Andrea G. ist gestorben: Schoss Adolf G. seiner Frau in den Kopf, weil sie einen anderen Mann liebte?

Andrea G. zog kurz vor Weihnachten aus dem gemeinsamen Haus aus | Foto: oh
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Bargeld erbeutet, Automat zerstört
Fahrkartenautomat in Hammah aufgebrochen

Unbekannte Täter haben am Bahnhof in Hammah einen Fahrkartenautomaten aufgebrochen und Bargeld gestohlen. Die Beute fiel zwar gering aus, doch der Automat wurde bei der Tat so stark beschädigt, dass er nicht mehr betriebsbereit war. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Aufbruch zwischen Dienstagabend, 22 Uhr, und Mittwochmorgen, 4.50 Uhr. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, steht bislang nicht fest. Die Polizei Himmelpforten bittet Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige...

Blaulicht
Der Wagen des 50-jährigen Buxtehuders überschlug sich | Foto: Polizeiinspektion Stade
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Sekundenschlaf am Steuer
Auto überschlägt sich in Sauensiek, Fahrer schwer verletzt

Sekundenschlaf mit schweren Folgen: Ein 50-jähriger Autofahrer aus Buxtehude ist am Mittwochnachmittag in Sauensiek gegen eine Ampelanlage geprallt und hat sich mit seinem Nissan überschlagen. Der Wagen blieb auf der Fahrerseite liegen. Der schwer verletzte Mann konnte sich nicht selbst befreien. Gegen 16.15 Uhr war der Buxtehuder mit seinem Nissan Qashqai auf der Hauptstraße aus Richtung Beckdorf unterwegs. Nach Angaben der Polizei schlief er offenbar für einen kurzen Moment am Steuer ein und...

Blaulicht

Feuerwehr-Nachwuchs in Oldendorf-Himmelpforten
29 Einsatzkräfte bestehen QS1-Prüfung

Erfolgreicher Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung: 29 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten haben den Kompetenznachweis der Qualifikationsstufe Einsatzfähigkeit (QS1) bestanden. Damit haben sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur voll ausgebildeten Feuerwehreinsatzkraft geschafft. Große Freude bei den Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten: Nach einer mehrwöchigen Ausbildung und einem abschließenden Prüfungstag haben...

Blaulicht
Der Rettungskräfte ließ die eingeschlossenen Personen aus dem Fahrstuhl | Foto: Feuerwehr Buchholz
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Buchholz
Aufwändige Rettung aus Aufzug am Bahnhof Buchholz

Am frühen Donnerstagabend, 15. Oktober,  wurden zuerst die Werkfeuerwehr der Deutschen Bahn und darauffolgend auch die Feuerwehr Buchholz und der Rettungsdienst zum Bahnhof in Buchholz alarmiert. In einem der Aufzüge die Reisende zu den Bahnsteigen befördern sollen, kam es zu einem technischen Defekt. Der Aufzug steckte mit sieben Personen zwischen den Etagen fest und ließ sich durch die Feuerwehr nicht mehr bewegen. Auch ein hinzugerufener Techniker konnte den Aufzug nicht in eine korrekte...

Blaulicht

Feuerwehreinsatz im Bredenweg
Starke Rauchentwicklung in Marxen: Feuerwehr kontrolliert Heizungsraum

Eine starke Rauchentwicklung in einem Heizungsraum hat am Mittwochabend einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Marxen ausgelöst. Gegen 20.09 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Gebäude im Bredenweg alarmiert. Vor Ort stellten die Feuerwehrleute fest, dass der Heizungsraum stark verraucht war. Ein Trupp unter Atemschutz verschaffte sich Zugang zu dem Raum und leitete umgehend Belüftungsmaßnahmen ein. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte die Heizungsanlage mithilfe einer...

Blaulicht

Diesel-Diebstahl auf A1-Parkplatz
Unbekannte zapfen 600 Liter Kraftstoff ab

Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag, 15. Oktober, auf dem A1-Parkplatz Stellheide bei Regesbostel rund 600 Liter Diesel aus einem geparkten Sattelzug gestohlen. Der entstandene Schaden wird auf etwa 1.400 Euro geschätzt. Der Lkw-Fahrer aus Gütersloh hatte seinen Sattelzug am Mittwoch gegen 16 Uhr auf dem Parkplatz in Fahrtrichtung Bremen abgestellt, um dort seine Ruhepause einzulegen. Als er am Donnerstagmorgen gegen 3 Uhr seine Fahrt fortsetzen wollte, bemerkte er den Diebstahl....

