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Badminton-Ass Tim Haller trainiert für Paralympics in Tokio

Das Team um den Badminton-Crack (v.li.): Andreas Sommer, Hans-Joachim Pankel, Katja Oldenburg-Schmidt, Tim Haller, Stefanie Teske, Rose Mary Haller, Petra Pankel und Heike Koch Foto: Schinner
Aktionsbündnis unterstützt den Para-Badmintonspieler aus Buxtehude

tk. Buxtehude. Tim Haller (23) hat ein großes Ziel vor Augen: die Paralympics 2020 in Tokio. Die Chancen stehen gut, dass der Sportler aus Buxtehude dabei sein wird. Denn er ist aktuell die Nummer 13 in der Weltrangliste der Para-Badmintonspieler. Seine Pläne stellte er jüngst in der Sparkasse Harburg-Buxtehude vor, die den jungen Sportler unterstützt.

Erst kürzlich ist Haller mit zwei Bronzemedaillen von einem internationalen Turnier aus Brasilien zurückgekehrt. Im Einzel und im Doppel erreichte er die Podestplätze. Der Badminton-Crack spielt beim BSV. Sein Erfolg kommt nicht von ungefähr: Bis zu zehn Stunden in der Woche trainiert Haller. Hinzu kommen Trainingseinheiten im Olympia-Stützpunkt in Hamburg sowie regelmäßiges Lauftraining. 

Badminton ist bei den Hallers eine Familiensache. Seine Mutter spielt ebenfalls und Tim Haller wurde es irgendwann zu langweilig, nur zuzuschauen. "Das Badminton-Fieber hatte mich schnell gepackt", sagt Haller. Der Sport mache "mega viel Spaß" und fordere läuferische und konditionelle Power.

Tim Haller tritt bei den Para-Wettkämpfen an, weil er eine rechtsseitige Spastik in Arm und Bein und eine hochgradige Innenohrschwerhörigkeit hat. Für ihn macht das im Training keinen Unterscheid. "Egal was ansteht, ich ziehe immer mit anderen gleich." 

Es ist ein breites Bündnis vieler Akteure, das Haller unterstützt. Mit Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt kam er während der Sportlerehrung ins Gespräch. Um sich den sportlichen Traum von Tokio erfüllen zu können, fehlten noch 9.000 Euro in seinem Etat. Oldenburg-Schmidt stellt den Kontakt zum Sparkassen-Vorstandschef Andreas Sommer her und die notwendige Summe kam zusammen. BSV-Geschäftsführerin Stefanie Teske freut sich, diesen Ausnahmesportler in den Reihen des Vereins zu haben. "Tim ist ein Aushängeschild für den BSV und ein Paradebeispiel für Inklusion."

Unterstützung erfährt der Sport-Crack auch von seinem Arbeitgeber Pankel aus Harsefeld. Dort arbeitet Tim Haller in der Wagenaufbereitung. Seine Chefs stellen ihn für Wettkämpfe, die überall auf der Welt stattfinden, frei. 

Der Ausnahmesportler aus der Estestadt wird von seinem Arbeitgeber, der Hansestadt Buxtehude und der Sparkasse Harburg-Buxtehude tatkräftig gefördert. Das gemeinsame Ziel: Ein Goldmedaillengewinner in Tokio, der aus Buxtehude kommt.