Diskussion um Kunstpfad
"Natürlich braucht Jesteburg einen Kunstpfad"

Der Buchholzer Ratsherr Christoph Selke (Buchholzer Liste) unterstützt die Idee des Kunstpfads in Jesteburg
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  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

WOCHENBLATT-Leser sagen ihre Meinung zur geplanten Neuauflage des Projekts. 

mum. Jesteburg. Jesteburg ist auf dem besten Weg, mehr als 200.000 Euro (Steuermittel und Sponsorengeld) in einen Kunstpfad zu investieren (das WOCHENBLATT berichtete). Das sagen die WOCHENBLATT-Leser dazu:
Verena Sprung: "Den Wert von Kunst kann man nur schwer schätzen und zu allen Zeiten sind Streitigkeiten darüber entbrannt. Der Kunstpfad in Jesteburg könnte eine interessante Bereicherung werden. Aber dort scheinen die Politiker etwas aus der Kontrolle geraten zu sein. So nehmen sie den Bürgern die Freude an diesem Angebot und den Spaß an der Kunst im Ort. Großartig wären einzelne, sehenswerte Plastiken am Wegesrand - und das Gute liegt so nah: Hier könnte der Steinbildhauer Jan Amelung künstlerische Akzente setzen."
Hannes Brüger: "Gegen einen Kunstpfad ist nichts einzuwenden. Ausgaben der Gemeinde dafür verbieten sich, weil wichtige Infrastrukturaufgaben seit langer Zeit vernachlässigt werden. Es ist dreist von den Initiatoren zu behaupten, mit Kunst Gewerbesteuer generieren zu können. Nein, hier sollen Eitelkeiten bedient werden."
Ruth Flory: "Nicht schon wieder. Wir haben bereits genug Theater mit dem Kunstpfad erlebt. Jetzt ein erneuter Versuch? Dazu sollen wir Bürger an die Hand genommen werden, um einen Wandel vom Kunstbanausen zum Kunstversteher zu erleben. Wir dürfen dazu auch kostenfrei die "Akademie für Kunst" besuchen, allerdings dürfen wir nur zuhören. Es sind keine Mitentscheidungen gewünscht. Die sollen von den Experten getroffen werden. Wie überheblich ist das denn? Dabei haben wir erleben müssen, was sogenannte Experten für einen Unsinn angerichtet haben."
Christoph Selke: "Natürlich braucht Jesteburg einen Kunstpfad. Als Bereicherung der Kulturszene, als Bereicherung der Wege in der Stadt und als Steigerung der Attraktivität von Jesteburg. Kultur als Standortfaktor ist durch viele Untersuchungen belegt. Und natürlich darf ein hoch-qualitatives Angebot auch Geld kosten. Nur durch Qualität entsteht auch Attraktion."
Gisela Beecken: "Mir erschließt sich nicht, wie real die zitierten Kosten sind. Muss die Gemeinde sie allein stemmen oder kommen Teile wie üblich aus Spenden und Stiftungen? In dem Fall wäre es schade, wenn andere Orte die Nutznießer dieser Gelder werden. Braucht es vielleicht etwas Mut und Interesse, um auch Unbekanntes, sprich einen Kunstpfad, zuzulassen?"
Bernd Wenzel: "Als Sozialdemokrat habe ich große Probleme, einen Kunstetat von weit über 200.000 Euro gut zu finden. Mit dem Geld könnte man eine Kindergärtnerin über viele Jahre hinweg bezahlen. Kunst gehört dorthin, wo sich Menschen üblicherweise aufhalten, also in das Ortszentrum. Die freie Landschaft im Wechsel von Wäldern, Wiesen, Äckern und Heide ist Erholungsraum für alle Menschen. Hier sollte keine Konkurrenz hineingebaut werden, zumal dann, wenn es sich um als Kunst umdeklarierte Gebrauchsgegenstände handelt."

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