Gemeinde Hanstedt bittet darum, Enten und Fische nicht zu füttern / Brot ungesund für Vögel
Senioren sorgen für Rattenplage

Die Gemeinde Hanstedt hat Rattenköderboxen - wie diese vergleichbare in Buchholz - am Dorfteich aufstellen lassen
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  • hochgeladen von Anke Settekorn

mum. Hanstedt. Nachdem vermehrt Ratten im Bereich des Dorfteiches "Auewiesen" festgestellt wurden, hat die Gemeinde Hanstedt die Rattenbekämpfung mittels zugelassener Rattenköderboxen aufgenommen. Das teilt der stellvertretende Gemeindedirektor Horst-Elert Stödter jetzt mit.
Die Gemeinde hat auch eine Vermutung, warum die Nager sich zuletzt stark ausgebreitet haben. "Bereits mehrfach wurde vor Ort festgestellt, dass am Dorfteich Enten mit Brot und sogar mit Nudeln gefüttert werden", so Stödter. Teilweise würden die Vögel sogar mit extra dafür gekauftem Toastbrot gefüttert werden. "Leider ist der Irrglaube weit verbreitet, dass Brot ein sinnvolles Futtermittel für Wasservögel ist", so der stellvertretende Gemeindedirektor. Das Gegenteil sei der Fall. Das Brot macht Wasservögel krank. Es quillt im Magen auf und die Tiere können daran verenden. "Sehr häufig bekommen die Vögel zudem Durchfall, der dann auf der Wiese landet, wo unter anderem kleine Kinder spielen." Auch für die Fische ist das Brot nicht geeignet. Zudem schadet es dem Gewässer, weil eine Überdüngung erfolgt und der Sauerstoff entzogen wird.
Insbesondere lockt das Brot aber Ratten an. "Spricht man die meist älteren Personen an, dann hört man häufig: Ich füttere doch nur ein bisschen", so Stödter. "Das ist nicht das Problem, sondern dass es vielleicht zehn oder 15 Menschen am Tag machen." 15 Mal ein bisschen seien mehrere Kilogramm Brot.
"Viele Leute denken, dass sie den Enten etwas Gutes tun", so Stödter. Studien zufolge sei das Füttern für manche Menschen zudem ein sozialer Kontakt. Sie bekommen das Gefühl, dass sie gebraucht werden. Menschen machen oft Dinge, die Tieren nicht gut tun. "Sie wollen den Tieren eine Freude bereiten. Die Folgen werden häufig nicht erkannt." Stödter betont: "Enten brauchen nicht gefüttert zu werden. Das bestätigen auch die Naturschutzverbände." Gewöhnlich gründeln sie am Gewässergrund und nehmen dort das Futter auf - Wasserpflanzen und kleine Wassertiere. Auch in der kalten Jahreszeit gibt es für wilde Wasservögel ausreichend Futter.

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