Wie ein echtes Unternehmen

Bianca Bohn und Karolin Jonker an der Bohrmaschine
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An der Oberschule Freiburg lernen Schüler in eigenen Firmen / Blick auf die "Baustelle"

sb. Freiburg. Der Name ist Programm: "Baustelle" heißt eine der drei Schülerfirmen an der Oberschule Nordkehdingen. Insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler der neunten Hauptschulklassen schmeißen in diesem Schuljahr das junge Unternehmen unter der Leitung von Lehrer Benjamin Schägner.

"Die Schülerfirmen sind an unserer Schule Teil der Berufsvorbereitung, die Teilnahme ist in der neunten Klasse Pflicht", sagt Schägner. Wie im richtigen Berufsleben beginnt alles mit einer klassischen schriftlichen Bewerbung. Wird diese für gut befunden - eventuell muss der Bewerber nachbessern -, folgt ein Vorstellungsgespräch. Steht dann schließlich das Firmenteam, kann die Arbeit in der Baustelle bzw. in der Fahrradwerkstatt und im Bistro beginnen.

Heute auf dem Programm der "Baustelle": die Produktion von Schlüsselbrettern. "Weil es das erste Projekt des Schuljahres ist, wird das Material gestellt", erklärt Benjamin Schägner. "Später müssen die jungen Leute die Werkstoffe selbst besorgen und auch die Kosten für Ein- und Verkauf ermitteln." Denn wie im richtigen Leben soll die Firma profitabel sein. Dazu gehört auch, laufende Posten wie die Gebühren für das Firmenkonto zu erwirtschaften.

In diesem Schuljahr gehören zum Baustellen-Team viele Mädchen. "Ich baue und repariere auch zuhause gern", sagt Karolin Jonker (15). "Mit meinem Bruder habe ich schon Hundehütten und ein Schuhregal gebaut." Marlena Knigga (14) hat sich bei der Schülerfirma für das Sekretariat entschieden. "Da kann ich Büroarbeit erledigen und zwischendurch auch mal an der Werkbank stehen", sagt sie. "Das hilft mir später bestimmt bei der Entscheidung, ob ich etwas Handwerkliches oder Kaufmännisches machen will." Seliem Graiaa (16) war zunächst in der Schülerfirma "Bistro". "Da hat es mir nicht so gut gefallen, deshalb habe ich gewechselt", sagt er. "Die handwerkliche Arbeit macht mir viel mehr Spaß und ich habe auch schon ein Praktikum als Maurer gemacht."

Ziel der Schülerfirmen ist, die Jugendlichen in verschiedenen Bereichen fit fürs Berufsleben zu machen. "Dazu gehört, handwerkliche Fähigkeiten zu entdecken und betriebswirtschaftlich zu schulen", sagt Benjamin Schägner. "Gleichzeitig entwickeln die Schülerinnen und Schüler Selbstbewusstsein, weil sie etwas Neues ausprobieren und entdecken, was in ihnen steckt."

Die schicken handgemachten Schlüsselbretter werden übrigens bei einer schulinternen Veranstaltung Ende November verkauft. Nächste mögliche Projekte der "Baustelle" sind die Herstellung von Frühstücksbrettchen oder Insektenhotels.

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