as. Jesteburg. Wo der Asphalt von zahlreichen Wurzeln aufgeworfen war, lädt jetzt eine glatte Fläche zum Spazieren und Fahrradfahren ein: Die Gemeinde Jesteburg hat am Schierhorner Weg den Fuß- und Radweg zwischen der Kreuzung Zum Johannisberg auf 1.100 Metern Länge bis zur Einmündung Hasseler Weg erneuert.

"Der gesamte Abschnitt war in seinem Zustand nicht mehr mit dem Fahrrad befahrbar. Das wurde von den Bürgern bemängelt", berichtet Tina Dettmer. "Gemeinsam sind wir als Straßenbaulastträger der Gemeinde Jesteburg verantwortlich für Straßenunterhalt, Grünflächen und Grünpflege", sagt Michael Siller.

Die Politik hatte bereits beschlossen, den gepflasterten Weg in Richtung Ortsausgang um 400 Meter zu verlängern, die Verwaltung hat die restlichen 700 Meter in diesem Abschnitt kurzerhand ebenfalls erneuert. Die Kosten für die Verlängerung der Deckschicht konnten bei der Ausschreibung der Pflasterarbeiten eingespart werden. Möglich wurde dies, weil der auf den Gehweg aufgebrachte Asphalt für die neue Deckschicht wiederverwendet werden konnte.

Dafür wurde die Asphaltschicht mechanisch aufgebrochen und zerkleinert. Die Brocken wurden mit einem Betonmineralgemisch angereichert. So wurde ein wassergebundener, tragfähiger Untergrund hergestellt. "Der wassergebundene Untergrund hat den Vorteil, dass man darauf aufbauen kann, und in einem späteren Schritt z.B. den Weg pflastern kann. Zudem wurde das vorhandene Material vor Ort wiederverwendet - das ist auch im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes", erklärt Michael Siller. Die Pflasterarbeiten sollen dann Mitte Juli folgen.

Das Verfahren eignet sich auch für Straßen: Rund 40 Straßen in unbefestigtem Zustand gibt es derzeit in der Gemeinde. Diese könnten, sofern die Politik das beschließt, ebenfalls in wassergebundener Bauweise hergestellt werden, wirbt Siller. Man erhalte einen so tragfähigen Untergrund, dass man dort in einem weiteren Schritt auch Asphalt auftragen könnte. "So lässt sich die Infrastruktur in den nächsten zehn bis 20 Jahren mit relativ geringem Aufwand sichern", ist Siller überzeugt. Die Verwaltung wendet das Verfahren bereits am Porstweg an, weiterhin geplant sind der Reindorfer Osterberg, Reindorfer Feldweg und ein Teilabschnitt des Itzenbütteler Heuwegs. Die Arbeiten sollen voraussichtlich Mitte August erfolgen, die Anlieger werden von der Verwaltung rechtzeitig informiert.

Etwa 10.000 Euro hat die Verwaltung dank des Recyclings auf dem für die Pflasterung vorgesehenen 400-Meter-Abschnitt eingespart. Diese wurden verwendet, um die restlichen 700 Meter des Wegs auch in wassergebundener Bauweise herzustellen. Insgesamt kosten die 1.100 Meter in wassergebundener Bauweise 23.000 Euro, für die 400 Meter Pflasterbauweise investiert die Gemeinde insgesamt 95.000 Euro.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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