Kommt ein anderer Betreiber für das Harsefelder Therapiebad?

Das kleine Bad wird stark von älteren Menschen genutzt, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist
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jd. Harsefeld. Außerordentliche Mitgliederversammlung: Harsefelder Rehasport-Verein berät über Zukunft des Therapiebades. Im Harsefelder Therapiebad steht möglicherweise erneut ein Betreiberwechsel an. Grund ist ein personeller Umbruch im Verein Rehasport, der das kleine Bad im Untergeschoss des Ärztehauses seit Anfang April gepachtet hat. Die Sportwartin Anca Wetegrove - sie ist treibende Kraft bei den meisten Vereinsaktivitäten - übersiedelt mit ihrem Mann Henrik, der bislang den Posten des Vorsitzenden innehatte, im kommenden Jahr in die USA. Im Ort kursierten schon Gerüchte, dass der Betrieb des Therapiebades bereits eingestellt worden sei. "Das sind Lügen, die in Welt gesetzt wurden, um unserem Verein zu schaden", erklärte Anca Wetegrove auf Anfrage. Sie verweist auf eine kurzfristig angesetzte Mitgliederversammlung. Dort soll darüber entschieden werden, wie es mit dem Bad weitergeht.
Besonders entsetzt ist Anca Wetegrove über ein angeblich von ihr verfasstes Rundschreiben an die Übungsleiter, in dem steht, dass ab dem 1. Dezember kein Betrieb mehr stattfinde und der Verein mangels Vorstand handlungsunfähig sei. Weiter heißt es dort: Patienten, denen Reha-Übungen oder Funktionstraining verschrieben worden sei, könnten ihre Verordnung in der Geschäftsstelle des Vereins zurückbekommen. Wetegrove stellt klar, mit diesem Pamphlet, das dem WOCHENBLATT vorliegt, nichts zu tun zu haben.
Dennoch sind etliche Mitglieder und Kursbesucher verunsichert. Ins Therapiebad kommen viele ältere Menschen, um an den Übungen teilzunehmen. Diese sind in ihrer Mobilität oftmals sehr eingeschränkt und daher froh, in der Nähe ein Bad zu haben, das sie nutzen können. Laut Wetegrove müssen die Senioren nicht befürchten, dass die Probleme um das Therapiebad erneut auf ihrem Rücken ausgetragen werden.
Bereits Anfang des Jahres gab es viel Unruhe, nachdem feststand, dass die Eigentümerin des Bades, die Kreissparkasse Stade, den fünfjährigen Pachtvertrag mit der vorherigen Betreiberin Ulrike Bütikofer nicht verlängern wollte. Als der Verein Rehasport das Bad übernahm, wurde Bütikofers langjährige Kooperation mit der Rheumaliga, die etliche Kurse in Eigenregie anbot, aufgekündigt. Die Buxtehuder Rheumaliga-AG baute ihr Kursangebot daraufhin an anderen Standorten aus.
Vertreter der Rheumaliga deuteten nun an, sich einem künftigen Bad-Betreiber möglicherweise als Partner anzubieten. Doch ob der Rehasport-Verein die Aktivitäten im Therapiebad mit einem neuen Vorstand weiterführt oder eine andere Einrichtung in den bestehenden Vertrag mit der Kreissparkasse einsteigt, ist noch offen. Klarheit soll die außerordentliche Mitgliederversammlung bringen, die für Montag, 15. Dezember, um 19 Uhr in den Vereinsräumen in der Buxtehuder Straße anberaumt ist.
Anca Wetegrove teilt nun mit, dass ein anderer Sportverein großes Interesse signalisiert habe, das Therapieangebot fortzusetzen. Mit diesem Verein, dessen Name noch nicht preisgegeben wird, gebe es bereits konkrete Gespräche so, Wetegrove. Sie hofft, dass eine mögliche Übernahme reibungslos vonstatten geht.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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