Radfahrer fordern ihr Recht ein

Auf dem Workshop wurde intensiv diskutiert  Foto: Stadtmarketing
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Harsefelder Bürger machten auf Workshop Vorschläge zum Thema Radverkehr

jd. Harsefeld. Tempo 20 für Pkw und Vorrang für Radfahrer in der Harsefelder Marktstraße - das ist eine von vielen Ideen und Anregungen, die kürzlich beim Workshop der Gemeinde zur Erstellung eines Radverkehrskonzeptes auf den Tisch kamen. An der öffentlichen Veranstaltung im Rathaus beteiligten sich rund 40 Bürger. Sie diskutierten in fünf Arbeitsgruppen zum Teil leidenschaftlich und kontrovers über die einzelnen Themen.

Moderiert wurde der Nachmittag von den Planern Markus Franke und Britta Sabin vom Planungsbüro ARGUS aus Hamburg. Die Vorgabe war, dass sich die jeweiligen AGs für ihren Themenbereich auf ein bis zwei Vorschläge einigen. Grundsätzlich sind zunächst sämtliche Lösungsvorschläge protokolliert worden. Sie sollen später von den Fachleuten auf ihre Machbarkeit überprüft werden. Ist das geschehen, wird von den ARGUS-Experten ein Gesamtkonzept erarbeitet, das schließlich der Politik zur Abstimmung vorgelegt wird.

Die Teilnehmer des Workshops waren sich weitgehend einig, dass es in Harsefeld grundsätzlich Probleme mit dem Radverkehr gibt. Bemängelt wurden vor allem eine fehlende einheitliche Radverkehrsführung für den Ort, das Missachten von Verkehrsregeln und das Verhalten vieler Autofahrer. Diese würden durch Drängeln und Hupen Radfahrer in Bedrängnis bringen, obwohl diese bei vielen Straßen das Recht und in der Marktstraße sogar die Pflicht haben, auf der Fahrbahn zu radeln.

Die AGs waren nach Straßenkategorien unterteilt. So befassten sich beispielsweise die einen mit den Hauptverkehrsstraßen im Ort, während sich die anderen um die Straßen kümmerten, die überwiegend als Schulweg dienen. Als Ideenansätze bzw. Lösungsvorschläge für schwierige Verkehrssituationen wurden u.a. die Schaffung von Radfahrer-Schutzstreifen, das Aufbringen von Piktogrammen sowie die Entschärfung von Gefahrenpunkten bei den Schulwegen genannt.

Außerdem sollen die beiden Zufahrtsstraßen zur im Bau befindlichen Fußgänger- und Radfah-rerbrücke, die Böberstraat und der Querweg, zu Fahrradstraßen umgestaltet werden. Nur Anlieger dürften die beiden Straßen dann noch mit dem Pkw befahren. Für die Marktstraße kam der Vorschlag, diese für den Durchgangsverkehr so unattraktiv wie möglich zu gestalten, damit die Autofahrer endlich auf die Ortsumgehung ausweichen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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