Großbrand in Bassenfleth
70-Jähriger schwer verletzt – 700.000 Euro Schaden
- Die starke Rauchentwicklung machte eine Warnung an die Bevölkerung nötig
- Foto: Stefan Braun /Feuerwehr Landkreis Stade
- hochgeladen von Nicola Dultz
Bei einem verheerenden Brand in einer Doppelhaushälfte in Bassenfleth ist am heutigen Mittwochvormittag ein 70-jähriger Hausbewohner schwer verletzt worden. Der Mann erlitt schwere Brandverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Spezialkrankenhaus geflogen. Der Sachschaden wird auf rund 700.000 Euro geschätzt. Beide Haushälften sind nach Angaben der Polizei unbewohnbar.
Bewohner rußgeschwärzt mit deutlichen Verbrennungen
Gegen kurz nach 9 Uhr bemerkte ein 47-jähriger Nachbar Rauch und Flammen im Dachbereich der Doppelhaushälfte. Er zögerte nicht, eilte zu dem betroffenen Haus und öffnete nach einem Warnruf gewaltsam die Eingangstür. Im Flur kam ihm der 70-jährige Bewohner entgegen, rußgeschwärzt und mit deutlichen Verbrennungen. Hinter ihm war bereits starker Feuerschein sichtbar. Der Senior hatte zuvor noch selbst versucht, das Feuer zu löschen und sich dabei verletzt.
Der Nachbar brachte den Mann ins Freie und betreute ihn gemeinsam mit weiteren Helfern bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die medizinische Erstversorgung übernahm eine Notärztin aus Stade, anschließend wurde der Patient von der Crew des Rettungshubschraubers „Christoph 29“ übernommen und in eine Hamburger Klinik geflogen.
100 Einsatzkräfte vor Ort
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen begannen die Feuerwehrkräfte mit der Brandbekämpfung. Das Feuer hatte sich vom Dachgeschoss aus schnell über das gesamte Gebäude ausgebreitet. Rund 100 Einsatzkräfte aus den Ortswehren Hollern-Twielenfleth, Grünendeich, Steinkirchen sowie dem Zug I der Feuerwehr der Hansestadt Stade waren im Einsatz. Auch ein dritter Rettungswagen wurde vorsorglich zur Absicherung der Einsatzkräfte bereitgestellt – verletzt wurde bei den Löscharbeiten jedoch niemand.
Bis auf Schäden am Dach konnte die zweite Haushälfte gehalten werden
Mit massiver Brandbekämpfung von einer Drehleiter sowie mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden. Dennoch wurden beide Haushälften durch Rauch, Hitze und Löschwasser so stark beschädigt, dass sie derzeit nicht bewohnbar sind.
Die starke Rauchentwicklung erforderte auch auf der angrenzenden Straße den Einsatz von Atemschutzgeräten. Die Bevölkerung wurde vorsorglich gewarnt. Der Atemschutzcontainer der Kreisfeuerwehr Stade wurde angefordert, um verbrauchtes Gerät vor Ort austauschen zu können.
Während der stundenlangen Löscharbeiten musste die Bassenflether Chaussee voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nicht.
Noch während des Einsatzes nahmen Beamte der Polizeiinspektionen Horneburg und Stade erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Die abschließenden Untersuchungen durch Brandexperten der Polizei werden in den kommenden Tagen erfolgen.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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