CDU macht sich stark
Erweiterung des Gewerbegebiets Am Allerbeek

Julia Neuhaus (CDU) spricht sich für das geplante Gewerbegebiet aus
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mum. Jesteburg. Die Erweiterung des Jesteburger Gewerbegebiets Am Allerbeek wurde zuletzt vom Kirchenvorstand der St. Martins-Kirche kritisiert (das WOCHENBLATT berichtete). Die Umsetzung würde bedeuten, dass der Friedhof von drei Seiten von Gewerbe umschlossen wird. Wie berichtet, plant die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) ein etwa zehn Hektar großes Gewerbegebiet zu entwickeln. Die CDU steht hinter dem Konzept. Das macht Finanz-Expertin Julia Neuhaus deutlich.
"Gewerbe vor Ort bedeutet Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort, kurze klimaschonende Arbeitswege und einen Gewinn von Lebenszeit für die Menschen hier", so Neuhaus. "Es bringt aber auch Steuereinnahmen für unseren Ort, die dringend benötigt werden für die vielen öffentlichen Pflichtaufgaben und auch die zahlreichen freiwilligen öffentlichen Leistungen, die wir hier in Jesteburg gern genießen." Neuhaus nennt als Beispiel das Freibad.

"Platz für fleißige und kreative Köpfe"

Laut der CDU-Ratsfrau betreiben viele kreative und fleißige Köpfe in Jesteburg Unternehmen oder wollen Betriebe gründen. Geht es nach Neuhaus, dann sollen sie auch in Jesteburg bleiben, wenn sie sich vergrößern wollen. "Dies stärkt auch die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde." Dafür sei es aber notwendig, dass die Gemeinde Flächen vorhält. "Unser jetziges Gewerbegebiet ist recht klein und schon seit Jahren komplett belegt. Mit der Erweiterung erreichen wir eine Konzentration des Gewerbes an einem Ortsrand - begrenzt einerseits durch die Bahn und andererseits durch die Kreisstraße." Der überwiegende Teil von Jesteburg mit seiner schönen Seeveniederung und den vielen ruhigen Wohnbaugebieten bliebe davon unberührt.

Neuhaus weist darauf hin, dass bereits vor zehn Jahren über eine Erweiterung des bisherigen Gewerbegebiets gesprochen wurde. "Damals standen die Flächen aber nicht zur Verfügung."
Da die Anfragen nach Gewerbeflächen aber weiterhin zahlreich waren, habe es 2017 einen Versuch gegeben, wenigstens zwei kleine Erweiterungsflächen Am Allerbeek zu realisieren (gemeinsamer Antrag von CDU und SPD). "Im Zuge der weiteren Diskussion wurde die Verwaltung erneut gebeten, die Schaffung weiterer Gewerbeflächen zu prüfen. So kam jetzt die schon vor Jahren anvisierte Fläche wieder ins Spiel, die nun zur Verfügung steht."

Aufstellungsbeschluss soll eingeleitet werden

Im öffentlichen Bau-Ausschuss und auch im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss sei nun mehrheitlich beschlossen worden, für das geplante Gebiet einen Aufstellungsbeschluss einzuleiten. "Dieser bildet die Grundlage für die weitere Planung, denn nun kann konkret geprüft werden, welche Flächen überhaupt für das Gewerbe zur Verfügung gestellt werden könnten, wie die Erschließung erfolgen könnte, wo und wie Schützenswertes bewahrt werden muss - dazu gehört auch die Ruhe des Friedhofs." Liegt eine solche Ausarbeitung vor, wird es erneut Beratungen dazu im öffentlichen Bau-Ausschuss geben, bei denen sich die Bürger einbringen können, bevor es dann weiter in den Gemeinderat zum tatsächlichen Beschluss geht.

• Wie berichtet, hat die St. Martins-Kirche eine Unterschriften-Sammlung gestartet, um das Gewerbegebiet zu stoppen. Die Listen liegen im Kirchenbüro und im Gemeindehaus aus. Zudem besteht die Möglichkeit, online zu unterschreiben. Unter www.openpetition.de findet sich ein entsprechendes Formular (Stichwort: Jesteburg).

Lesen Sie auch:
Kirchenvorstand der St.-Martins-Kirche möchte Gewerbegebiet rund um den Friedhof verhindern

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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