Eberhard Schiel aus Jork malt, was ihn bewegt
Ein Haus voller Kunst
- Eberhard Schiel (87) — ein Mensch mit künstlerischer Intuition und einem offenen Blick für die Welt
- Foto: sts
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Wer Eberhard Schiels Haus in Jork betritt, fühlt sich wie in einem Museum. Die Wände sind dicht behängt, jedes Werk eröffnet eine andere Perspektive. Mal ziehen kräftige Farben die Aufmerksamkeit auf sich, mal sind es ungewöhnliche Formen oder überraschende Motive. So wird der Rundgang zu einer Reise durch die Gedankenwelt des Künstlers.
Die Kunst begleitet ihn seit der Kindheit
Der 87-Jährige malt, seit er drei Jahre alt ist. Der Malerei blieb er über all die Jahre treu, beruflich schlug er jedoch einen anderen Weg ein: "Da mir klar war, dass ich mit der Kunst allein nicht ausreichend verdienen würde, wurde ich Ingenieur."
Während seiner Berufsjahre blieb für die Malerei nur wenig Zeit. Ganz losgelassen hat sie ihn jedoch nie. "Neben dem Beruf galt mein Interesse seit jeher der Malerei und Kunst."
Eine prägende künstlerische Erfahrung machte Eberhard Schiel in den 1970er-Jahren: Er assistierte dem bekannten Altländer Maler Richard Eggers und malte mit ihm unter freiem Himmel.
Neue Freiheit für die Malerei
Im Ruhestand fand Schiel wieder mehr Zeit für die Kunst: "Ich begann, meine Kenntnisse und Ausdrucksformen in der Malerei zu erweitern und zu vertiefen."
Anregungen findet er im Alltag. "Ein Zeitungsartikel, ein Foto, ein Blick aus dem Fenster oder eine besondere Stimmung können mich inspirieren. Ich finde meine Motive überall."
Meist arbeitet er mit Ölfarben, gelegentlich auch mit Acryl. Auch die Lebensgeschichten anderer Künstler interessieren ihn. Besonders fasziniert ihn Frida Kahlo. "Ihre schwere Lebensgeschichte, gepaart mit ihrer außergewöhnlichen Hingabe an die Kunst, beeindruckt mich sehr."
Kunst, die anderen hilft
Seine Werke bleiben nicht im eigenen Haus. Bei seiner jüngsten Ausstellung im Gemeindehaus der Matthias-Kirche verkaufte Schiel 24 Bilder zugunsten eines Waisenhauses in Kenia.
Eberhard Schiel gehen die Ideen noch lange nicht aus. Eine weitere Ausstellung würde deshalb nicht nur Kunstinteressierten neue Einblicke eröffnen: Seine Werke erzählen Geschichten und können zugleich dabei helfen, neue zu schreiben.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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