Kehdinger Feuerwehren üben Großtierrettung
Einsatzmeldung „Kuh in Güllegrube“

Übung am Pferdedummy "Hope" | Foto: www.comcavalo.de
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Buchholz
Alkoholisiert: Erst gestürzt, dann mit Pkw losgefahren

Durch andere Verkehrsteilnehmer wurde am Freitagmittag, 18. September, ein Fahrzeugführer gemeldet, der zuvor auf einem Parkplatz gestürzt und dann mit einem PKW weggefahren sei. An einer Haltelinie treffen die eingesetzten Polizeibeamten auf den Fahrzeugführer und können eine Alkoholisierung und weitere, körperliche Einschränkungen als Ursache für den Sturz feststellen. Ein Atemalkoholtest ergibt einen Wert von 2,45 Promille. Es wird ein Strafverfahren eingeleitet, eine Blutprobe entnommen und...

Blaulicht

Neu Wulmstorf
Stretch-Limousine ohne Versicherungsschutz - auch lange Anzeigenliste

Eine Kontrolle einer Stretch-Limousine auf dem Autohof Rade an der BAB1 endet am späten Samstagnachmittag (19. September) mit diversen Strafanzeigen. Der Versicherungsschutz des fast neun Meter langen Fahrzeugs ist erloschen und das Fahrzeug seit Anfang des Monats außer Betrieb gesetzt. Gegen den Fahrzeugführer sowie den Halter der Stretch-Limousine werden Strafverfahren u.a. wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet. Die Weiterfahrt mit der...

Blaulicht

Tödlicher Verkehrsunfall in Ahlerstedt
Motorradfahrer stirbt nach Zusammenstoß

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Ahlerstedt ist am Montagmittag ein 40 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Seine 27-jährige Mitfahrerin wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus gebracht. Der Unfall ereignete sich gegen 12.20 Uhr auf der Straße Großer Damm. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 40-Jährige aus der Region Hannover mit einer Harley-Davidson aus dem Ortskern von Ahlerstedt in Richtung Ahrensmoor unterwegs. Auf dem Motorrad...

Blaulicht

Welle
Tödlicher Unfall auf der B3 in Welle: Fußgänger von Auto erfasst

Ein Mann wollte in Welle eine Straße überqueren. Dabei wurde er von einem Pkw  von einem Autofahrer erfasst und tödlich verletzt worden. Nach ersten Polizeiangaben wollte der Mann gegen 15.15 Uhr die Bundesstraße 3 in Höhe der Straße "Am Kamp" überqueren. In diesem Bereich führt der Fußgängerweg über die Straße. Auf der Bundesstraße gilt dort Tempo 70. Dashcam zeigt tödlichen Unfall  Beim Überqueren der Straße wurde der Mann von einem Fahrzeug erfasst, der in Richtung Welle fuhr. Der Passant...

Blaulicht

Seevetal
Tesla ohne Strom stehengeblieben, Fahrer unter "Strom" gefahren

Am frühen Morgen des 20. Septembers erhielt die Polizei der Gemeinde Seevetal eine Mitteilung über einen liegengebliebenen Pkw. Bei dem besagten Pkw handelte es sich um einen Tesla, welcher aufgrund mangelnder Stromversorgung an der Hanstedter Straße zum Stehen gekommen war und nicht mehr weiterfahren konnte. Vor Ort stellen die Polizisten ebenfalls den Fahrer des Teslas fest, bei diesem ist ein deutlicher Alkoholgeruch wahrzunehmen. Die männliche Person räumt gegenüber der Polizei den...

Blaulicht

Buchholz
Einbruch in ein Einfamilienhaus

Während der Abwesenheit der Hauseigentümer begaben sich in der Buchholzer Märchenstraße im Zeitraum von Freitagmorgen bis Samstagvormittag, 18./19. September bislang unbekannte Täter auf die Rückseite eines Grundstückes. Hier drangen sie durch Gewalteinwirkung auf die Terrassentür in das Einfamilienhaus ein. Die Räume des Hauses wurden betreten und durchsucht, anschließend flohen die Täter in unbekannte Richtung. Wer Hinweise zum Sachverhalt geben kann, wendet sich bitte an die...

