jd. Stade. Großfeuer in Stade: Der Brand eines Wohnhauses hielt die Feuerwehr am Freitag in den frühen Morgenstunden in Atem. Gegen 2.30 Uhr wurde gemeldet, dass im Stader Ortsteil Haddorf ein Einfamilienhaus brennt. Als die Retter am Einsatzort direkt an der B 73 eintrafen, stand bereits der gesamte Dachstuhl lichterloh in Flammen und auch im Erdgeschoss wütete das Feuer. Auch Rettungswagen rückten an, doch schnell war klar, dass das Gebäude derzeit unbewohnt ist, weil es renoviert wird.

Nach Angaben von Feuerwehr-Pressesprecher Stefan Braun waren rund 110 Einsatzkräfte aus den beiden Zügen der Stader Feuerwehr sowie die Ortswehr Wiepenkathen vor Ort. Die B 73 wurde gesperrt, damit dort die zwei Stader Drehleiter-Fahrzeuge platziert werden konnten. Von den Drehleitern aus bekämpften die Brandschützer die Flammen im Dachgebälk. Um ausreichend Löschwasser zu haben, musste eine längere Schlauchleitung zu einem Hydranten in Haddorf gelegt werden.

Nach rund einer Stunde war der Brand weitgehend gelöscht. Das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf ein benachbartes Wohnhaus und einen Gastank im Garten übergreifen. In der Brandruine spürten die Einsatzkräfte letzte Glutnester auf. Um die Suche zu erleichtern, wurden mit einem Bagger Giebel und Schornstein eingerissen. Die Feuerwehr geht nach ersten Einschätzungen von einem Schaden in Höhe von rund 200.000 Euro aus.

Bemerkt hatte das Feuer ein vorbeifahrender Autofahrer. Er wählte sofort den Notruf.
Auch eine Nachbarin alarmierte umgehend die Feuerwehr, nachdem sie durch das laute Knallen der berstenden Dachpfannen und einstürzenden Balken wach geworden war.
Tatortermittler der Polizeiinspektion Stade nahmen noch vor Ort die ersten Ermittlungen auf. Die Brandursache ist noch völlig ungeklärt. Ergebnisse werden  erst nach den Recherchen der Brandexperten erwartet, die in der kommenden Woche anlaufen werden.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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