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Mitarbeiter des Buxtehuder Ordnungsamtes sind oft mit der Feuerwehr im Einsatz

Am Freitag brannte ein Bauernhaus nieder...
Warum Thorsten Gloede von der Stadtverwaltung häufig vor Ort dabei ist

tk. Buxtehude. Mittwochabend in der vergangenen Woche: In einem großen Mehrfamilienhaus an der Konopkastraße in Buxtehude ist ein Brand in einer Küche ausgebrochen. Alle Bewohner müssen evakuiert werden. Im Einsatz mit dabei: Thorsten Gloede, der Fachgruppenleiter Sicherheit und Ordnung der Buxtehuder Stadtverwaltung. Freitagmorgen, kurz nach acht Uhr: Bei einem Großfeuer brennt ein unbewohntes, reetgedecktes Bauernhaus am Buxtehuder Stadtrand nieder. Neben 150 Einsatzkräften der Feuerwehr ist auch dieses Mal Thorsten Gloede wieder vor Ort. Rückt er immer mit der Feuerwehr aus?, wollte das WOCHENBLATT wissen.

"Drei Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben einen Funkmeldeempfänger wie die Feuerwehr", erklärt Gloede. Er begleite nicht jeden Einsatz, wenn es aber ein größeres Feuer oder Unglück gebe, müsse das Ordnungsamt vor Ort sein. "Die Feuerwehr soll sich aufs Löschen konzentrieren. Wir kümmern uns um andere Dinge." 

Beim Brand im Mehrfamilienhaus hatte Gloede zum Beispiel die Unterbringung der Evakuierten in zwei Turnhallen als Notunterkünfte vorbereitet. Das war am Ende aber nicht mehr nötig, weil alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Am Freitag sorgte er dafür, dass die Dammhauser Straße nach dem ersten längeren Stau so gesperrt wurde, dass der Verkehr über eine Umleitung abfließen könnte.

Außerdem sei sein Fachbereich bei Einsätzen gefordert, weil die Stadt offiziell der Dienstvorgesetzte der Freiwilligen Feuerwehr sei. "Es gibt bestimmte Entscheidungen, die muss die Stadt treffen", so Gloede. Beispiel: Jüngst wurde die B73 in Ovelgönne durch einen Wasserrohrbruch unterspült. "Die Entscheidung, ob komplett oder teilweise gesperrt werden muss, treffen wir", sagt der Fachgruppenleiter. Je nach Bedarf, holt er weitere Experten, etwa Ingenieure, dazu.

Dabei greifen Gloede und seine Kollegen immer auf einen Notfallplan zurück, in dem für alle nur erdenklichen Unglücke und Katastrophen die richtigen Ansprechpartner aufgelistet sind. So konnte etwa beim Großbrand von Reincke im Gewerbegebiet im August 2016 sehr schnell ein großer Kran an den Unglücksort geordert werden.

Thorsten Gloede und seine Kollegen sind auch froh, wenn der Funkmeldeempfänger nicht piept. Im Zweifelsfall geht die Begleitung bei Notfällen immer vor. Am Mittwochabend sollte der Fachbereichsleiter eigentlich im Wirtschaftsausschuss zum Thema verkaufsoffene Sonntage berichten. Einsatzbedingt war er verhindert.