ICE-Unglück vor Harburg
Toter war bekannter Historiker
- (Symbolbild)
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Update - Donnerstag, 13. Februar
Wie jetzt bekannt wurde, soll es sich bei dem Toten um den bekannten Hamburger Historiker Prof. Dr. Thomas Großbölting handeln, der sich zeitlebens besonders um die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Kirche verdient gemacht hat.
"Die Universität Hamburg trauert um Prof. Dr. Thomas Großbölting. Für Studierende und Mitarbeitende war er ein angesehener und beliebter Ansprechpartner, Betreuer und Kollege. Wir werden ihn und sein Wirken sehr vermissen. Thomas Großbölting hinterlässt eine Frau und vier Kinder, ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl", schreibt die Universität Hamburg auf ihrer Internetseite.
Update - Mittwoch, 12. Februar
Nach der schweren Zugkollision am gestrigen Dienstagnachmittag in Hamburg-Rönneburg mit einem Lkw, ist nun klar: Es hat einen Toten gegeben, der trotz intensiver medizinischer Versorgung, in einem RTW auf dem Weg in ein Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen ist. Es handelt sich bei dem Toten um einen 55-jährigen männlichen Fahrgast.
Trotz Notbremsung krachte der ICE mit hoher Geschwindigkeit in den Lkw. Sechs weitere Personen wurden schwerverletzt, 19 Menschen erlitten leichte Verletzungen. Diese wurden rettungsdienstlich versorgt. Zur weiteren Betreuung vom Lkw-Fahrer und der Reisenden war das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes zur Einsatzstelle alarmiert worden. Die unverletzten Personen wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei Hamburg aus dem Zug evakuiert und mit bereitgestellten Bussen zu einem nahegelegenen Bahnhof gebracht.
34-jähriger Fahrer festgenommen
Die Unfallursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Der 34-jährige Lkw-Fahrer wurde in Polizeigewahrsam genommen, ist mittlerweile aber wieder auf freiem Fuß. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts auf einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr sowie fahrlässige Tötung ermittelt. Durchgeführte Atemalkohol- und Drogentests verliefen bei dem Beschuldigten negativ.
Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hatten diverse Sicherungsmaßnahmen und Stromlosschaltungen des Zuges sowie die Erdung der Oberleitung vorgenommen.
Um 18.35 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen und die Einsatzstelle der Bundespolizei übergeben. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst Hamburg waren mit 103 Einsatzkräften rund vier Stunden im Einsatz für Hamburg. Die Aufräumarbeiten dauerten bis zum Morgen an. Das Unternehmen Metronom richtete Ersatzverkehr mit Bussen ein.
Laut der "Bild"-Zeitung soll sich auch der deutsche Komiker Bernhard Hoecker in dem Zug befunden haben.
Durch den Unfall entstand ein erheblicher Sachschaden am Oberbau der Gleisanlagen und dem beteiligten ICE sowie dem Lkw. Über die Schadenshöhen können von der Bundespolizei derzeit keine Angaben gemacht werden.
Dienstag, 11. Februar:
ICE kollidiert vor Harburg mit Sattelzug
Am Dienstagnachmittag gegen 14.14 Uhr kam es in Hamburg-Rönneburg, nahe der Grenze zum Landkreis Harburg, zu einem schweren Unfall zwischen einem ICE und einem Sattelzug. Der Zug erfasste den Lkw im Bereich eines Bahnübergangs an der Straße Reller und schleifte ihn teilweise mit.
Nach Angaben der Pressestelle der Feuerwehr Hamburg wurden insgesamt zwölf Personen verletzt, darunter zehn leicht, eine Person schwer und eine weitere schwebt in Lebensgefahr.
An Bord des ICE befanden sich weitere 269 Passagiere, die nach ersten Erkenntnissen unverletzt blieben. Sie werden derzeit schrittweise von Einsatzkräften der Feuerwehr und Polizei evakuiert und mit Bussen in Sicherheit gebracht.
Rund 80 Einsatzkräfte sind im Einsatz, die Bahnstrecke bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Weiter ist die Vogteistraße zwischen Am Burgberg in Hamburg und Meckelfeld in beiden Richtungen gesperrt.
Die Unfallursache ist noch unklar und ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Redakteur:Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf |
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