Online-Infoabend am 14. Mai
Kommunale Wärmeplanung der Samtgemeinde Hanstedt wird öffentlich ausgelegt
- Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus: "Die Ergebnisse sind das Paradebeispiel für ländliche Kommunen"
- Foto: ce
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Die Analyseergebnisse der kommunalen Wärmeplanung der Samtgemeinde Hanstedt sind wenig überraschend: Aufgrund der großen Abstände zwischen Siedlungen und Häusern sowie fehlender Quellen von betrieblicher Abwärme kommen Wärmenetze - Stand heute - vermutlich nirgends in Frage. Sie wären nicht rentabel. Eine dezentrale Lösung ist daher laut der Samtgemeindeverwaltung notwendig. Und da schneidet die Wärmepumpe sowohl in der Klimafreundlichkeit als auch in der Effizienz bei weitem am besten ab. Die zukünftige Wärmeversorgung in der Samtgemeinde wird sich voraussichtlich auf Wärmepumpen und in einigen Fällen auf das Heizen mit Biomasse, etwa mit Holz oder Pellets, konzentrieren. Die Vertragspartner Tagueri Group und con|energy GmbH haben für die Wärmeplanung den „digitalen Zwilling“ des Samtgemeindegebietes ausgearbeitet und ihn mit Daten gefüllt. Alle Ergebnisse der Analyse sind in einem umfangreichen Bericht dargelegt, der auf hanstedt.de abrufbar ist.
„Diese Ergebnisse sind wohl das Paradebeispiel für ländliche Kommunen, und wir können an dieser Realität nichts ändern: Wärmenetze sind wünschenswert, brauchen aber eine Wärmequelle und müssen eine gewisse Effizienz erreichen", erklärt Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus. „Aber was nicht ist, kann ja noch werden.“
Warum sich die monatelange Datenerfassung und Analysearbeit trotzdem gelohnt hat, erklärt Miriam Potyka, Klimaschutzbeauftragte der Samtgemeinde: „Wir haben mit der kommunalen Wärmeplanung nun erstmals einen Status quo für das Gebiet der Samtgemeinde erfasst und den Weg in eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung aufgezeichnet. Mit diesem Fundament können wir realistische Maßnahmen gestalten und umsetzen.“. In den kommenden Jahren werde außerdem der Sachstand regelmäßig betrachtet und die Datengrundlage aktualisiert, die sogenannte Fortschreibung des Wärmeplans. Wenn sich die Möglichkeit für ein Wärmenetz noch ergebe, könne dieses theoretisch jederzeit umgesetzt werden.
Die öffentliche Auslegung des vorläufigen Schlussberichtes wurde jetzt durch den Samtgemeindeausschuss beschlossen. Sie findet vom 5. Mai bis 4. Juni statt. Das Dokument kann online oder auch in Papierform im Hanstedter Rathaus eingesehen werden. Am Mittwoch, 14. Mai, von 19 bis 20.30 Uhr bieten die Samtgemeinde und das Vertragsbüro gemeinsam eine Online-Infoveranstaltung für alle Interessierten an. Dort können Fragen zur ausliegenden Wärmeplanung gestellt und Unklarheiten ausgeräumt werden. Der Zugangslink ist auf hanstedt.de hinterlegt. Anmerkungen zum Bericht können am besten schon im Vorfeld per E-Mail an m.potyka@hanstedt.de geschickt werden.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.