Mit intellex in die Zukunft: Landkreis Harburg setzt auf KI-Assistenztool

Startschuss für Intellex: Landrat Rainer Rempe (Mitte), Jan Gottschalk (Vorstand ITK Harburg) und ITK-Projektleiterin Ute Wilken freuen sich über die Einführung der neuen KI-Assistenzplattform in der Kreisverwaltung. | Foto: Landkreis Harburg
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  • Startschuss für Intellex: Landrat Rainer Rempe (Mitte), Jan Gottschalk (Vorstand ITK Harburg) und ITK-Projektleiterin Ute Wilken freuen sich über die Einführung der neuen KI-Assistenzplattform in der Kreisverwaltung.
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Der Landkreis Harburg setzt auf dem Weg hin zur Verwaltung der Zukunft weiter auf Künstliche Intelligenz. Mit der eigens für die Anforderungen öffentlicher Verwaltungen entwickelten KI-Assistenzplattform intellex erhalten die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung nun ein modernes Werkzeug, das sie bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt und dabei hilft, Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten. Ziel ist es, den Landkreis Harburg als Verwaltungsdienstleister weiter fit für die Anforderungen einer immer digitaleren Welt zu machen. Mitarbeitende sollen von zeitraubenden Routineaufgaben entlastet werden. Die dadurch freiwerdenden Kapazitäten sollen insbesondere auch den Bürgerinnen und Bürger durch einen modernen und leistungsfähigen Service zugutekommen.

„Künstliche Intelligenz ist dabei die Arbeitswelt rasant und nachhaltig zu verändern – das gilt gerade auch für öffentliche Verwaltungen. Wir wollen die Chancen, die uns KI-Anwendungen bieten, deshalb zielgerichtet nutzen. Wichtig ist es mir hierbei, dass wir die digitale Transformation aktiv mitgestalten und eine Vorreiterrolle einnehmen“, betont Landrat Rainer Rempe.

Intellex ist eine KI-gestützte Assistenzplattform des deutschen Startup-Unternehmens straiqr.ai GmbH, die speziell für die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung entwickelt wurde. Die Anwendung basiert auf verschiedenen Sprachmodellen – sogenannten LLMs – und unterstützt insbesondere bei der Erstellung, Überarbeitung und Strukturierung von Texten, bei der Zusammenfassung und Aufbereitung von Informationen sowie bei der Formulierung von Schreiben, Konzepten und internen Dokumenten. Darüber hinaus kann sie bei allgemeinen fachlichen Fragestellungen und Rechercheaufgaben unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Datenschutz sowie Informations- und IT-Sicherheit. Die Plattform wird auf Servern in Deutschland betrieben. Bevor Anfragen und Arbeitsaufträge an die zugrundeliegenden Sprachmodelle weitergehen, werden diese innerhalb von intellex pseudonymisiert. Namen, Ortsangaben oder andere personenbezogene Informationen gelangen somit nicht an die verwendeten Sprachmodelle.

Die Einführung von intellex beim Landkreis Harburg steht am Ende einer umfangreichen Erprobungsphase. Von Oktober 2025 bis März 2026 beteiligte sich der IT-Dienstleister des Kreises, die ITK Harburg AöR, gemeinsam mit 27 niedersächsischen Kommunen und weiteren Partnern an einem Pilotprojekt, das von der GovConnect GmbH koordiniert wurde. Ziel war die Entwicklung einer datenschutzkonformen und praxisgerechten KI-Lösung für öffentliche Verwaltungen. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung hatte die GovConnect GmbH mit der Entwicklung einer entsprechenden Plattform beauftragt. „Wir wollten nicht darauf warten, dass Entwicklungen an uns vorbeiziehen, sondern bringen unsere Anforderungen frühzeitig ein, um Lösungen zu erhalten, die den Bedürfnissen von Kommunen wirklich gerecht werden. Die Beteiligung an der Pilotphase war deshalb ein wichtiger Schritt“, betont Landrat Rempe.

Während der Pilotphase konnten Mitarbeitende der Kreisverwaltung die Anwendung testen und ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung einbringen: „Statt irgendeine KI-Lösung am Markt einzukaufen, haben wir uns dafür entschieden, daran mitzuwirken, eine Lösung aus und für die kommunale Praxis zu entwickeln. Die Anforderungen der beteiligten Kommunen sind direkt in die Weiterentwicklung von intellex eingeflossen“, betont Jan Gottschalk, Vorstand der ITK Harburg. „Uns war wichtig, eine KI-Plattform einsetzen zu können, die den hohen Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit in der öffentlichen Verwaltung gerecht wird“, erläutert Ute Wilken, intellex-Projektleiterin und KI-Beauftragte bei der ITK Harburg.
Ein weiterer Vorteil von intellex liegt in speziell für die öffentliche Verwaltung entwickelten Fachassistenten, die beispielsweise bei der Erstellung von Texten in leichter Sprache oder Vermerken für die E-Akte unterstützen. „Darüber hinaus können wir innerhalb der Plattform weitere Assistenten selbst entwickeln, die passgenau auf die Anforderungen der Kreisverwaltung zugeschnitten sind“, so Ute Wilken.Intellex soll den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung insbesondere helfen, administrative und kommunikative Aufgaben schneller zu erledigen, indem Arbeitsabläufe vereinfacht werden.

„KI ersetzt keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie kann aber dabei helfen, Routinetätigkeiten effizienter zu erledigen, Informationen schneller aufzubereiten und mehr Kapazitäten für die Aufgaben freizumachen, bei denen menschliche Erfahrung, Fachwissen und persönlicher Kontakt unverzichtbar sind“, betont Landrat Rempe. Dabei bleibt klar: Entscheidungen innerhalb der Kreisverwaltung werden weiterhin von Menschen getroffen, KI-Plattformen wie intellex dienen ausschließlich als Assistenzsysteme.
„Eine moderne Verwaltung muss offen für Innovationen sein und diese zugleich rechtssicher und verantwortungsbewusst einsetzen. Mit intellex verbinden wir beides: den Einsatz zukunftsweisender Technologien und einen hohen Anspruch an Datenschutz, Sicherheit und Transparenz. Davon profitieren unsere Mitarbeitenden ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises“, fasst Landrat Rainer Rempe zusammen.

Startschuss für Intellex: Landrat Rainer Rempe (Mitte), Jan Gottschalk (Vorstand ITK Harburg) und ITK-Projektleiterin Ute Wilken freuen sich über die Einführung der neuen KI-Assistenzplattform in der Kreisverwaltung. | Foto: Landkreis Harburg
Künstliche Intelligenz für die Kreisverwaltung: Landrat Rainer Rainer Rempe (Mitte), Jan Gottschalk, Vorstand der ITK Harburg, und ITK-Projektleiterin Ute Wilken testen die neue KI-Plattform Intellex, die künftig die Mitarbeitenden des Landkreises bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt. | Foto: Landkreis Harburg
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Tamara Westphal aus Buchholz

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