Andrea G. ist gestorben: Schoss Adolf G. seiner Frau in den Kopf, weil sie einen anderen Mann liebte?

Andrea G. zog kurz vor Weihnachten aus dem gemeinsamen Haus aus
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Jetzt ist es traurige Gewissheit: Andrea G. ist Sonntag verstorben. Das teilte die Polizei am Montagvormittag mit. Wie das WOCHENBLATT berichtet hatte, wurde der 40-Jährigen von ihrem Mann, dem bekannten Hamburger Frauenarzt Adolf G. (70), am Donnerstag auf dem Reiterhof "Ernst" in Marxen (Samtgemeinde Hanstedt) in den Kopf geschossen. Nach seiner Bluttat hatte sich der Gynäkologe selbst eine Kugel in den Kopf geschossen.
Über die Hintergründe der Tat wird weiterhin spekuliert. An­drea G. soll kurz vor Weihnachten ihren Mann verlassen haben. Sie soll bereits seit Monaten ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann gehabt haben, der sein Pferd ebenfalls auf der Reitanlage in Marxen untergestellt hat.
Einen Tag vor dem Unglück, so berichten Zeugen, kam es zu einem lautstarken Streit zwischen den Männern. Hatte Adolf G. da erfahren, dass seine Frau ihn bereits länger betrog?

mum. Marxen. Auch ein paar Tage nach den schrecklichen Ereignissen im beschaulichen Marxen sind die Menschen sprachlos. Warum hat Adolf G. (70.) seine Frau Andrea G. (40) in den Kopf geschossen und dann sich selbst getötet? Andrea G. erlag vier Tage später ihren schweren Verletzungen. Niemand hätte es für möglich gehalten, dass so etwas in unmittelbaren Nähe geschehen würde. Vor allem aber: Niemand hätte Adolf G., den viele als sehr charismatisch, sympathisch und bescheiden beschreiben, so eine Tat zugetraut. „Er war immer so freundlich und ausgeglichen“, sagt eine Freundin der Familie. Nie sei er zornig gewesen. Die Frau fragt sich jetzt, was hat ihn zu dieser Tat getrieben?

Inzwischen gibt es zumindest mehr Informationen darüber, was sich auf dem Hof abgespielt hat. Andrea G. hatte gerade eine Reitstunde beendet. Sie unterrichtete unter anderem Westernreiten. „Plötzlich hörte ich ihren panischen Schrei. Dann rief sie: ,Adolf, bist du verrückt geworden? Nimm die Knarre runter!“, schildert Reiterhof-Besitzer Horst Ernst (71) in verschiedenen Medien die Momente vor der Tat. Dann fallen die Schüsse. Ernst: „Ich bin sofort hin. Die Frau lag mit einem Loch im Kopf vor der Reithalle. Ihr Ehemann war weg.“
Der Reiterhof-Besitzer alarmiert Rettungskräfte und Polizei. Die Beamten sind schnell vor Ort und umstellen das Areal. Sie finden den leblosen Körper des 70-Jährigen auf dem angrenzenden Paddock. Er hatte sich bei seinen beiden Pferden „Merlin“ und „Fancy“ in den Kopf geschossen.

Laut Internet war Professor G. Experte für das Asherman-Syndrom (ein Gebärmutterleiden) und Mitte der 1980er Jahre Mitbegründer einer Frauen-Tagesklinik in Hamburg. Anfang Dezember war er noch zu einem Fachkonferenz nach Kuwait geflogen. Zuvor hatte er Vorträge in den USA und China gehalten. G. veröffentlichte mehrere Fachpublikationen.

Erst im Sommer hatte das Paar seine insgesamt drei Pferde auf dem Hof in Marxen eingestellt. Bekannte schildern die beiden als freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Sie soll ein großes Herz für Tiere gehabt haben. In ihrem bescheidenen Haus in Helmstorf lebten sie gemeinsam mit zwei Hunden und einer Katze.

Andrea und Adolf G. waren seit etwa 20 Jahren liiert. Es heißt, sie hätten sich in einem Lokal kennengelernt, in dem sie gekellnert habe. Vor knapp drei Jahren heirateten sie. Das Paar blieb kinderlos. Aus einer früheren Beziehung hatte Adolf G. zwei erwachsene Töchter. Ende des Jahres dann das Beziehungs-Aus. Andrea G. zog kurz vor Weihnachten aus dem gemeinsamen Haus und kam bei einer Freundin unter. Es heißt, sie habe bereits seit einiger Zeit eine Beziehung mit einem verheirateten Mann. Obwohl auch der sich von seiner Frau getrennt haben soll, wollten sie noch nicht zusammenziehen.
Bekannte berichten, auch der neue Freund habe sein Pferd auf dem Reiterhof in Marxen untergestellt. Einen Tag vor der Tat soll es dort zwischen den Männern eine lautstarke Auseinandersetzung gegeben haben. War das der Auslöser für die Schüsse?

Um die Haustiere kümmern sich jetzt Freunde; die Pferde werden im Reitstall versorgt. Es heißt, Adolf G. habe in seinem Haus eine Nachricht hinterlassen, was mit den Tieren geschehen soll. Bevor er seiner Frau und sich selbst das Leben nahm, galt sein Fürsorge ihnen.

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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