Notfall in 65 Metern Höhe
Rettungskräfte proben den Ernstfall im Windpark bei Hollenstedt
Ein verunglückter Servicetechniker sitzt im Maschinenhaus einer Windenergieanlage fest – 65 Meter über dem Boden. Zum Glück war das Szenario im RWE-Windpark Grauen bei Hollenstedt nur eine Übung. Die Höhenrettung der Feuerwehr Hamburg trainierte dort den Ernstfall. Insgesamt waren elf Personen beteiligt.
Im Mittelpunkt standen die Alarmierung und Anfahrt der Rettungskräfte zu dem abgelegenen Windpark sowie die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Zudem wurden die medizinische Erstversorgung, die Rettung aus der Anlage und die Übergabe des Verunfallten an die Einsatzkräfte am Boden geprobt.
RWE verfügt für seine Windenergieanlagen über ein Notfall- und Rettungskonzept. Servicetechniker werden unter anderem darin geschult, Erste Hilfe zu leisten, Verletzte zu stabilisieren und aus einer Anlage abzuseilen. Dennoch können nicht alle Notfälle allein durch das Betriebspersonal bewältigt werden.
„Jedes Rettungskonzept ist nur so gut wie seine praktische Umsetzung“, betont Sandra Dettmer, COO RWE Renewables Europe & Australia. Die Zusammenarbeit mit externen Rettungskräften helfe dabei, Abläufe und Kommunikation für den Ernstfall weiter zu verbessern.
Die Übung war über mehrere Monate vorbereitet worden. Für die Höhenretter bot sie die Möglichkeit, technische Gegebenheiten, Zugangswege und Rettungsmöglichkeiten in einer Windenergieanlage kennenzulernen.
Sven Boesen von der Feuerwehr Hamburg betont die besonderen Anforderungen solcher Einsätze aufgrund der Höhe und des technischen Aufbaus von Windenergieanlagen. Ein wesentliches Ziel sei es gewesen, das Zusammenspiel der Rettungskräfte mit den RWE-Servicetechnikern zu trainieren. Sein Fazit: „Das hat reibungslos funktioniert.“
Die Erkenntnisse aus der Übung sollen nun genutzt werden, um die Rettungsabläufe weiter zu optimieren.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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