Harsefelder Busunternehmerin musste bisher 200 Reisen absagen / Hoffen auf den Herbst
Noch kein grünes Licht für Reisebusse

Dietmar Marks und Bärbel Reese-Marks blicken positiv in die Zukunft von Reese Reisen  Fotos: sc
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jd/sc. Harsefeld. "Die Durchführung von und die Teilnahme an touristischen Busreisen sind verboten." - So steht es gleich in Paragraph 1 der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Wer nicht im Tourismusbereich tätig ist, kann kaum ermessen, welche Konsequenzen dieser Satz für eine ganze Branche hat. Unternehmen, die überwiegend oder ausschließlich Busreisen anbieten, ist damit die Geschäftsgrundlage entzogen. Auch die Harsefelder Firma Reese Reisen kämpft mit den Folgen der Corona-Pandemie. Statt mit ihren 28 Bussen Gewinne einzufahren, mussten die Inhaber Bärbel Reese-Marks und Dietmar Marks die Busfahrer in Kurzarbeit schicken. Das Büroteam wickelt derweil die abgesagten Busreisen ab.

Zwar ist der Zwangsstopp für die Hälfte der Fahrzeuge beendet, denn die Linienbusse nahmen mit der Öffnung der Schulen wieder den Schulbusverkehr auf. Doch wann die Regierung wieder grünes Licht für Reisebusse gibt, ist völlig ungewiss. "Rund 200 Reisen mussten wir bislang absagen", berichtet Reese-Marks. "Wir haben das komplette Programm aus dem Sommerkatalog stornieren müssen."

Während die Busfahrer zwangsweise seit Wochen pausieren, erledigt das sechsköpfige Büroteam in zwei Schichten seine Arbeit. "Diese Tätigkeit bringt uns aber kein Geld ein", sagt Reese-Marks. Man rufe jeden Kunden an, um zu klären, was bei einer abgesagten Reise mit der Buchung passieren soll. "Wer sein Geld zurückhaben möchte, bekommt es auch", so die Busunternehmerin. Viele Stammkunden bewiesen aber gerade in diesen schweren Zeiten Solidarität und würden schon jetzt auf Termine bis ins kommende Jahr hinein umbuchen.

Bärbel Reese-Marks und ihr Mann Dietmar Marks setzen darauf, dass das Verbot für touristische Busreisen noch im Sommer fällt und es spätestens ab August wieder losgehen kann. "Wir haben keines unserer Fahrzeuge abgemeldet und niemandem gekündigt", erklärt das Unternehmer-Ehepaar. Beide wären froh, wenn ihre Busse so schnell wie möglich wieder starten können. Sie würden dafür auch Einschränkungen in Kauf nehmen: Wenn zunächst nur jeder zweite Sitzplatz oder jede zweite Reihe besetzt werden dürfe, könne man auch damit übergangsweise leben. "Hauptsache, es geht wieder los."

Die Nachfrage sei jedenfalls da, so Reese-Marks. Es gebe bereits jede Menge Anfragen für den Herbst oder sogar über Silvester. Auch mit den Partnerhotels steht Reese Reisen in engem Kontakt. Mit vielen kooperiert das Busunternehmen seit Jahrzehnten. Da habe es dann auch keine Probleme mit den Stornierungen gegeben. "Diese Hotels stellen uns dann auch wieder Kapazitäten zur Verfügung, wenn wir wieder starten dürfen." Sie mache sich allerdings Sorgen, so Reese-Marks, dass einige Hotels die Corona-Krise nicht überstehen werden.
Diese Befürchtung hegen Bärbel Reese-Marks und Dietmar Marks in Hinblick auf ihr Busunternehmen nicht. "Bei uns wird es weitergehen", meinen die beiden. "Wir haben treue Kunden und tolle Fahrer." Mittels einen Newsletters werden Interessenten über die aktuellen Lage sowie Angebote informiert. Für den Newsletter man sich unter www.reese-reisen.de informieren.

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