Von der Autobergung bis zur Personensuche
Großeinsatz im Alten Land: 115 Retter proben den Katastrophenfall

Eine verletzte Person wird zur medizinischen Versorgung gebracht | Foto: DLRG
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Buchholz
Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus?

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 10./11. Oktober,  wurde eine Rauchentwicklung im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses mitgeteilt, woraufhin die Feuerwehr und die Polizei ausrückten. Im Treppenhaus konnten vor einer Wohnungstür verkohlte Reste festgestellt werden. Die Tür wurde durch das Feuer beschädigt. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, ob der Rauch zuvor in die Wohnung gezogen war und dadurch eine Gefahr für die Personen bestand, wurde die Tür durch die Feuerwehr aufgebrochen. In...

Blaulicht
Unfallstelle auf der Kreisstraße 10 bei Schmalenfelde | Foto: Freiwillige Feuerwehr SG Hanstedt
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Kollision auf der K10
Unfall bei Marxen: 37-Jähriger schwer verletzt – Kind unter den Verletzten

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 10 zwischen Schmalenfelde und Marxen sind am Sonntagnachmittag vier Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Zwei Autos waren in einem Kurvenbereich zusammengestoßen. Gegen 15.55 Uhr kollidierten aus bislang ungeklärter Ursache ein VW Polo und ein Mercedes. Der 37-jährige Fahrer des VW Polo erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. In dem Mercedes befanden sich ein...

Blaulicht
Der Schlauchlauf wurde durchgeführt | Foto: Feuerwehr
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43. Gruppen nahmen teil
40. Nachtmarsch der Feuerwehr war erneut ein Erfolg

Auch der 40. Nachtmarsch der Freiwilligen Feuerwehr Rottorf war wieder ein voller Erfolg. Insgesamt 43 Gruppen aus dem Landkreis Harburg, dem Herzogtum Lauenburg, dem Landkreis Lüneburg und aus Hamburg nahmen an dem Marsch teil. Bei dem Marsch mussten die Gruppen zwei Strecken von jeweils drei Kilometern absolvieren. Auf den beiden Strecken waren jeweils drei Kontrollpunkte anzulaufen. An den sechs Punkten waren dann Aufgaben zu lösen, die von Rottorfs Ortsbrandmeister Thomas Apel mit seinem...

Blaulicht

Rund 50 Menschen, mehrere Schwerverletzte
Massenschlägerei in Stade

Ein Streit beim Fußballtraining ist am Freitagabend in Stade völlig eskaliert. Vor der BBS 3 an der Glückstädter Straße gerieten zwei größere Personengruppen gewaltsam aneinander. Mindestens sechs Männer wurden zum Teil schwer verletzt. Polizei und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an. Gegen 21.55 Uhr gingen mehrere Notrufe ein. Zeugen berichteten von 40 bis 50 Menschen, die mit Messern und Schlagstöcken aufeinander losgehen sollten. Kurz darauf verließen zwei Autos mit mehreren...

Blaulicht
Der VW Multivan brannte vollständig aus | Foto: Feuerwehr
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Autobahn 39
VW Multivan fing Feuer / Vollsperrung wegen Löscharbeiten

Am Samstag,  10. Oktober, geriet um 15.44 Uhr ein Multivan aufgrund eines technischen Defekts auf dem Seitenstreifen der BAB 39 in Vollbrand. Die Fahrbahn in Richtung Hamburg musste für die Lösch- und Bergungsarbeiten bis 17.26 Uhr komplett gesperrt werden. Der 61-jährige Fahrzeugführer konnte sich mit leichten Verletzungen aus dem Fahrzeug retten.

Blaulicht
Eine verletzte Person wird zur medizinischen Versorgung gebracht | Foto: DLRG
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Von der Autobergung bis zur Personensuche
Großeinsatz im Alten Land: 115 Retter proben den Katastrophenfall

Vermisste Menschen auf der Elbinsel Lühesand, versunkene Container nach einem Starkregen, eine Evakuierung über die Lühe und ein schwerer Unfall an einem Baggersee: Was nach einer ganzen Serie dramatischer Ereignisse klingt, war glücklicherweise nur eine Übung. Bei der groß angelegten Katastrophenschutzübung stellten 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade ihr Können an verschiedenen Schauplätzen im Alten Land unter Beweis. Beteiligt waren der DLRG-Wasserrettungszug aus dem...

Blaulicht

Schwerer Verkehrsunfall
Transporter prallt bei Tönnhausen gegen Baum – Fahrer verletzt

Auf der Kreisstraße 2 bei Tönnhausen hat sich am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Am Ortsausgang in Richtung Hunden streifte der Fahrer eines Mercedes-Benz Sprinters aus bislang ungeklärter Ursache einen Baum. Anschließend kam der Transporter am Fahrbahnrand zum Stehen. Da zunächst vermutet wurde, dass der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei, wurden neben dem Rettungsdienst die Feuerwehr Tönnhausen sowie das Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Rüstwagen der...

