jd. Harsefeld. Ein paar Hunde tollen über die große Wiese zwischen den Harsefelder Klosterteichen und dem Rathaus: Was für die Vierbeiner ein Heidenspaß ist, betrachten viele Mitmenschen als Ärgernis. Wenn Fifi und Co. unangeleint in öffentlichen Anlagen herumlaufen, ist Zoff programmiert. Eine Lösung könnte eine spezielle Hundefreifläche sein. Das findet jedenfalls die Freie Wählergemeinschaft (FWG). Deren Fraktion im Fleckenrat hat nun beantragt, dass die Gemeinde einen öffentlichen Hundeplatz einrichtet. Einen Vorstoß in dieser Richtung unternahm die FWG bereits 2012. Doch damals fand sich in der Politik dafür keine Mehrheit.

"Ein größerer Kreis von Hundehaltern ist kürzlich auf uns zugekommen und hat den Wunsch geäußert, dass die Gemeinde eine Freifläche schafft, auf der sich ihre Tiere ohne Leinenzwang austoben können", erklärt FWG-Fraktionschefin Susanne de Bruijn. Anders als vor fünf Jahren stehe hinter dem Projekt nun eine feste Gruppe, die konkrete Vorstellungen habe. "In Frage kommt ein größeres Areal am Ortsrand", meint de Bruijn. Da es auf einem Hundeplatz recht lebhaft zugehe, sollte es keine Wohnbebauung in der unmittelbaren Nachbarschaft geben.

Nach Ansicht von de Bruijn liegt die Einrichtung eines Hundeplatzes im Interesse aller Bürger: Grünflächen wie der Klosterpark würden dann nicht mehr so stark von Hundehaltern frequentiert werden. So könnten mögliche Konflikte mit Spaziergängern vermieden werden - zumal einige in der Gruppe auch sogenannte "Listen-Hunde" haben. "Das sind diejenigen Hunde, die früher unter den negativen Begriff "Kampfhunde" fielen", erläutert de Bruijn. Obwohl diese Tiere den Wesenstest mit Bravour bestanden hätten, gebe es in dieser Hinsicht noch immer zahlreiche Vorbehalte, so die FWG-Politikerin: "Da wäre ein eingezäunter Hundeplatz genau das Richtige."

Die Verwaltung hat bereits einige gemeindeeigene Flächen ins Visier genommen und sich schlau gemacht, welche rechtlichen Vorgaben einzuhalten sind. Die Pflege des Platzes erfolge selbstverständlich durch die Hundehalter, so de Bruijn: "Der Gemeinde würden keinerlei Kosten entstehen."

• Mit dem Thema befasst sich der Ausschuss für Ortsentwicklung und Wirtschaftsförderung auf der Sitzung am Dienstag, 4. April, um 19 Uhr im Rathaus.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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