Neu Wulmstorf: LeA sucht Spender für Neubau

So soll der Neubau aussehen. Die Wohnungen im Obergeschoss verfügen über Balkone
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bc. Neu Wulmstorf. Das ist ein Projekt, für das es zu spenden lohnt. Der Verein „Integrative Lebens- und Arbeitsgemeinschaft“ (LeA) in Neu Wulmstorf plant ein neues, knapp 1.000 Quadratmeter großes Wohnhaus für junge Menschen mit Behinderungen samt Tagesförderstätte für Schwerstbehinderte - gleich hinter den schon bestehenden Laurens-Spethmann-Häusern. 1,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten.

Wie berichtet, hat bereits der Gemeinderat grünes Licht für die notwendige Bebauungsplan-Änderung gegeben, jetzt geht LeA erstmals mit konkreten Plänen an die Öffentlichkeit.

Zunächst sucht der ehrenamtlich geführte Verein einen geeigneten Schirmherrn, der das Projekt promotet. Einen gewissen Bekanntheitsgrad sollte er möglichst haben. Denn noch fehlt LeA das Startkapital von 500.000 Euro, um den ersten Spaten anzusetzen. „Wir als gemeinnütziger Verein sind auf kleine wie auf große Spenden angewiesen, um unser Ziel zu erreichen“, sagt LeA-Vorstandsmitglied Dr. Joachim Köhne.

Geplant sind neun Wohnungen (sechs Einzimmer, drei Zweizimmer) im Obergeschoss des Gebäudes für insgesamt zwölf Bewohner. Neu ist das sogenannte ambulante Wohnkonzept, also das Wohnen in abgeschlossenen Wohnungen mit Küche, Bad und eigenem Balkon, um die Eigenständigkeit der Bewohner zu fördern. Der jeweilige Unterstützungsbedarf der Mieter werde dann individuell „eingekauft“, so Köhne.

Im Erdgeschoss wird die Tagesförderung (Gruppen- und Therapieräume, Werkstatt) untergebracht. Ziel von LeA ist es, Wohnen und Arbeiten für die Schwerstbehinderten strikt voneinander zu trennen. So wird es z.B. keine direkten Verbindungen zwischen Werkstatt und Wohnungen geben, sondern separate Eingänge. „Diejenigen Bewohner, die nicht in eine externe Werkstatt gehen können, sollen unter kompetenter Begleitung am Berufsalltag teilhaben“, sagt Sabine Drevin, Geschäftsführerin der LeA gGmbh. So bekomme ihr Tag eine Struktur.

Schon jetzt versuchen Drevin und ihr Team, Wohnen und Arbeiten für die Bewohner weitgehend zu trennen. So kümmert sich beispielsweise eine junge Frau seit einiger Zeit um die Wäsche im benachbarten Kindergarten. Auch über Gartenpflege-Arbeiten wird nachgedacht. Bereits seit 2010 bietet der integrative Bahnhofskiosk von LeA drei Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen.

Die Nachfrage nach freien Plätzen bei LeA ist groß, wie Drevin bestätigt: „Seit Beginn meiner Tätigkeit habe ich schon fünfzehn Wohnanfragen erhalten.“
Im Herbst sollen verschiedene Spendenprojekte anlaufen, um das Geld für den Baubeginn zusammenzubekommen. Gut wäre es, wenn die Bauherrn noch die Niedrigzinsphase auf dem Kreditmarkt ausnutzen könnten.

• Der Verein LeA ist 2000 aus einer Elterninitiative hervorgegangen und betreibt seit einigen Jahren die Laurens-Spethmann-Häuser an der Theodor-Heuss-Straße. Am Rande des Naturschutzgebiets in Neu Wulmstorf wohnen derzeit 27 Menschen im Alter zwischen 20 und Mitte 40 mit geistigen und körperlichen Behinderungen.

• Mehr Informationen unter www.lea-verein.de

So soll der Neubau aussehen. Die Wohnungen im Obergeschoss verfügen über Balkone
Hinter den Laurens-Spethmann-Häusern auf der grünen Wiese ist noch Platz: Sabine Drevin (v.li.), Dr. Joachim Köhne und Sandra Zöllner von LeA zeigen die Entwürfe für das neue Wohnhaus
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Björn Carstens aus Buxtehude

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