Blaulicht

Unfall auf B75
Traktor kippt bei Wistedt auf die Seite – Fahrer im Krankenhaus

Glück im Unglück hatte ein 54-jähriger Treckerfahrer am Sonntagvormittag, 11. Oktober, bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 75 in Höhe Wistedt. Sein Traktor kippte während eines Abbiegevorgangs auf die Seite. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 9.45 Uhr, als der 54-Jährige mit seinem Trecker samt Anhänger von der B75 in die Straße Am Hermannhof abbiegen wollte. Aus bislang ungeklärter Ursache verlor der Traktor während des Abbiegevorgangs die...

Blaulicht
Der Landkreis hatte am 1. Oktober zunächst einen Blitzer-Anhänger in Höhe des Friedhofs in Richtung Heidekreis aufgestellt | Foto: bim
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Welle
Nach tödlichem Unfall auf B3 - Behörden planen erste Verkehrssicherheitsmaßnahmen

Nach dem tödlichen Unfall am 18. September an der B3 in Welle gab es am Freitag, 9. Oktober 2026, einen Ortstermin mit Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises Harburg, des Straßenbaulastträgers (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Lüneburg) und der Polizei. "Wir haben uns ein umfassendes Bild der Lage vor Ort verschafft und insbesondere auch die Forderungen der Gemeinde Welle sowie der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt", teilt der Landkreis mit.  Dabei wurden sofortige und...

Blaulicht

Freiwillige Feuerwehr Hanstedt
Wahl zum Ortsbrandmeister und Funktionswahlen

Die Hanstedter Feuerwehr hatte ihre Mitglieder am Freitagabend zu ihrer diesjährigen Dienstversammlung ins Gerätehaus eingeladen. Zahlreiche Mitglieder aus der Einsatzabteilung und der Alters- und Ehrenabteilung waren der Einladung gefolgt. Als Gäste begrüßte der Ortsbrandmeister Peter Lege den Kreisbrandmeister Jörn Petersen, den Gemeindebrandmeister Sebastian Seier, den Hanstedter Bürgermeister Gunnar Hofmeister sowie den Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus und den künftigen...

Vermisste Menschen auf der Elbinsel Lühesand, versunkene Container nach einem Starkregen, eine Evakuierung über die Lühe und ein schwerer Unfall an einem Baggersee: Was nach einer ganzen Serie dramatischer Ereignisse klingt, war glücklicherweise nur eine Übung. Bei der groß angelegten Katastrophenschutzübung stellten 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade ihr Können an verschiedenen Schauplätzen im Alten Land unter Beweis. Beteiligt waren der DLRG-Wasserrettungszug aus dem Landkreis Stade, die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Stade, der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK-Kreisverbandes Stade sowie der Fernmeldezug der Kreisfeuerwehr. Das Fazit der Organisatoren: Die Zusammenarbeit funktioniert auch dann, wenn es richtig kompliziert wird.

Vermisstensuche auf der Elbinsel Lühesand
Gleich zu Beginn wurden die Retter mit einer unklaren Lage konfrontiert. Die erste Einsatzmeldung lautete: „Personengruppe meldet einen Unfall beim Lagerfeuer, unklare Lage.“ Sofort rückten die alarmierten Kräfte in den Gewerbepark Grünendeich aus. Von dort ging es für einen Teil der Helfer mit mehreren DLRG-Booten auf die Elbinsel Lühesand. Dort begann eine umfangreiche Suche nach vermissten Personen. Eine besondere Herausforderung: Die Bootsbesatzungen waren mit Einsatzkräften verschiedener Hilfsorganisationen besetzt. Die Mitglieder der DLRG, des DRK und der Johanniter-Unfall-Hilfe mussten Hand in Hand arbeiten.

Die vermeintlich Verletzten wurden von Mitgliedern der Gruppe „Realistische Notfalldarstellung“ des DRK-Kreisverbandes Stade gespielt. Nach der Erstversorgung auf der Insel brachten die Bootsbesatzungen die Patienten zurück ans Festland. Dort übernahmen Helfer von DRK und Johannitern die weitere Versorgung und organisierten den Transport nach Jork.

Starkregen-Szenario fordert die Taucher
Während auf Lühesand noch nach Vermissten gesucht wurde, wartete bereits die nächste Herausforderung. An einem Regenrückhaltebecken der Hohenfelder Wettern waren im Übungsszenario zwei Tankcontainer infolge von Starkregen im Wasser versunken. Die Aufgabe der Einsatzkräfte: Beide Container mussten geborgen werden. Gleichzeitig galt es, den Wasserstand des Beckens mithilfe von Pumpen abzusenken. Bei diesem Einsatz waren vor allem die Taucher der DLRG gefragt. Gemeinsam mit den DRK-Kräften gelang es ihnen, auch diesen Auftrag erfolgreich abzuarbeiten.

