell werden in 33 Seniorenresidenzen in verschiedenen Bundesländern rund 4.000 Menschen vollstationär betreut. Außerdem gehören zehn ambulante Pflegedienste, sechs Tagespflegeeinrichtungen und 474 Apartments für betreutes Wohnen zur Unternehmensgruppe.
Weitere Infos www.ks-gruppe.de

Autor:

Tom Kreib

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