Blumen für die Patienten
Waldklinik Jesteburg nimmt Neubau in Betrieb

as. Jesteburg. Fünf Jahre, nachdem die ersten Pläne vorgestellt wurden, ist es so weit: Stationsleitung Anke Steinbach (li.) und Oberärztin Joana Zimon nehmen die Station A im Neubau der Waldklinik Jesteburg in Betrieb
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  • as. Jesteburg. Fünf Jahre, nachdem die ersten Pläne vorgestellt wurden, ist es so weit: Stationsleitung Anke Steinbach (li.) und Oberärztin Joana Zimon nehmen die Station A im Neubau der Waldklinik Jesteburg in Betrieb
  • Foto: Waldklinik Jesteburg
  • hochgeladen von Anke Settekorn

as. Jesteburg. „Diese Inbetriebnahme ist das größte Neubauvorhaben in unserer über 90-jährigen Klinikgeschichte!“, sagt Dr. Hans-Heinrich Aldag, Geschäftsführender Gesellschafter der Waldklinik Jesteburg. Nach fünfjähriger Planung, davon zwei Jahren Bauzeit, wurde jetzt der Erweiterungsbau auf vier Etagen von den Stationen A, B und C sukzessive in Betrieb genommen. Rund 17 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, von denen das Land Niedersachsen etwa 11 Millionen Euro trägt.

Das neue Bettenhaus erweitert die Nutzfläche der Waldklinik um knapp 6.000 Quadratmeter und ungefähr 60 Betten für die Spezialbehandlung der neurologischen Frührehabilitation (Krankenhausbehandlung) sowie die folgenden Rehabilitationsphasen. Die letzte Station ist am Dienstag in den Neubau gezogen. Statt einer großen Eröffnungsfeier gab es, bedingt durch die Corona-Pandemie, einen kleinen Empfang in der Klinik, die ersten Patienten des Neubaus wurden mit Blumen begrüßt. „Wir freuen uns, jetzt endlich den Neubau auch auf allen Etagen beziehen zu können und ihn damit insgesamt in Betrieb und 'in Besitz' nehmen zu können“, sagte Dr. Hans-Heinrich Aldag bei der Eröffnung in kleiner Runde. Er führt den Familienbetrieb bereits in dritter Generation.

Neben der Erweiterung der Bettenkapazität wurden im Neubau moderne Therapie- und Funktionsräume geschaffen; auch ein durchdachtes Konzept für sämtliche Logistik-Prozesse wurde umgesetzt. Ein Blick auf die neu eröffneten Stationen, die in den vergangenen Wochen mit insgesamt 56 Patienten in den neuen Gebäudetrakt des Bettenhauses „West“ umgezogen sind, lässt die Konzeption des Neubaus erkennen.
Trotz intensivmedizinischer Versorgung ist sehr viel Sorgfalt und Energie in die wohnliche Gestaltung der Räume geflossen. Medizinische Versorgungsschienen sind in vertikalen Funktionsschienen fast verschwunden, eingekleidet in warmen Holztönen, die je nach Geschoss mit farbigen Akzenten von Vorhängen und Mobiliar ein wohliges und auch gemütliches Gefühl vermitteln.

Das Farbkonzept der Etagen ist an die Heidelandschaft angelehnt: von unten nach oben Sandfarben, Heide, Wald, Blätterdach bis hin zum Wolkenblau finden sich in Fußboden, Wandgestaltung, Türen und den Stühlen wieder und sind je nach Geschoss wichtige Orientierungsmerkmale für Patienten und Mitarbeiter. Bodentiefe, große Fensterfronten gewähren einen Blick in die Natur und schaffen so ein helles und freundliches Rehabilitationsklima. "Es trägt schließlich auch zur Genesung bei, wenn man sich wohlfühlt", betont Nils Aldag, Leiter Unternehmensentwicklung.

Von Beginn an wurden die Mitarbeiter der Waldklinik in die Planungen mit einbezogen. „Die entstanden Therapieräume, die weiten Flure mit Platz für Trainingsinseln und Treffpunkte, bieten die ideale Grundlage für unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Pflege und Therapie in den verschiedenen Berufsgruppen,“ erläutert Therapieleiterin Petra Böker.

Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus hört das Bauen in der Waldklinik jedoch nicht auf: Die durch den Umzug freigewordene „alte“ Station A wird gerade kernsaniert. Durch den Einbau neuer Bäder, Gestaltung der Flure, neue Aufenthalts-, Arzt- und Therapieräume entsteht eine neue Station. Diese wird nach Fertigstellung entweder als Erweiterung Rehabilitationsphase D dienen – oder aber als Keimzelle einer derzeit in der Beantragungsphase befindlichen geriatrischen Rehabilitation für den Landkreis.

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Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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