Jesteburg: Oberschule mit neuem Namen
"Horizonta" spiegelt Schulkonzept
- Schüler, Lehrer, Schulinitiative und Behördenvertreter versammelten sich mit Schulleiterin Iris Strunk (2. v. re.), ihrer Stellvertretung Nadine Ohmann (3. v. re.)) und Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden (5. v. li.) ums neue Schullogo
- Foto: pöp
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Die "Oberschule mit gymnasialem Angebot Jesteburg" hat ihren - ohnehin nicht kurzen - Namen noch einmal erweitert: "Horizonta in den Seeveauen Oberschule mit gymnasialen Angebot Jesteburg" heißt die Schule jetzt mit vollem Namen. In einer Feierstunde enthüllten Schüler in der vergangenen Woche das neue Schullogo: Über dem Horizonta-Schriftzug mit geschwungener Oberlinie und stilisierter Untergangssonne als O erhebt sich ein Kranich als neues "Wappentier" in den Himmel.
Warum war ein neuer Name erforderlich? "Im Landkreis ist ja einiges in Bewegung, und da müssen wir deutlich machen, wie unser Konzept aussieht - auch zur Unterscheidung von anderen Oberschulen", erklärt Schulleiterin Iris Strunk. "Wir wollen dadurch auch sichtbarer werden." Und mit einem Horizont verbinde sie vor allem Weite und die Möglichkeit, sich zu entfalten.
Die Botschaft hinter dem neuen Namen ist aus den einzelnen Buchstaben abzuleiten: H steht für Herausforderung, O für Orientierung, R für Robotik, I für Inklusion, Z für Zusatzniveau, O für Offenheit, N für Nachhaltigkeit, T für Teilhabe und A für Achtsamkeit. Was der Jesteburger Musikproduzent Bernd Jost (Hookline MusicMusik) in einem Schullied in Text, Noten und Rhythmus gegossen hatte: Schüler und Lehrer intonierten dieses schwungvoll auf der Bühne: "Horizonta ... hier will ich sein, Horizonta ... lässt niemand allein, Horizonta ... die Schule mit Herz, ein Ort wo man fürs Leben lernt."
Kreisrätin Ana Cristina Bröcking würdigte als Vertreterin des Schulträgers die "neuen Wege", die in der Schule gegangen würden, und dass die Schüler das Logo mitentwickelt hätten. Zwar werde das Lernen aus Büchern wohl nicht ganz durch Tiktok-Videos ersetzt werden, aber es ginge nicht mehr nur um Faktenwissen, sondern darum, Zusammenhänge zu erkennen, das Lernen werde immer selbstbestimmter.
"Den Namen muss man schon ein bisschen üben", bemerkte Holger Petruschke, Dezernent für Soziale Arbeit beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung. Aber er erinnere ihn an ein Lied seines Lieblingssängers Udo Lindenberg: "Hinter dem Horizont geht's weiter ..." Das sei sehr passend, denn im besten Fall begleite die Schule den Menschen ein Leben lang. "Dort bekommt man die Haltung, die man später verkörpert."
Passend zum Wappentier lasen Schülerinnen die Geschichte vom kleinen Kranich Kari vor, der mithilfe älterer Kraniche doch noch das Fliegen erlernt, was niemand erwartet hatte. "Die Geschichte hat mich sehr berührt", sagte Samtgemeinde-Bürgermeisterin Claudia von Ascheraden. Und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen als Mutter mit der Oberschule, die zunächst im alten Schulgebäude am Sandbarg in direkter Nachbarschaft zur Samtgemeindeverwaltung untergekommen war. "Da konnte ich von meinem Büro quasi auf den Schulhof schauen." Doch von spontanen Besuchen am Zaun habe sie schnell wieder Abstand genommen, der Sohn sei von Mutti-Besuchen nicht begeistert gewesen. Inzwischen habe der sehr gut als Gymnasium Salzhausen gewechselt.
Die kleine Feierstunde nutzte auch die Jesteburger Schulinitiative - sie hatte maßgeblich zur Gründung der Oberschule beigetragen - zur Bekanntgabe eines Generationenwechsels von Karl-Heinz Glaeser, Nathalie Boegel und Steffen Burmeister zu Christoph Kröger, Annika Sommer, Mathias Abel und Nathalie Voß-Verheyden. "Ihr hinterlasst große Fußstapfen", rief Sommer dem im Publikum sitzenden Karl-Heinz Glaeser zu und kündigte an, alle drei Schulen der Samtgemeinde, die Oberschule und die beiden Grundschulen Jesteburg und Bendestorf, zu unterstützen. "Lassen sie uns gemeinsam unsere Horizonte erweitern - vielleicht auch irgendwann man mit dem Jahrgang 13", deutete Kröger die Richtung ihres Einsatzes an.
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