Kluge Investition
Schulaltbau in Bargstedt wird durch zukunftsweisende neue Immobilie ersetzt
- Die Grundschule in Bargstedt
- Foto: sb
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Bargstedt bekommt einen Neubau für die Grundschule am Rosenweg. Hauptgrund ist die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Ganztagsbetreuung, für die das bestehende Schulgebäude aus den 1960er Jahren nicht ausreichend Platz bietet. „Wir haben weder eine Mensa noch genügend Kapazitäten für Nachmittagsangebote“, sagt Schulleiterin Silke Gärtner. Sie begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der Politik für einen kompletten Neubau. Dieser eröffne deutlich mehr Möglichkeiten als ein Um- oder Anbau.
Neben dem fehlenden Raum sprechen auch technische und energetische Mängel des Altbaus für einen Neubeginn. Ein weiterer Vorteil: Während auf dem bestehenden Schulgelände neu gebaut wird, kann der Unterricht im alten Gebäude uneingeschränkt weiterlaufen. Nach dem Umzug soll der Altbau abgerissen werden und Platz für einen modernen Schulhof schaffen. Perspektivisch ist zudem eine neue Zweifeld-Sporthalle geplant, die sowohl von der Schule als auch von der benachbarten Kita und dem TuS Eiche Bargstedt genutzt werden soll.
Schulleitung und Kollegium waren eng in die Planungen eingebunden. Zwar orientiert sich das Konzept am Neubau der Rosenborn-Grundschule in Harsefeld, dennoch konnten individuelle Wünsche berücksichtigt werden. So erhält Bargstedt neben der Mensa eine Schulküche, um gesunde Ernährung praxisnah zu vermitteln.
Die Klassenräume werden in sogenannten Clustern angeordnet, sodass jeder Jahrgang einen eigenen Bereich erhält. Ein Cluster entsteht ebenerdig und gewährleistet Barrierefreiheit.
Der Neubau schafft die Voraussetzungen für moderne Unterrichtsformen. Während in den 1960er Jahren vor allem Frontalunterricht üblich war, ermöglichen künftig Differenzierungs- und Inklusionsräume Gruppenarbeit, Stationenlernen und individuelle Förderung. Hinzu kommen Fachräume etwa für Werken und Musik. Die Schule wird zweieinhalbzügig geplant, sodass auch dreizügige Jahrgänge aufgenommen werden können. „In diesem Sommer starten wir erstmals wieder mit drei ersten Klassen“, so Silke Gärtner.
Bis zur Fertigstellung übernimmt weiterhin der Hort der Gemeinde die Ganztagsbetreuung. Die Kapazitäten werden dafür von 40 auf 60 Plätze erweitert, u.a. durch die Aufstockung eines vorhandenen Containers. Mit dem Neubau stellt Bargstedt die Weichen für eine moderne und zukunftsfähige Grundschule.
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