Blaulicht

Bei Herz-Stillstand entscheiden die ersten Minuten
Lebensretter in Gräpel: Neue AED-Gruppe der Feuerwehr ist einsatzbereit

Wenn das Herz plötzlich stillsteht, zählt jede Minute. In Gräpel gibt es deshalb jetzt zusätzliche Hilfe: Seit Kurzem ist die neue AED-Gruppe der Ortsfeuerwehr offiziell einsatzbereit. Speziell geschulte Feuerwehrleute können bei medizinischen Notfällen mit der Wiederbelebung beginnen und einen Defibrillator einsetzen, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Eine Besonderheit: Die Gräpeler Einheit ist bereits die 50. Feuerwehr-AED-Gruppe im Landkreis Stade. Mehr als ein Jahr Arbeit steckt in...

Blaulicht

Welle
Nach tödlichem Unfall auf der B3 - Anwohner fordern mehr Sicherheit

Der tödliche Verkehrsunfall am 18. September 2026 an der B3 in Höhe der Straße Am Kamp in Welle hat nicht nur bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für große Bestürzung gesorgt. Rund 65 von ihnen versammelten sich jetzt, um gemeinsam ihres verstorbenen Nachbarn zu gedenken, Geschlossenheit zu zeigen und ihre Forderung nach mehr Verkehrssicherheit zu unterstreichen.  Wie berichtet, war an dem Freitag gegen 15.15 Uhr ein 67-jähriger Mann beim Überqueren der B3 von einem Pkw erfasst worden und noch...

Blaulicht

Feuerwehrübung in Tostedt
Keine Sorge, wenn etliche Feuerwehrfahrzeuge durch die Gemeinde fahren

Nicht wundern und besorgt sein, wenn am Samstag, 26. September 2026, im Bereich Tostedts viele Feuerwehrfahreuge zu sehen sind, Dabei handelt es sich um eine größere Feuerwehrübung, an der die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Süd des Heidekreises beteiligt ist. Zwischen 10 und etwa 15 Uhr werden vom Schützenplatz in Tostedt aus zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge auf den Straßen im Bereich Tostedt unterwegs sein und von dort den Übungsort anfahren. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft bittet...

Blaulicht
Die Polizei griff bei den Streitereien der Jugendlichen ein | Foto: André Welle
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Stadtfest Buchholz
Polizeieinsatz - Vandalismus und Gruppenschlägerei

Mit Ausnahme einer größeren Schlägerei, die sich aber erst nach dem späten Stadtfestende zu Samstag zwischen zwei streitenden Personengruppen ereignet hatte und keine Unbeteiligten traf, verlief das alle Tage sehr gut besuchte Stadtfest aus polizeilicher Bewertung insgesamt friedlich. Dennoch kam es zu einigen Einzelfällen körperlicher Auseinandersetzungen oder Sachbeschädigungen: In der Nacht von Samstag auf Freitag wurden einige Stände und umliegende Geschäfte an den Fenstern beschädigt. Am...

„Mein Pferd ist in einen Graben gerutscht und kommt nicht mehr raus." "Verkehrsunfall mit einem PKW mit Pferdeanhänger." "Ein Rind ist in die Güllegrube gefallen.“ Jeden Tag gehen solche oder ähnliche Anrufe bei den Leitstellen der Feuerwehren ein. Die Zahl der Rettungseinsätze für große Tiere, die in eine Notlage geraten sind, nimmt kontinuierlich zu. Tierbesitzer – ob Landwirt oder Freizeitreiter – vertrauen in solchen Situationen auf die Feuerwehr. Die große Mehrheit der Einsatzkräfte ist jedoch nach wie vor nicht auf die speziellen Anforderungen und Risiken von Großtierrettungseinsätzen vorbereitet, denn anders als beispielsweise in England steht die technische Großtierrettung nicht auf dem Standardausbildungsplan für Rettungskräfte.