Grundschule wird zur Notunterkunft
Doch Katastrophenschutz bedeutet weit mehr als Menschenrettung und technische Hilfe. Was passiert beispielsweise, wenn Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen und kurzfristig eine Unterkunft benötigen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Einsatzkräfte an der Grundschule am Westerminnerweg in Jork. Dort erkundeten sie die Möglichkeiten, eine Notunterkunft für bis zu 250 Menschen einzurichten. Auch der Aufbau einer Registrierungsstelle und einer Verpflegungsausgabe gehörte zum Übungsauftrag.

Einsatz der DLRG-Boote bei der Wasserrettung | Foto: DLRG
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Evakuierung auf der Lühe und Bergung von Öltanks
Die nächste Einsatzmeldung führte die Retter nach Mittelnkirchen. Unter dem Stichwort „Evakuierung von Personen in der Lühe“ wurden an der Lühebrücke mehrere DLRG-Boote zu Wasser gelassen. Die betroffenen Personen mussten über den Wasserweg zum Hafen Horneburg gebracht und dort an weitere Einsatzkräfte übergeben werden. Parallel dazu wartete eine zusätzliche Aufgabe: Zwei auf der Lühe treibende Öltanks mussten geborgen werden. Dafür wurde im Horneburger Hafen ein weiteres Boot eingesetzt. Auch bei diesem Szenario kam es darauf an, die verschiedenen Aufgaben gleichzeitig zu koordinieren und die verfügbaren Kräfte möglichst effizient einzusetzen.

Auto und Zwei-Tonnen-Mulde aus Baggersee geborgen
Den spektakulärsten Einsatz hatten sich die Organisatoren für den Abschluss aufgehoben. Am Baggersee Schragenberg bei Horneburg wurde ein schwerer Arbeitsunfall simuliert. Nach einem Böschungsabbruch sollten zwei Menschen vermisst sein. Außerdem waren ein Pkw und ein großer Abrollbehälter im Wasser versunken. Für die Rettungskräfte bedeutete das Schwerstarbeit – und das teilweise in bis zu zwölf Metern Wassertiefe.

Zunächst suchten DLRG-Boote den See mit einem sogenannten Side-Scan-Sonar ab. Mit dieser speziellen Sonartechnik lassen sich Gegenstände unter Wasser orten. Tatsächlich konnten die für die Übung versenkten Objekte schnell lokalisiert werden. Anschließend rückten die Tauchergruppen an. Sie untersuchten die Fundstellen und bargen eine der beiden vermissten Übungspuppen, ein Fahrzeug sowie eine rund zwei Tonnen schwere Mulde aus dem See. Die zweite Übungspuppe wurde mithilfe einer aufwendigen Schräghangrettung aus schwer zugänglichem Gelände gerettet.

An der Übung waren verschiedene Hilfsorganisationen mit ihren Fahrzeugen beteiligt | Foto: DLRG
  • An der Übung waren verschiedene Hilfsorganisationen mit ihren Fahrzeugen beteiligt
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Drei Monate Vorbereitung für einen Übungstag
Hinter der Großübung steckte eine umfangreiche Organisation. Rund drei Monate lang hatten ehrenamtliche Mitglieder von DLRG und DRK die verschiedenen Einsatzszenarien vorbereitet. Federführend waren dabei Maik Hippauf, Stephan Blanke und Marwien Roch. Ihr Ziel war es, möglichst realitätsnahe Situationen zu schaffen, bei denen nicht nur die Fähigkeiten der einzelnen Organisationen, sondern vor allem deren Zusammenarbeit auf die Probe gestellt werden.

Besonderes Augenmerk lag auf der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit. Denn bei einer tatsächlichen Großschadenslage müssen Wasserretter, Sanitätskräfte, Betreuungsdienste und Feuerwehr reibungslos zusammenarbeiten. Jeder muss wissen, was zu tun ist – und sich auf die anderen verlassen können.

Der Baggersee wird abgesucht | Foto: DLRG
  • Der Baggersee wird abgesucht
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Positives Fazit nach einem langen Einsatztag
Nach dem letzten Übungseinsatz kamen die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Grillen zusammen, das von der DLRG organisiert wurde. Dabei konnten die Helfer auf einen anstrengenden, aber erfolgreichen Tag zurückblicken. Die Organisatoren zogen ein durchweg positives Fazit: Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Hilfsorganisationen hatte reibungslos funktioniert, sämtliche Übungsziele waren erreicht worden.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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