Zug noch nicht abgefahren

Vertreter der Kommunen aus der Leader-Region "Moorexpress-Stader Geest" kommen regelmäßig zu Gesprächen zusammen
  • Vertreter der Kommunen aus der Leader-Region "Moorexpress-Stader Geest" kommen regelmäßig zu Gesprächen zusammen
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Harsefeld. Harsefeld macht weiter in der "Moorexpress"-Region. Der Zug ist für Harsefeld noch lange nicht abgefahren: Die Samtgemeinde hegt berechtigte Hoffnungen, auch nach Ablauf der bisherigen Förderperiode von EU-Mitteln aus dem Programm zur ländlichen Entwicklung (Leader) zu profitieren. Harsefeld gehört gemeinsam mit Fredenbeck und Apensen sowie drei Kommunen aus dem Landkreis Rotenburg zu Leader-Region "Moorexpress-Stader Geest".

In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Projekte in der Region mit zwei Millionen Euro aus Brüssel bezuschusst. Auch Harsefeld profitierte von diesem Geldsegen: Fördermittel gab es für die Neugestaltung des Dorfgemeinschaftshauses in Ruschwedel. Jetzt beschloss der Samtgemeinderat, die Aufnahme in die Leader-Förderperiode 2014-2020 zu beantragen.

Auch die anderen Gemeinden aus der "Moorexpress"-Region werden wieder auf den Zug aufspringen. Schließlich flossen auch dort reichlich EU-Gelder. Ohnehin verspricht nur eine gemeinsame Bewerbung einigermaßen Aussicht auf Erfolg: Nach den neuen Förder-Richtlinien muss eine Region über mindestens 50.000 Einwohner verfügen, um in den Genuss der Brüsseler Gelder zu kommen. Dieses Limit wird von den Kommunen aus dem Bereich "Moorexpress-Stader Geest" locker um 20.000 Einwohner übertroffen.

Laut Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann sind die Richtlinien zwar noch nicht endgültig festgezurrt, doch derzeit sieht es so aus, dass Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern entgegen der ursprünglichen Vorgaben ebenfalls gefördert werden. Damit wäre auch der Flecken Harsefeld mit im Boot. Allerdings muss die Region "Moorexpress-Stader Geest" bei ihrer Bewerbung ordentlich Fahrt aufnehmen: Immerhin sind 60 Bewerber im Rennen. In der vergangenen Förderperiode gingen 35 Regionen und Kommunen an den Start, wovon 32 einen positiven Bescheid erhielten. Diesmal wird die Erfolgsquote wesentlich geringer ausfallen.

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