Anwohner befürchten mehr Ausweichverkehr nach Sanierung des Wennerstorfer Wegs
Neue Rennstrecke zur Raststätte

Die Bauarbeiten für die Sanierung des Wennerstorfer Weg 
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mi. Hollenstedt/Appel. Die Bauarbeiten für die Sanierung des Wennerstorfer Wegs haben begonnen. Was viele Anwohner freuen dürfte - schließlich dauerte es 20 Jahre und mehr, bis sich die Kommunen Hollenstedt und Appel auf eine gemeinsame Sanierung einigen konnten -, löst bei einigen Anliegern aber auch gemischte Gefühle aus. Ihre Befürchtung: Nach Abschluss der Baumaßnahme könnte die Straße noch mehr zum illegalen Autobahnzubringer werden.
Das Problem ist, dass die Raststätte Aarbachkate an der A1 auch vom "Hinterland" aus anfahrbar ist. Anstelle der offiziellen Autobahnauffahrt nutzen deshalb viele Pendler wohl auch aus den anliegenden Wohngebieten die „Abkürzung“ über die Aarbachkate.
Auch wenn die Autobahn bei Stau voll ist, nutzen viele die Raststätte, um illegal von der Autobahn abzufahren.
Im Wennestorfer Weg, so befürchten einige Anwohner, könnte sich das Problem nach dem Ausbau verschlimmern. Hintergrund: Derzeit ist der Weg in einem sehr schlechten Zustand. Der Bodenbelag besteht aus historischem Kopfsteinpflaster, das an vielen Stellen stark beschädigt ist. Der schlechte Straßenzustand bietet dabei einen gewissen Schutz vor Rasern. Anwohner fordern deswegen, dass der Weg zwar saniert, aber keinesfalls ausgebaut werden darf und in jedem Fall verkehrsberuhigt werden muss. Im Rat reagierte Bürgermeister Jürgen Böhme CDU auf die Anfragen und erklärte, die Gemeinde hätte kein Interesse daran, eine "Rennstrecke" zu schaffen, deshalb setze die Gemeinde auf Fahrbahnverschwenkungen als geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen. Die von einigen Anwohnern umstrittenen Schwellen, Kölner Teller, seien allerdings nicht geplant. Der Bürgermeister machte auch deutlich, dass sich das Problem der Zufahrt zur Aarbachkarte nicht werde lösen lassen. Böhme: "Hier hat es schon unzählige Gespräche gegeben." Fakt ist: Der Konzern Tank & Rast, der die Aarbachkate und das dazugehörige Motel führt, hat kein Interesse an einer Sperrung der Zufahrt. Auch eine Schrankenregelung, bei der Gäste des Motels eine Zugangskarte erhalten, sei mit Tank & Rast nicht zu machen. Fazit: Die einzige Möglichkeit, die Situation für die Anwohner erträglich zu gestalten, ist, die Straße baulich für Ausweichverkehr - vor allem Lkw - wenig attraktiv zu machen. Warum die Gemeinde an dieser Stelle nicht auch auf Fahrbahnschwellen setzt, ist wohl nicht nur für einige Anwohner schwer nachvollziehbar.

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