Blaulicht

Schläge mit Schlagstöcken und Holzlatten
Neue Erkenntnisse zur Massenschlägerei in Stade

(pau/jd). Blutüberströmte Männer hinter einer Sporthalle, brutale Schläger und ein Großeinsatz der Polizei: An der Berufsbildenden Schule III geriet am vergangenen Wochenende ein Streit beim Freizeitfußball völlig außer Kontrolle. Am Ende gab es mindestens sechs Verletzte, vier von ihnen mussten ins Krankenhaus. Und Stade steht erneut vor der Frage: Warum eskalieren Konflikte in der Hansestadt immer wieder derart heftig? Kurz vor 22 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Zeugen...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Einbrecher in Seevetal hebeln Terrassentür auf

Unbekannte Täter sind am Dienstag, 13. Oktober, in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Bürgermeister-Heitmann-Straße in Seevetal eingebrochen. Die Tat ereignete sich zwischen 13 und 20 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gelangten der oder die Täter vermutlich über den von einer hohen Hecke umgebenen Garten auf die Terrasse der Wohnung. Dort hebelten sie mit einem unbekannten Werkzeug die Terrassentür auf und verschafften sich so Zutritt. Anschließend durchsuchten sie die...

Blaulicht

Fall von "schwerer Kindesmisshandlung"
Sechsfachmord von Stade: Gutachten bestätigt Schütteltrauma bei Baby

Es gibt neue Erkenntnisse zur Vorgeschichte der Stader Bluttat vom 29. Juni mit sechs Toten: Bereits im April vermuteten Ärzte eine schwere Misshandlung der kleinen Tochter des mutmaßlichen Täters Fatih G. Die Eltern bestritten die Vorwürfe. Jetzt erhärtet ein medizinisches Gutachten den damaligen Verdacht. Auch die Rolle der mutmaßlichen Fluchtwagenfahrerin wirft weiterhin Fragen auf. Es war offenbar der Ausgangspunkt einer verhängnisvollen Entwicklung, die in einer unfassbaren Gewalttat...

Blaulicht

Streit in Stade-Bützfleth eskaliert
Polizeihund beißt 40-Jährigen

Schon wieder ist ein Streit in Stade eskaliert: Nachdem es erst am vergangenen Freitagabend eine große Schlägerei mit 50 Beteiligten und mehreren Verletzten gegeben hat, ist es am Dienstagnachmittag zwischen zwei Familien in Stade-Bützfleth zu einem Streit gekommen. Die Polizei rückte mit sechs Streifenwagen zu einer Auseinandersetzung aus, an der zunächst rund 15 Menschen beteiligt waren. Als ein 40-Jähriger trotz mehrfacher Warnungen versuchte, an den Beamten vorbeizukommen, wurde ein...

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Andrea G. ist Sonntag verstorben. Das teilte die Polizei am Montagvormittag mit. Wie das WOCHENBLATT berichtet hatte, wurde der 40-Jährigen von ihrem Mann, dem bekannten Hamburger Frauenarzt Adolf G. (70), am Donnerstag auf dem Reiterhof "Ernst" in Marxen (Samtgemeinde Hanstedt) in den Kopf geschossen. Nach seiner Bluttat hatte sich der Gynäkologe selbst eine Kugel in den Kopf geschossen.
Über die Hintergründe der Tat wird weiterhin spekuliert. An­drea G. soll kurz vor Weihnachten ihren Mann verlassen haben. Sie soll bereits seit Monaten ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann gehabt haben, der sein Pferd ebenfalls auf der Reitanlage in Marxen untergestellt hat.
Einen Tag vor dem Unglück, so berichten Zeugen, kam es zu einem lautstarken Streit zwischen den Männern. Hatte Adolf G. da erfahren, dass seine Frau ihn bereits länger betrog?