Noch nicht, muss man sagen, denn das ändert sich gerade. Immer mehr Feuerwehren entwickeln ein Bewusstsein für die speziellen Gefahren und Herausforderungen von Großtierrettungseinsätzen und entscheiden sich, ihre Einsatzkräfte schulen zu lassen. So auch kürzlich im Land Kehdingen. 20 Rettungskräfte verschiedener Feuerwehren sowie Reiter und Tierärzte trafen auf der Reitanlage Lichtenberg in Drochtesen auf Michael Böhler, Großtierrettungstrainer aus Schleswig-Holstein, und seinen professionellen Rettungsdummy „Hope“.

Zu Beginn des Trainingstages erhielten die 21 Frauen und Männer zunächst wichtige Hintergrundinformationen, z.B. zur richtigen Einschätzung des Verhaltens von Menschen und Tieren unter Stress. Der Bezug zur Praxis wurde anschaulich anhand mehrerer, teils haarsträubender Einsatzvideos hergestellt. Nach zwei Stunden ging es dann raus ins Gelände, um das erlernte Wissen bei verschiedenen Einsatzszenarien zu üben.

Einsatzübungen mit lebensgroßem Rettungsdummy „Hope“

Bevor es zur ersten Übung ging, legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönliche Schutzausrüstung an, die auch im Einsatz unbedingte Pflicht ist. Dann wurde der lebensgroße Rettungsdummy des Trainers entladen. Die Stute „Hope“ ist ein professioneller Pferdedummy, wiegt zirka 200 Kilogramm und hat bewegliche Gelenke wie das lebendige Vorbild. Ihr großer Vorteil: Sie lässt alle Übungen und auch Fehler, die beim Training gemacht werden dürfen, geduldig über sich ergehen.

Die Teilnehmer lernten an und mit Hope, wie eine Großtierrettung ablaufen sollte. Dabei kamen auch Spezialwerkzeuge zum Einsatz. Diese wurden für die technische Großtierrettung entwickelt und sind geeignet, Tiere schonend und schmerzfrei zu befreien, ohne dass die Rettungskräfte dem Tier zu nahe kommen müssen.

Geübt wurden verschiedene praxisnahe Situationen wie die Rettung aus einem Graben, die Rettung aus einem verunfallten Transporter und auch eine Rettung mittels Hebegeschirr unter Einsatz eines Krans. Der kann übrigens in den allermeisten Fällen in der Fahrzeughalle bleiben. „90 Prozent aller Rettungen lassen sich mit reiner Muskelkraft bewältigen“, bestätigt Michael Böhler. 

Hintergründe

Bis vor wenigen Jahren gab es in Deutschland keine qualifizierte Ausbildung zur Vorbereitung auf Großtierrettungseinsätze. 2016 lernte Lutz Hauch das in England entwickelte Konzept der technischen Großtierrettung kennen und begann, es in Deutschland bekannt zu machen. Heute gehört das Konzept in vielen Ländern weltweit zur Standardausbildung für Rettungskräfte. 

In Deutschland verfügen bis heute 394 von insgesamt rund 22.300 registrierten Feuerwehren über in der technischen Großtierrettung ausgebildete Einsatzkräfte.

Übung am Pferdedummy "Hope" | Foto: www.comcavalo.de
Realistisch: Die Übungen erfolgten in unwegsamem Gelände | Foto: www.comcavalo.de
Die Feuerwehrleute lernten den richtigen Umgang mit verunglückten Großtieren | Foto: www.comcavalo.de
Bergung eines verunglückten Pferdes im Transportanhänger | Foto: www.comcavalo.de
Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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