Leser liefern Lösungen: Harsefelder Bürger äußern sich zur Parkplatz-Situation in der Ortsmitte

Bis 15 Uhr herrscht Parkverbot auf dem Wochenmarkt-Platz
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jd. Harsefeld. Es ist jeden Samstag das gleiche Bild: Die Harsefelder Ortsmitte ist voll mit Autos. Spätestens morgens ab halb zehn drängen die Menschen aus den Wohngebieten und aus den umliegenden Dörfern in die "City", um ihre Wochenendeinkäufe zu tätigen. Freie Parklücken sind dann Mangelware. Das WOCHENBLATT fragte vor einer Woche die Leser, ob sie Ideen haben, wie man der Parkplatznot Herr werden kann. Dass dieses Problem tatsächlich von den Bürgern ernst genommen wird, zeigt sich an der Resonanz. Einige verzichten bereits ganz auf den samstäglichen Einkauf im Harsefelder Zentrum. Andere sind gänzlich unzufrieden mit der Verkehrssituation im Ort. Es gibt aber auch nachdenkenswerte Lösungsvorschläge.

Deutlich wird Marion Mehrkens: Sie schreibt, dass sie von der Parkplatzsuche völlig genervt sei. Ihre Konsequenz: "Ich fahre am Samstag gar nicht mehr in die Ortsmitte." Dieses Thema ist auch für Rolf-Peter Engel ein rotes Tuch. Er hält die Ortskern-Umgehung für eine komplette Fehlplanung. Um den Durchgangsverkehr aus dem Ort zu bekommen, sollte nach seiner Meinung über die Einrichtung einer Einbahnstraße in der Marktstraße nachgedacht werden. Auf diese Weise könnte auch zusätzlicher Parkraum geschaffen werden.

Neben diesen beiden Statementes, die wir hier stellvertretend für das Feedback aus den Reihen der Bürger nennen, kam auch eine Rückmeldung von einem Harsefelder Geschäftsmann, der allerdings nicht genannt werden möchte. Er hat gleich zwei interessante Vorschläge: So sollte auf dem Friedrich-Tobaben-Platz eine Parkscheiben-Pflicht eingeführt werden. Sein Hauptärgernis sind nämlich die Dauerparker, die ein Großteil der Stellfläche mit Beschlag belegen. Denn offenbar - und das monieren auch viele Bürger - sind es Mitarbeiter der umliegenden Firmen, die ihre Autos auf dem zentralen Platz abstellen. Dabei könnten sie problemlos auf den Parkplatz am Klosterpark ausweichen, wo immer etwas frei ist.

Der zweite Vorschlag befasst sich mit dem Wochenmarkt: Der findet samstags auf dem Parkplatz neben der alten Post statt. Obwohl dort nur noch zwei Stände aufgebaut sind, besteht auf dem Platz bis 15 Uhr Parkverbot. "Warum nicht die Marktbeschicker platzsparend in der Nähe des Eingangs zum Rewe-Markt platzieren, damit auf der Wochenmarkt-Fläche wieder 25 Parkplätze zu Verfügung stehen?", fragt sich der Unternehmer. Er sieht darin einen doppelten Vorteil: Es gäbe mehr Parkraum und die Wochenmarkt-Händler wären dichter an der Laufkundschaft.

Das WOCHENBLATT fragte vor Ort die beiden verbliebenen Wochenmarkt-Beschicker, wie sie zu dieser Idee stehen: "Wir könnten uns mit einem Standort neben Rewe durchaus anfreunden", so die beiden: "Ein Versuch ist es allemal wert."

Bis 15 Uhr herrscht Parkverbot auf dem Wochenmarkt-Platz
Samstags immer zugeparkt: der Friedrich-Tobaben-Platz in Harsefeld
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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