mum. Marxen. Auch ein paar Tage nach den schrecklichen Ereignissen im beschaulichen Marxen sind die Menschen sprachlos. Warum hat Adolf G. (70.) seine Frau Andrea G. (40) in den Kopf geschossen und dann sich selbst getötet? Andrea G. erlag vier Tage später ihren schweren Verletzungen. Niemand hätte es für möglich gehalten, dass so etwas in unmittelbaren Nähe geschehen würde. Vor allem aber: Niemand hätte Adolf G., den viele als sehr charismatisch, sympathisch und bescheiden beschreiben, so eine Tat zugetraut. „Er war immer so freundlich und ausgeglichen“, sagt eine Freundin der Familie. Nie sei er zornig gewesen. Die Frau fragt sich jetzt, was hat ihn zu dieser Tat getrieben?

Inzwischen gibt es zumindest mehr Informationen darüber, was sich auf dem Hof abgespielt hat. Andrea G. hatte gerade eine Reitstunde beendet. Sie unterrichtete unter anderem Westernreiten. „Plötzlich hörte ich ihren panischen Schrei. Dann rief sie: ,Adolf, bist du verrückt geworden? Nimm die Knarre runter!“, schildert Reiterhof-Besitzer Horst Ernst (71) in verschiedenen Medien die Momente vor der Tat. Dann fallen die Schüsse. Ernst: „Ich bin sofort hin. Die Frau lag mit einem Loch im Kopf vor der Reithalle. Ihr Ehemann war weg.“
Der Reiterhof-Besitzer alarmiert Rettungskräfte und Polizei. Die Beamten sind schnell vor Ort und umstellen das Areal. Sie finden den leblosen Körper des 70-Jährigen auf dem angrenzenden Paddock. Er hatte sich bei seinen beiden Pferden „Merlin“ und „Fancy“ in den Kopf geschossen.

Laut Internet war Professor G. Experte für das Asherman-Syndrom (ein Gebärmutterleiden) und Mitte der 1980er Jahre Mitbegründer einer Frauen-Tagesklinik in Hamburg. Anfang Dezember war er noch zu einem Fachkonferenz nach Kuwait geflogen. Zuvor hatte er Vorträge in den USA und China gehalten. G. veröffentlichte mehrere Fachpublikationen.

Erst im Sommer hatte das Paar seine insgesamt drei Pferde auf dem Hof in Marxen eingestellt. Bekannte schildern die beiden als freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Sie soll ein großes Herz für Tiere gehabt haben. In ihrem bescheidenen Haus in Helmstorf lebten sie gemeinsam mit zwei Hunden und einer Katze.

Andrea und Adolf G. waren seit etwa 20 Jahren liiert. Es heißt, sie hätten sich in einem Lokal kennengelernt, in dem sie gekellnert habe. Vor knapp drei Jahren heirateten sie. Das Paar blieb kinderlos. Aus einer früheren Beziehung hatte Adolf G. zwei erwachsene Töchter. Ende des Jahres dann das Beziehungs-Aus. Andrea G. zog kurz vor Weihnachten aus dem gemeinsamen Haus und kam bei einer Freundin unter. Es heißt, sie habe bereits seit einiger Zeit eine Beziehung mit einem verheirateten Mann. Obwohl auch der sich von seiner Frau getrennt haben soll, wollten sie noch nicht zusammenziehen.
Bekannte berichten, auch der neue Freund habe sein Pferd auf dem Reiterhof in Marxen untergestellt. Einen Tag vor der Tat soll es dort zwischen den Männern eine lautstarke Auseinandersetzung gegeben haben. War das der Auslöser für die Schüsse?

Um die Haustiere kümmern sich jetzt Freunde; die Pferde werden im Reitstall versorgt. Es heißt, Adolf G. habe in seinem Haus eine Nachricht hinterlassen, was mit den Tieren geschehen soll. Bevor er seiner Frau und sich selbst das Leben nahm, galt sein Fürsorge ihnen.

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Andrea G. zog kurz vor Weihnachten aus dem gemeinsamen Haus aus | Foto: oh
In diesem bescheidenen Haus in Helmstorf haben Andrea und Adolf G. gewohnt
Die Polizei hat an der schlichten Haustür zwei Siegel angebracht
Andrea G. bei einer Reiterrallye. Musste sie sterben, weil sie einen anderen Mann liebte? | Foto: oh
Redakteur:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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