Wolfs-Welpen beleben das Gehege

Wildpark-Wolfsexpertin Tanja Askani ist sehr glücklich über ihre vier Grauwolf-Welpen
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Wildpark Lüneburger Heide: Polarwölfin „Nitika“ ist eine prächtige Ersatzmutter für Wolfskinder.

mum. Hanstedt-Nindorf. Im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf tummeln sich vier neue Wolfskinder. Die zehn Wochen alten Grauwolf-Welpen sind aus einem anderen deutschen Tierpark in den Wildpark gekommen und werden liebevoll von Polarwölfin „Nitika“ umsorgt. „Nach einigen traurigen Ereignissen freuen wir uns umso mehr über die Welpen“, sagt Wolfsexpertin Tanja Askani.
Es ist nicht lange her, dass der Wildpark bei den europäischen Grauwölfen und auch bei den Polarwölfen mehrere Tiere altersbedingt verloren hatte. Viele Wildpark-Besucher kannten zum Beispiel Polarwolf „Nanuk“, der unglaubliche 16 Jahre alt wurde oder den Grauwolf „Shadow“ der mit 14 Jahren verstorben war. Jetzt blickt Tanja Askani aber nach vorn und freut sich sehr über die vier quirligen Welpen.
Vor etwa zwei Wochen kamen die europäischen Grauwölfe „Kolja“, „Vasja“, „Petja“ und „Mischa“ in die Heide. Sie stammen aus einem großen Wurf und mussten zugefüttert werden. „Dadurch sind sie nicht so scheu wie es Grauwölfe normalerweise sind“, so Askani. Nun sind sie gerade zehn Wochen alt und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit in eines der Gehege umgezogen.
Wie alle Tierkinder sind die Welpen verspielt, neugierig, unternehmungslustig und übermütig. Und wie alle kleinen Kinder brauchen sie eine Ganztagsbetreuung. Aus diesem Grund sind die Welpen zuerst ins Polarwolf-Gehege eingezogen. Die junge Polarwölfin „Nitika“ hat die Rolle als Nanny übernommen und ordentlich zu tun. Als erstes hat sie ein neues Kinderzimmer gebaut und trotz zweier bestehender Kunsthöhlen noch einen weiteren Bau für die Kleinen gegraben. Sie begleitet die Welpen auf Schritt und Tritt. „Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, welche hohe soziale Intelligenz und instinktsicheres Verhalten Wölfe besitzen. Obwohl es für Nitika die erste Welpenbegegnung ist, weiß sie intuitiv, was zu tun ist, was richtig ist oder nicht. Sie wurde auch sofort von den Kleinen akzeptiert“, berichtet Tanja Askani. Die Welpen können jetzt behütet aufwachsen. Später, wenn sie größer sind und das „Wolfseinmaleins“ beherrschen, werden sie ihr eigenes Gehege beziehen.
• Mehr Informationen im Internet unter www.wild-park.de

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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